Ein Leben ohne Microsoft Office?

Olivera Stajić, 7. April 2010, 16:14
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    foto: epa/keith bedford/handout

Unternehmen können sich dank kostenloser oder preiswerter Alternative die Lizenzkosten für Microsofts Officepakete sparen

Unter privaten Anwendern ist es schon längst bekannt: Es gibt auch ein Leben abseits von Microsoft Office. Kostengünstigere oder kostenlose Officepakete, die die üblichen Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und Datenbankprogramme beinhalten, können eine lohnenswerte Alternative sein. Viele kleine- und mittelständische Unternehmen kommen in der Regel auch mit einem wesentlich schlankeren Paket als jenem des Platzhirschen Microsoft aus. Ein Angebot- und Preisvergleich lohnt sich.

OpenOffice

Die bekannteste und erfolgreichste Alternative ist OpenOffice. OpenOffice.org gehört damit zu den bedeutendsten Anwendungen im Bereich der freien Software ist für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Apple Mac OS X, Linux, Solaris und für diverse Unix-Varianten verfügbar. Das Angebot ist den Aufgaben in KMU-Büros problemlos gewachsen: Anstelle der Textverarbeitung Word gibt es das Programm Writer, die Tabellenkalkulation wird unter dem Namen Calc angeboten, hinter Impress steckt ein Präsentationsprogramm, das sich durchaus mit Powerpoint messen kann. Weiters beinhaltet das Paket die Programme Draw (Grafikprogramm), Math (Formel-Editor) und Base (Datenbankprogramm, ab Version 2.0).

StarOffice, der kommerzielle Ableger der Software OpenOffice.org, ist momentan in der Version 9 verfügbar. Das Paket wird als „vollständige Alternative zu Microsoft Office" positioniert und beinhaltet zusätzlich zu den OpenOffice Modulen unter anderem noch zusätzlich Korrekturhilfen, ClipArts und Fonts.

Flexible und kompatibel

Kompatibilität ist für die freie Software auch längst kein Problem mehr: OpenOffice unterstützt neben den proprietären Microsoft-Formaten doc, xls etc. das standardisierte, offene und ISO-Zertifizierte OpenDocument Format. Zudem sind offene Standards für die steuerliche Dokumentationspflicht im Unternehmen von erheblicher Bedeutung. Natürlich können auch alle Dateien in den gängigen Microsoft-Formaten abgespeichert und gelesen werden. Auch Dateien, die mit Corel WordPerfect oder Lotus Notes erstellt wurden, lassen sich mit den OpenOffice-Programmen verarbeiten. Wegen seiner Flexibilität haben in den letzten Jahren auch immer mehr Regierungsbehörden auf OpenOffice umgestellt. Eines der prominentesten europäischen Beispiele ist die französische Gendarmerie

Mit "OpenOffice.org Portable", auch "Portable OpenOffice.org" genannt stehen seit der Version 2.0.4 ausgewählte Pakete zur Verfügung, die auch von einem USB-Stick lauffähig sind. Es gibt mittlerweile auch eine U3-Version, die von einem USB-Stick ausführbar ist und abgespeicherte Daten verschlüsselt sowie mit einem Passwort schützt.

Google vs. Microsoft

Auch der Suchmaschinen-Riese hat schon längst ein Angebot auf dem Markt. Googles Online-Office-Suite "Text & Tabellen", auch bekannt als Google Docs, ist unter Privatanwendern längst eine akzeptierte und verbreitete Alternative zum Microsoft Office-Paket. In der Businesswelt konnte das webbasierte Angebot nie richtig Fuß fassen. Das Google-Angebot sein kein sicherer Ort für Unternehmen um firmenrelevante Informationen zu speichern bemängeln die Kritiker.
Doch im März dieses Jahres lancierte Google mit dem Bürosoftware-Angebot "Google Apps" ein ernsthaftes, teilweise kostenpflichtiges Office-Konkurrenzangebot. Eine abgespeckte Büro-Software-Sammlung kann auch kostenlos genutzt werden. Microsoft reagierte prompt auf die Konkurrenz durch Googles Lösungen: Mitte Mai wird der Marktführer die neue Version seines Büropakets Office auf den Markt bringen - Office 2010 wird erstmals auch Online-Versionen der populären BüroprogrammeWord, Excel und PowerPoint beinhalten.

