Keine Konsequenzen

US-Militär lehnt Untersuchung zu Irak-Video ab

7. April 2010, 19:40

Angriff sei "schockierend und tragisch" - Irakischer Journalistenverband nennt Helikopterangriff "ein Verbrechen"

Washington - Das Weiße Haus hat einen US-Angriff auf irakische Zivilisten im Jahr 2007 als "schockierend und tragisch" bezeichnet. Zuvor war auf der Webseite Wikileaks ein Video der Militärattacke aufgetaucht, die neun irakische Zivilisten tötete, darunter zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Video zeigt einen Überflug über einen Vorort von Bagdad aus der Sicht des Armeehelikopters. Dieser nahm eine Gruppe Iraker am Boden unter Beschuss, zum Teil unter unflätigen Schimpfworten der Piloten. Tote Iraker wurden als "Bastarde" bezeichnet. Die Kampfpiloten würden mit geschmacklosen Bemerkungen und zügellosem Vorgehen eher wie Avatare eines Action-Computerspiels wirken denn wie Soldaten, schrieben Kommentatoren.

Der irakische Journalistenverband fordert nun ebenfalls Aufklärung über den US-Helikopterangriff auf Journalisten in Bagdad 2007. Ein Sprecher nannte die Geschehnisse "ein Verbrechen". Bereits zuvor hatte Reuters von der US-Armee eine Untersuchung der Ereignisse verlangt. Diesem Ansinnen widersprach ein Sprecher des US-Generalstabs. Eine Untersuchung sei unnötig, da an dem Angriff "nie etwas verheimlicht worden" sei. Man bedauere jedoch "den Tod Unschuldiger". (AFP, red, DER STANDARD, Printausgabe 8.4.2010)

Kommentar posten
13 Postings
stj911.org physics911.net
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Zwickmühle. Es gab bereits eine Untersuchung. Und das Video hatte das US Militär ja auch schon seit Jahren.

So sehr ich eine neue Untersuchung auch befürworten würde. Aber wie soll das US-Militär das begründen? Mit der Veröffentlichung eines Videos, dass die schon seit Jahren haben und auch schon Grundlage der Untersuchung damals war? Blöde Sache ...

AntiAS
21
Otto Ottinger
 
12
aber immerhin ist der Präsident jetzt Friedensnobelpreisträger


http://www.ronpaul.com/2010-04-0... situation/

Fischersfritzefischtfrischefische
20
der bericht zum vorfall

http://cryptome.org/reuters-kill.zip

Reddogg
 
13

Ach Herr Wunderlich wenn Sie doch nur so kritisch gegenüber Ihren "seriösen" Quellen wären, wie sie gegenüber anderen Quellen sind. Dann wäre uns allen geholfen. Denn interessant ist dass die Kamera's nur als "possible" und "probable" klassifiziert werden konnten, aber die RPG's und AKM's etc. klar bezeichnet werden konnten. Warum die Unterscheidung? Warum konnte man einerseits angeblich so exakt sein und beim anderem nicht? Ein Schelm wer böses dabei denkt...

Andreas S.
11

possible?? im bericht steht das zwei Canon EOS, ein AK sturmgewehr und zwei RPGs gefunden wurden. auf seite 38 sind fotos davon.

Stephan Schaefer
 
13

In Afghanistan wurde sich die Mühe gemacht Kugeln herauszuoperieren um es als Familientragödie darzustellen.

Glauben Sie nicht, dass die "Fundsachen" mitgebracht wurden?

Mfg

Fischersfritzefischtfrischefische
21
als

"qualitätszeitung" würde ich mir zumindest die mühe machen die geposteten links durchzusehen wo der bericht über die untersuchung mit fotos usw eingegestellt ist

Der Postmann
011
"Tod Unschuldiger"

Von "Tod" zu sprechen, wenn man einen Verletzten samt zwei Unbewaffneten, die ihn einfach nur davonschleppen wollen, mit 30mm-Munition kaltblütig ermordet, ist eine interessante Sicht der Dinge.

Schade, dass die amerikanischen Streitkräfte einen Krieg führen, der in seinen Methoden um nichts besser als jene der Terroristen... kein Wunder, dass die Genfer Konvention von den USA nicht ratifiziert wurde... Kriegsverbrechen am laufenden Band...

Mathias
 
01
kaltblütig ermordet

Wären das deutsche Soldaten gewesen, hätte wohl niemand so versucht, diese scheussliche Tat zu verharmlosen. Da würde man Kommentare lesen, welche Bezug auf die Vergangenheit nehmen würden.

Das kann ich auch. In Vietnam war die US Army auch kein "heiliges Instrument" der US Außenpolitik!

Fritz094
 
02
Jetzt sagen sie schon offen, dass es ihnen wurscht ist

Aber ist das jetzt ein Fortschritt oder ein Rückschritt?

Thomas Krainz
 
01
Wenn man nix verheimlicht, macht's eh nix, wenn man Unschuldige umbringt.

Das heißt, man hätte ja auch wikileak bombardieren können. Oder abstreiten, dass das Reuter - Mitarbeiter waren. Da sieht man den hohen Standard humaner Gesinnung. Über die gwöhnlichen Iraker, die da umkamen, ist sowieso jeder Kommentar überflüssig. Dass man die ....... darf steht außer jeder Diskussion.

gladio
05
"keine Konsequenzen"

Etwas anderes war von unserem Friedensnobelpreisträger ja auch nicht zu erwarten...

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