TCM-Fallbeispiel 4

8-jähriger Junge mit allergischer Rhinokonjunktivitis

Evemarie Wolkenstein, 8. April 2010, 09:23
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    foto: evemarie wolkenstein

    Zur Autorin: Evemarie Wolkenstein ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Präsidentin des Vereins für komplementäre Präventionsmedizin.

    Institut Wolkenstein

Völlig schmerzfrei werden Kinder von traditionell chinesischen Medizinern mit Softlaser akupunktiert

Der Frühling zieht in das Land. Alles grünt, blüht und treibt - jedoch nicht zu jedermanns Freude. Pollenallergiker wissen diese Jahreszeit wenig zu schätzen und sind dabei schon längst keine Randgruppe mehr. Die Allergie ist zur Volkskrankheit avanciert.

Scheinbar widersprüchlich ist die Tatsache, dass Stadtmenschen wesentlich häufiger unter Pollenallergien leiden, als Menschen auf dem Land. Die Hygiene-Hypothese hat in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten. Das „keimfreie" Aufwachsen der Stadtkinder wird hier für die Allergieanfälligkeit verantwortlich gemacht. Nebenbei sprießen in den Städten Allergieambulanzen aus dem Boden und ausgebildete Allergologen stellen exakte Diagnosen wesentlich früher und häufiger. 

Allergische Kinder leiden in der Pollensaison ganz besonders, sind sie doch in ihrem Bewegungsdrang stark eingeschränkt - so auch mein kleiner Patient. Während seine Freunde Fußball spielen und Rad fahren, leidet er unter roten tränenden Augen, Niesanfällen und rinnender Nase. Der nächtliche Schlaf ist durch die verstopften Atemwege schwer beeinträchtigt. Die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung (Impfung gegen Allergie) gegen die Birkenpollenallergie wurde nach vorausgehender Testung vom zuständigen Facharzt vorgeschlagen. In Absprach mit seiner Mutter hatte sich der Junge dazu entschieden, es mit Akupunktur zu versuchen.

Laser statt Nadel

Für Kinder werden in der Regel keine Nadeln verwendet, sondern moderne Softlaser (low level Laser). Dieses Licht arbeitet in einem bestimmten Wellenlängenbereich und regt damit den Zellstoffwechsel an. Der Vorteil für Kinder: Die Therapie ist vollkommen schmerzfrei. 

Aus ganzheitlicher Sicht gilt es zu beachten, dass 70 Prozent aller immunologischen Reaktionen im Darm stattfinden. Somit gehört parallel zur Allergiebehandlung abgeklärt, ob Verdauungsprobleme bestehen. Gerade die Birkenpollen besitzen bekannte Kreuzallergien mit verschiedenen Nahrungsmitteln wie Apfel, Sellerie oder Kernobst. Das deckt sich auch mit den Bedürfnissen meines Patienten. Der Junge isst außer Bananen, so gut wie kein Obst und schützt sich so selbst instinktiv vor der Belastung mit Nahrungsmitteln, die sein Organismus nicht verträgt.

Es macht Sinn eine Akupunktur-Behandlung mindestens ein, besser sogar zwei Monate vor der Pollenbelastungszeit zu beginnen. So gibt man dem Organismus Zeit, langsam mit der Regulation zu beginnen, die schlussendlich dazu führen soll, Allergene nicht mehr als „feindlich" zu betrachten. Eine homöopathische Begleitung bewährt sich bei Kindern besonders. Die kleinen Zuckerkügelchen werden freudig angenommen und vermitteln den Kindern nicht das bedrohliche Gefühl einer Therapie. Pollen werden ebenso wie Tierhaare, Milben und sonstige Allergie Erreger homöopathisch verarbeitet und bereits zwei Monate vor Saison täglich eingenommen.

Ohrakupunktur für akute Symptome

Sobald die Allergiesaison beginnt, bewährt sich für akute Probleme, wie Schnupfen oder Augenbrennen, die Chinesische Ohrakupunktur. Bei Kindern wird wiederum auf Nadeln verzichtet. In China werden kleine Samenkügelchen verwendet, ich arbeite mit Magnetkügelchen, die ich meinem kleinen Patienten ins Ohr klebe. Diese kann er jederzeit selbst drücken, sich also selber eine Akupressur verabreichen. 

