Krebs

Obst und Gemüse schütz­en kaum gegen Krebs

7. April 2010, 11:26
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    foto: derstandard.at/schersch

    Die  WHO empfiehlt, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich zu essen.

Nur ein geringer Prozentsatz der Krebs-Erkrankungen kann verhindert werden - Obst und Gemüse seien dennoch der Schlüssel zu Gesundheit

New York - Der Verzehr von größeren Mengen Obst und Gemüse hat nur eine mäßige Wirkung, wenn es um den Schutz gegen Krebs geht. Zu diesem eher überraschenden Ergebnis sind jetzt Wissenschaftler der Mount Sinai School of Medicine gekommen, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und der Krankheit untersucht haben. Für die Untersuchungen wurden die Daten von 500.000 Europäern ausgewertet.

Die Ergebnisse sind ein weiterer Hinweis darauf, dass die großen Hoffnungen, die in diese Initiative gesetzt wurden, eher nicht erfüllt werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass nur rund 2,5 Prozent der Krebserkrankungen durch den regelmäßigen Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse täglich verhindert werden können. Experten wie Walter Willet von der Harvard University betonen dennoch, dass Obst und Gemüse der Schlüssel zur Gesundheit sind.

Fünf Mal täglich

1990 empfahl die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass jeder Mensch mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich essen sollte, um Krebs und andere chronische Erkrankungen zu verhindern. Diese Empfehlung bildete seither einen zentralen Grundsatz zahlreicher Gesundheitskampagnen in den Industrieländern. In Großbritannien wird er seit 2003 beworben, in den Vereinigten Staaten seit fast zwei Jahrzehnten.

Schwacher Zusammenhang

Es ist der Wissenschaft jedoch kein Nachweis gelungen, dass fast 50 Prozent aller Krebserkrankungen auf diese Weise verhindert werden können. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von Personen aus zehn Ländern analysiert, die an der hoch angesehenen European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition teilgenommen hatten. Jetzt wurde nachgewiesen, dass der Zusammenhang zwischen Obst- und Gemüse-Essen sowie einem verringerten Krebsrisiko eher schwach ist.

Die Wissenschaftler berücksichtigten Faktoren wie Rauchen und Sport, als sie ihre Schlüsse zogen. Sie können jedoch nicht ausschließen, dass auch die geringfügige Senkung des Krebsrisikos nicht darauf zurückzuführen ist, dass Menschen, die mehr Obst und Gemüse essen, auch sonst gesünder leben. Im besten Fall können zwei zusätzliche Portionen Obst und Gemüse 2,6 Prozent der Krebserkrankungen bei Männern und 2,3 Prozent bei Frauen verhindern.

Obst und Gemüse dennoch gesund

Gemüse schien laut BBC mehr Vorteile zu bringen als Obst. Starke Trinker schienen von einer zusätzlichen Aufnahme von beidem am meisten zu profitieren, wenn es um den Schutz vor Krebsarten ging, die durch Alkohol und Rauchen mitverursacht werden.

Willet schreibt in einem begleitenden Leitartikel, dass spezifische Substanzen, die in bestimmten Obst- und Gemüsearten enthalten sind, trotzdem eine wichtige und schützende Wirkung haben können. Das in Tomaten enthaltene Lycopin zum Beispiel kann das Prostatakrebs-Risiko verringern. Chemikalien, die in Broccoli zu finden sind, sollen ein Gen stimulieren, das gegen Darmkrebs schützt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Obst und Gemüse einen Schutz gegen kardiovaskuläre Erkrankungen bieten können, eine der Haupttodesursachen der westlichen Welt. Wirklich exakte Beweise dafür gibt es jedoch bisher nicht. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 56
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motel
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10.4.2010, 17:06

boese menschen behaupten ja, dass es nicht nur das gemuese und obst ist, sondern der verzicht auf alles tierisches eiweiss (ja auch milch und kaese (drum sind die ja so boese feinde der republik, quasi))

wer natuerlich kein tierisches eiweiss ist, ist automatisch mehr andere sachen. aber es ergibt sich dann ein verwirrendes bild.

man hat 2 gruppen: beide essen ihre 5 portionen obst und gemuese aber eine gruppe ist ausserdem viel tierisches eiweiss.
die einen sind gesund.
die anderen nicht.

bitte ned mit mir diskutieren. bin kein ernaehrungswissenschaftler, hab mir das nicht selber ausgedacht und jeder soll essen was er will.
ist mehr oder weniger aus dem buch
http://de.wikipedia.org/wiki/The_... hina_Study
(auf english steht mehr drueber)

malibu beach
01
Vitamine und Naschen

Ich ess einfach fünf Nimm 2 am Tag.