IBM Lotus Symphony

Zeitgleich mit Microsoft Office 2010 wird auch IBM sein kostenloses Anwendungspaket Lotus Symphony in einer überarbeiteten Form ins Rennen schicken. IBM Lotus Symphony ist schon längst eine Open-Source Alternative zu den kostenpflichtigen Office-Paketen der Konkurrenz aus Redmond. Mit der IBM Lotus Symphony Suite problemlos Dokumente, die mit Microsoft Office oder OpenOffice erstellt wurden, geöffnet und bearbeitet. Zu den wichtigsten Neuerungen in der kommenden Version 3.0 gehören die Unterstützung für das Open Document Format (ODF) 1.2, erweiterte Diagrammfunktion, das Drucken von Umschlägen, Kollaboration mittels Kommentarfunktion in Dokumenten und Multi-Bildschirmunterstützung für Präsentationen. Die wichtigste Innovation in Lotus Symphony 3.0 ist die Umstellung auf die Codebasis von OpenOffice 3.x.

SoftMaker

Durch Kompatibilität und klare Preisgestaltung zeichnet sich auch die Office Suite aus dem Nürnberger Software-Haus SoftMaker. Die Version 2010 des Office-Pakets darf auf drei Rechnern, auch im geschäftlichen Bereich, installiert werden und kostet knappe 70 Euro. Das Paket besteht aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm uns soll, laut Hersteller kompatibel zu Microsofts aktueller Bürosuite sein.

Bevor sich Unternehmen für den Umstieg oder den Einsatz eines alternativen Office-Paketes entscheiden, raten die Experte zu einer eingehenden Analyse der benötigten Funktionen. Dabei sollten eventuelle Migrations- und Schulungskosten bedacht werden. Es sollte vor der vollständigen Migration auch ein Nebeneinander zwischen Microsoft Office und eines alternativen Angebotes in Betracht gezogen werden.

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Hugo Stiglitz
00
14.4.2010, 17:12
Tipps für Adressverwaltung?

Danke!

works24
 
85

Microsof Office 2007 ist in sachen bedienerfreundlichkeit für Benutzer (die nicht jeden Tag damit arbeiten) immer noch unschlagbar!

M. P.1
26

Also, ich halte ständig wechselnde Bedienelemente (Stichwort: Ribbons) nicht für benutzerfreundlich (auch nicht, wenn OOo diese mehr oder weniger kopieren wird, was ich Sch.... finde).

werwolfi
45

das kann nur jemand sagen, der keine der alternativen kennt...

works24
 
43

Ich kenne OO und kann nur sagen die Bedienung ist wesentlich komplizierter...

Oder kennen Sie ein Office Paket das ähnlich geniale Bedienelemente beinhaltet?

werwolfi
12

aber geh - rein subjektives empfinden, meist aus der tatsache heraus, sich nicht umstellen zu wollen.

ich komme mit OOffice weitaus besser zurecht, und zwar weil ich dort inzwischen besser weiß, wo was ist. außerdem brauche ich das pdf-export-feature schon seit jahren häufig, weiß gar nicht ob das in MS-office inzwischen schon geht...

Charlie Brown
00
12.4.2010, 12:10

"außerdem brauche ich das pdf-export-feature schon seit jahren häufig, weiß gar nicht ob das in MS-office inzwischen schon geht"

Das geht seit Jahren native (Office 2007).

werwolfi
01
12.4.2010, 14:20

na immerhin etwas.

als ich auf OOffice umgestiegen bin, war davon in MS-Office noch keine rede.... und dass es jetzt geht, ist kein grund für mich, für viel geld zurückzusteigen.


das ist überhaupt einer der zentralen punkte in diesen diskussionen:

die pro-MS-klappe dürften eigentlich nur diejenigen aufreißen, die ihhre lizenzen alle brav erworben haben - das ist allerdings gerade bei hardcorefanboys sehr oft nicht der fall.

(das ist eine allgemeine feststellung und hat nichts mit dir zu tun, charlie :o)

_valina
13
...Bedienung ist wesentlich komplizierter...

unterschiede ähnlich dem lichtschalter oder der schaltung zwischen opel und vw!

alles ander ist nur die scheuklappe etwas anderes zu benutzen - und über spezialanwendungen redet hier kein mensch!

works24
 
11

Die Unterschiede zwischen OO und Microsoft O 2007 sind beträchtlich und eines kann man nicht abstreiten: In diesem neuen Menü ist es VIEL leichter bestimte Dinge zu finden!

werwolfi
00

entschuldige, das stricherl hätte grün sein sollen :o)