Die Erfahrung zeigt, dass gerade Kinder sehr gut auf die Behandlung reagieren, was aber nicht bedeutet, dass sie nach einer Behandlungssaison für immer beschwerdefrei sind. Allergien können immer wieder und in ganz unterschiedlicher Ausprägung an den verschiedensten Lokalisationen auftreten. Die Gefahr, dass sich aus einer kindlichen Allergie ein allergisches Asthma entwickelt, ist immer gegeben. (derStandard.at, 9.4.2010)

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Posting 1 bis 25 von 105
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Godesberg
00
20.5.2010, 22:56

Das wird jetzt kommentarlos eingestellt - schwach.

Anyuser
 
00
25.5.2010, 13:07

Vor allem ist das total unganzheitlich.

Raphael Hythlodeus
00
24.5.2010, 20:53
vielleicht ist nur einfach erkrankt? und da ihre eigenen therapien nicht wirken, kann sie derzeit nichts schreiben...

Godesberg
10
26.5.2010, 09:14

Dann hätte ich als Redaktion aber was dazu geschrieben, um so etwas zu verhindern: http://blog.esowatch.com/?p=1486

utarefson
01
20.5.2010, 20:28
Die Politik hilft den geschäftstüchtigen Scharlatanen.

Medienmacher schert Evidenz nicht. Geld stinkt nicht. Wenn Sie aufmerksam durch die Straßen wandern, in diverse Geschäfte und Auslagen sehen oder das Angebot an Gesundheitsseminaren für Leib und Seele analysieren, können Sie noch lange auf evidenzbasierte Medizin oder Pharmazie warten. Die Manipulation des Publikums zugunsten von Pseudo, Voodoo und Eso läuft. Medical-Infotainment mit Pseudoinformationen macht alle erdenklichen Unpäßlichkeiten zu Krankheiten und „heilt“ dann alternativ, einfach und praktisch. Wissenschaftliche Medizin wird madig gemacht. Schick ist alternativ und ganzheitlich. Dank Herdentrieb werden die Schafe mit sanften Salzlecken ins Gatter geholt, dann schschert der Heiler nicht das Fell sondern schlachtet die Lämmlein!

Anyuser
 
00
18.5.2010, 22:39

Jetzt wird's aber langsam Zeit für eine neue Geschichte aus der ganzheitlichen Welt. Frau Wolkenstein, Sie dürfen uns nicht so hängen lassen.

utarefson
02
Wann kommt der nächste TCM-Beitrag Frühjahrsmüdigkeit?

„Entschlacken nach Jing-Jang“ oder „Warmduschen nach Feng-Shui“
Liebe Frau Dr. Wolkenstein!
Bitte enttäuschen Sie nicht ihre Fangemeinde!
Niemand faßt zeitgeistiges Standardgeschwätz in Sachen Gesundheit/Alternativmedizin besser und prägnanter zusammen als Sie.
Nützen Sie die Freiheit von naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Erkenntnissen, wie es ihnen nur der Status eines praktizierenden Arztes gewähren kann, um Unsinn und Schmarren so grandios und geschäftstüchtig verzapfen zu können.
Keine Angst, noch nie ist ein Arzt wegen Überstrapazierung der berühmt-berüchtigten Therapiefreiheit verurteilt worden. Die Patienten haben eben keine Chance als Kläger sie festzunageln. Die Beweislast des Anklägers schützt sie perfekt!

Raphael Hythlodeus
00
14.5.2010, 09:18
jetzt wirds aber langsam zeit, frau wolkenstein, wir brauchen die nächste dosis!

oder hat die esotante ihre quacksalbereipraxis endlich dichtmachen müssen?

Anyuser
 
00
25.5.2010, 12:21
Ich vermute:

Die Zahl 5 ist in der TCM irgendwas böses und mit ganz miesem Tschi assoziiert. Weiß man ja auch: kalte Finger und Zehen (5 Stück!) hat man oft, Kälte ist die Ursache aller Probleme (auch Milch steht ja im Kühlschrank, und Milch ist TCM-mäßig die Ausgeburt des Bösen).