Evelyne R.
00
Na kein Wunder

bei all dem Gift in Obst und Gemüse kann man froh sein überhaupt zu überleben!

Karl Kuketz
00
na, was glaubst

was im Fleisch und Getreide alles drinn ist?

MiNeum71
 
21


Einem seriösen Wissenschaftler wären sofort zumindest die Sekundäreffekte aufgefallen:

Mehr Obst/Gemüse > mehr Wohlbefinden > mehr Sport > weniger Nikotin/Alkohol > weniger Krebs.

i bins
01

..und noch etwas: wenn man mehr Obst/Gemüse isst verzehrt man vermutlich in der Regel im Gegenzug andere weniger gesunde Dinge

Liebe_voll
00
Obst macht froh

wenn es schon nicht hilft, dann ist es zumindest animierend: www.lustvolle-liebe.de/2009/05/0... uechtchen/

Wazn
11
128 von 156 Studien zeigen signifikant die schützende

Funktion von Obst und Gemüse bzgl Krebs.

Obst schützt vor Mundhöhlen, Speiseröhren - und Kehlkopfkrebs (in 28 von 29 Studien signifikant),

bei Magen - u. Bauschspeicheldrüsenkrebs in 26 von 30 Studien stark signifikant

bei Blasen - u. Dickdarmkrebs in 23 von 38 Studien

Gebärmutterhals- u. Eierstockkrebs in 11 von 13 Studien,

bei Brustkrebs in einer Metastudie.

http://tinyurl.com/yljxr3g

Totaler Durchblicksstrudel
00

Dann müssen Obst und Gemüse aber auch eine Menge andere Krebserkrankungen auslösen, um auf obiges Ergebnis kommen zu können! ;)

natoll
00

egal. aber man fühlt sich fitter. lebensqualität ist nunmal auch etwas sehr schönes.

Wazn
01
30% weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Obst u Gemüse:

steht auch in der Studie:

"incidence of coronary heart disease or stroke was 30% lower for those consuming five or more servings per day compared with those eating less than 1.5 servings per day"

planck
00
Studien dieser Art weisen immer große Schwachpunkte auf: viele Umstände bleiben unbekannt

wie immer liegt der Teufel im Detail.

Ungeklärt bleibt zB

- wie genau sah die gesamte Ernährungssituation wirklich aus - die Angaben kamen von den Personen selbst, was ein großer Unsicherheitsfaktor ist

- wie haben sich diese Personen in der Kindheit ernährt

- wieviel Sonnenlicht/Vitamin D bekamen die Personen ab

Karl Kuketz
21
es ist so: STATT Bratwürstel, Torten, Xelchtem,

Schweinsbraten, Frittiertem Obst und Gemüse -> würde zumindest Darmkrebs drastisch reduzieren

FructDext
12
Bravo Standard

und was kommt als nächstes?

Licht schützt vor Dunkelheit?

Phillip Decker
00
Differenzierte Betrachtung...

Obst und Gemüse ist in diesem Zusammenhang sicher zu verallgemeinert. Es gibt zig Obstsorten und zig Gemüsesorten. Es gibt aber Studien, die zeigen, dass gewisse Inhaltsstoffe mancher Obstsorten den Stoffwechsel von Krebszellen stark stören und so ihre Teilung zumindest verlangsamen bzw sogar zum Absterben der Krebszellen führen können. Auch gewisse Rotweinsorten -auch nicht alle- sollen denselben Effekt haben.

Dagmar Rehak
 
13

Gegen Krebs hilft nur ausreichend Schlaf und Sex.

Dopplereffekt
00

Das haben Sie im Selbstversuch ausreichend getestet?

Kahuna
00
Angsthasen und Ewiglebendwollende

werden krank - mit und ohne Gemuese.

TheManTheyCouldn'tHang
011

Verstehe ich nicht...5 x täglich und trotzdem krank:
1 x Tomatenketchup
1 x Pfirsichkompott aus der Dose
1 x Gemüsesuppe ausn Packerl
1 x Apfeljoghurt
1 x Fruchtzwerg
Da ist doch alles drinnen.

Susanne_B
05

Weil Sie die Milchschnitte vergessen!

Matthias Schindler
01

Eigentlich genügt der Fruchtzwerg, da ist wirklich ALLES drinnen!

Johannsdottir
00

zumindest ein kleines steak - aber das ist ja wieder weder obst noch gemüse....

Herman M
03

wenn man sich das geschmacksneutrale obst, dass bei spar und co so verkauft wird ansieht, wundert mich das nicht.

KTHXBYE
00
"dass jeder Mensch mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich essen sollte, um Krebs und andere chronische Erkrankungen zu verhindern"

Das Hühneropfer und das rituelle Nasenbohren haben sie vergessen. Drum funktioniert das nicht.

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