Henry Flower
11
iWork

hat ein heutzutage recht eigenwillig wirkendes UI (aber da steigen erinnerungen aus der zeit von macdraw usw. auf), dies ist aber, wenn man sich einarbeitet, ziemlich schlüssig und vom umfang der features her entsprechen zB pages oder keynote sicher besser dem, was die meisten leute im büro tun, als ms office.

es ist apple viel besser gelungen, beim einigermassen wesentlichen zu bleiben.

poem
 
00
Nicht gut recherchiert...

Von Microsoft gibt es Office Web Apps über Windows Live Skydrive frei verfügbar - das fehlt mir in dem Artikel komplett. Mit Office Web Apps kann man for free online seine Office Dokumente (Excel, Word, PowerPoint) bearbeiten! Guter Artikel dazu: http://www.labnol.org/internet/... ps/11403/. Link zu skydrive: http://windowslive.com/online/skydrive

Peter W1
 
63

Vollkommen unmöglich. Nur Kleinunternehmen ohne jegliche Teamarbeit oder Außenkorrespondenz kann sich ein Fehlen von Microsoft Office leisten. Der Rest weiss das die Filter von OpenOffice vollkommen nutzlos sind und es keine brauchbaren Teamfeatures gibt. Nerdspielzeug halt.

adelheid5
10
wohl msoffice mit sharepoint verwecheselt?!?

Mathias
 
01
Außenkorrespondenz

Sie verschicken nach Außen änderbare Dokumente?? Gehts noch? Sowas gibt es bei uns NUR als PDF!

Intern sehr wohl zu verändern, aber extern NUR PDF. Sie haben keine gute Rechtsabteilung ;-)

RS69
 
10

Sie haben keinen Kundenkontakt?

Üblicherweise gibt's in der Kundenkommunikation mehr als Verträge und Rechnungen.

Wenn's mir die Ergebnisse eines Auftrages NUR als PDf senden - macht das nächste mal wer Anderer das Projekt, der mir die Ergebnisse in besser verwertbarer Form liefert.

Charlie Brown
00

Jetzt würd' mich natürlich schon interessieren, was für Aufträge ein Ergebnis in Word benötigen :)

RS69
 
00
21.12.2010, 17:24

So gut wie Alles - wenn der Kunde die Ergebisse weiter verwenden will, in seine Dokumente und PRäsentationen hinein kopiert.

der Pinguin
 
01
10.4.2010, 18:05
die schreiben wars.

für ihre kunden VBA Macros *g* da wärs natürlich blöd das produkt via pdf zu versenden *haha*

Kohuma
 
11

da muss ich ihnen einfach nur zustimmen...

gegen die roten sticherln!^^

Horizont
17
Kann ich jetzt nicht nachvollziehen

Der Import von Dokumenten aus Word oder Excel nach OpenOffice klappt eigentlich recht gut. Word-Dokumente verschicken wir gar nicht mehr. Da braucht auf dem Zielrechner nur eine andere Word-Version zu sein oder eine nicht installierte Schriftart und aus wars mit dem schönen Layout. Bei uns gehen Dokumente an Kunden seitdem nurmehr als PDF raus und die kann ich direkt aus OpenOffice heraus erzeugen. Tolle Sache.

Charlie Brown
00

"Der Import von Dokumenten aus Word oder Excel nach OpenOffice klappt eigentlich recht gut."

Ich glaub' das hat bei mir noch bei keinem etwas komplexeren Dokument (es reichen schon Grafiken) so funktioniert, dass ich nicht nachbessern hätte müssen. oO

johnnycash
 
02

Seit ich ganz auf Linux umgestiegen bin, verwende ich auch OpenOffice. Calc ist ziemlich mies, vor Allem was DIagramme angeht. Z.B. keine Regression durch Polynomfunktionen höherer Ordnung, keine Bezier-Kurven, ein xy-Plot von zwei Spalten, die nicht direkt nebeneinander liegen, ist nur umständlich möglich etc.pp. Das, was bei Excel furchtbar nervt (z.B. das extrem häßliche Standard-Layout von Diagrammen... oder Clippy!!!) habens dafür 1:1 kopiert.

Gnumeric kann ein paar Sachen, die Calc nicht kann, dafür hats wieder andere Nachteile.

Schade, dass es Origin nicht für Linux gibt, das ist echt gut.

Deathflyer
02

Es gibt QTiPlot, is sehr stark an Origin angelehnt, aber für deine Zwecke würd ich gnuplot empfehlen, nach kurzer Eingewöhnungszeit kann man damit wesentlich professioneller arbeiten...

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