Daher wird Folge 5 der zwölfteiligen Serie kommentarlos ausgelassen.

utarefson
00
20.4.2010, 23:42
Ja bitte einen Chat:

Mein Dreamchatter : Heinzi Wolkenstein : Politomedisches Schwurbeln. Alternative Surrogatmedizin auf Kassenkosten
Moderator Diplomee Alois Stöger

Ratze Putz
01
20.4.2010, 00:21

Wäre es nicht langsam mal wieder Zeit, die Werbeeinschaltung von Frau Wolkenstein von der Gesundheitsstartseite zu entfernen?

Godesberg
00
20.4.2010, 09:21

Ich würde mich über einen Chat mit der Dame freuen!

René Monet
 
11
11.4.2010, 21:33

Präsidentin des Instituts Wolkenstein – Verein für komplementäre Präventionsmedizin Co & KEG

Bittschön vollständig. KEG sollts außerdem doch seit 2007 schon nicht mehr geben. Sollt das nicht Co & KG heißen (Kommanditgesellschaft)? Dann wär allerdings Frau Wolkenstein korrekterweise nicht Präsidentin eines Vereins sondern Komplementärin einer KG oder halt Kommanditistin. Obwohl, wenn ihr Name im Firmenwortlaut aufscheint, muss sie glaub ich vollhaftend sein. Naja. Vielleicht mag ja wer das Firmenbuch bemühen...

Godesberg
21
12.4.2010, 10:20

In jedem Fall ist es hochpeinlich, mit einer solchen Titelklauberei Seriösität vortäuschen zu wollen.

René Monet
 
12
11.4.2010, 21:27
Glückwunsch auch, dass er kein obst ist.

Außer bananen. Instinktiv. Wegen der möglichen kreuzallergie ... Ein wunderkind.

contains sugar
21
11.4.2010, 22:11
geht´s noch?

du würdest sicher auch allen erdbeer-allergikern empfehlen, erdbeeren zu essen, oder?

René Monet
 
11
12.4.2010, 12:00
Nö. Würd ich nicht.

Ein homöopath vielleicht schon.

Ich bezog mich allerdings auf den lustigen schluss, dass das kind kein obst esse, weil es instinktiv wisse, dass das schlecht für ihn sei ... Ein schelm, der kleine.

"Mama! Ich mag keinen spinat!" - "Oh! Du hast also instinktiv erkannt, dass spinat schlecht für dich ist?"
"Äh ... genau mama!"

contains sugar
21
18.4.2010, 15:12

"ein homöopath vielleicht schon"?????
noch alles klar bei dir?

Godesberg
11
18.4.2010, 19:35

Vielleicht würde ein Homöopath auch Hundekot oder Quecksilber geben. Man weiß es ja nicht - kann ja alles mögliche sein, was eben grad weg muss...

Godesberg
22
12.4.2010, 13:05

Das Kind meines Nachbarn hat letztens instinktiv festgestellt, dass es gesund ist mit Steinen auf Enten zu werfen. Das ist schon die zweite grandiose Instinktleistung nach der Entdeckung der Nützlichkeit von Schokolade. Daran erkennt man Hochbegabung!

Godesberg
12
11.4.2010, 21:40

Ich bin mal gespannt wie Frau Wolkenstein erklärt, wenn der Junge mal anfängt zu rauchen...

René Monet
 
13
11.4.2010, 21:49
Er wird dann instinktiv erkannt haben,

dass tabakkonsum gegen asthma hilft.

Ev. eine unbewusste para-homöopathische autotherapie, die kombiniert mit der glühenden zigarettenstummel-akupunktur ein ganzheitliches präventivmedizinisches verfahren darstellt, das noch seiner wissenschaftlichen aufarbeitung und der aufnahme in die anerkannten heilmethoden harrt. :)

René Monet
 
20
11.4.2010, 21:59
Aber das wird die

pharmaindustrie-lobby zu verhindern wissen!

René Monet
 
00
11.4.2010, 22:23
Woher weiß ich bloß,

von wem dieses rote stricherl kommt?

Raphael Hythlodeus
02
19.4.2010, 16:27
das rote stricherl kann spuren von zucker enthalten...

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