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Fischmarkt in Mogadischu, 6. April 2010
Die somalische Al-Shahab-Miliz hat mit 3. April den Verkauf von Fleisch für illegal erklärt. Die Islamisten behaupten, dass Fleischkonsum Krankheiten auslöse. Die Maßnahme hat zu einem rasanten Anstieg der Fischpreise geführt: Auf dem Markt in Mogadischu kostete ein Kilo am Dienstag 200.000 somalische Schilling (6 Euro), drei Tage zuvor war die gleiche Menge noch um ein Viertel des Preises zu haben.
Nicht ganz unschuldig an dem Preisanstieg sind auch die Piraten, die vor der Küste Somalias ihr Unwesen treiben: Immer weniger Fischer wagen sich auf hohe See, weil die Seeräuber auch Einheimische überfallen, und mit ihren durch Lösegelder prall gefüllten Geldbeuteln sind sie in der Lage, auch überhöhte Preise für Guter des täglichen Bedarfs zu bezahlen. (bed/derStandard.at, 7.4.2010)
Link
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Das stimmt doch nicht!
Die edlen somalischen Piraten überfallen prinzipiell nur Schiffe aus westlich-imperialistischen Ländern, die nachweislich an der gezielten Überfischung der somalischen Gewässer schuld sind.
90% ihrer Einkünfte aus Lösegeldern spenden sie daher auch regelmäßig an einen Fonds für hilfsbedürftige arbeitslose Fischerfamilien...
in einem anderen artikel - der sich auf UN-quellen stützte - hieß es, die piraterie würde lediglich die ausländischen trawler vertreiben und die einheimischen fischer stärken, die bestände sich erholen lassen und sogar die preise fallen!
Ich sehe, Sie kennen den Link ja schon.
Dass sich die Fischbestände erholen, stimmt ja auch. Nur ist das Nebenprodukt der Piraterie, nicht ihr Zweck, ihr Zweck ist, ohne Arbeit Millionär zu werden und in Saus und Braus zu leben.
Was erscheint Ihnen realistischer - sensible, ökologisch denkende Robin Hood-Piraten oder geldgierige, rücksichtslose Gangster-Piraten, für die ein Fischer wenig mehr zählt als ein Fisch?
Wenn Sie nur ein bisschen Lebenserfahrung und/oder historisches Wissen haben, sollte Ihnen die Antwort nicht schwerfallen.
wenn SIE auch nur ein wenig historisches wissen und verstand haben, dann verstehen sie, dass die piraterie aus der not der fischer entstand und als immer schneller wachsenendes nebenprodukt leute das ganze kommerziell betreiben.
doch zum glück beschätigen sich noch eine mit ihrem rechtmäßigem ursprung: der sicherung der fischgründe mangels staatlicher küstenwache.
"Immer weniger Fischer wagen sich auf hohe See, weil die Seeräuber auch Einheimische überfallen, und mit ihren durch Lösegelder prall gefüllten Geldbeuteln sind sie in der Lage, auch überhöhte Preise für Guter des täglichen Bedarfs zu bezahlen." Das wird vielen PiratenromantikerInnen hier aber überhaupt nicht in den Kram passen.
Es ist davon abzuraten ständig Fisch zu essen. Schwangere sollten sogar ganz auf Fisch verzichten.
http://www.wer-kennt-wen.de/club/Fisc... /nhmicbqq/
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