Selbsttest

"Studienchecker": Was will ich eigentlich?

07. April 2010 09:41

Mit dem Pilotprojekt Studienchecker des Unterrichts- und Wissenschaftsministeriums sollen Schüler im vorletzten Schuljahr unterstützt werden

Wien - Die Qual der Wahl an Zukunftsentscheidungen wird Maturanten nur selten abgenommen. Und oft bleibt die Frage "Was will ich eigentlich?" in der Luft hängen. Mit dem Pilotprojekt Studienchecker des Unterrichts- und Wissenschaftsministeriums sollen Schüler im vorletzten Schuljahr unterstützt werden. Volkswirtschaftliches Ziel ist, die Zahl der Studienabbrecher zu verringern.

An unserer Pilotschule konnte ich den Studienchecker bereits testen. Anfangs sollte mit dem intensiven Selbsttest "Explorix" die "Inter- essendimension" erarbeitet werden. Die Kategorien Realistic, Investigate, Artistic, Social, Enterprising und Conventional stehen für verschiedene Typen wie beispielsweise den künstlerisch-kreativen oder untersuchend-forschenden.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Tests wird man hier nicht in eine Schublade gesteckt und auf einen Typ beschränkt. Es wird dem Individuum eine Mischung aus Interessen in verschieden starken Ausprägungen zugestanden.

Das Ergebnis ist ein persönlicher Code, in meinem Fall AES: Artistic, Enterprising, Social. Ich bevorzuge künstlerische Aktivitäten, der Enterprising-Aspekt steht für Führungs- und Überzeugungskraft, Social für die Freude am Umgang mit Menschen. Dann erfolgen teils unsinnige, teils hilfreiche Berufsvorschläge, womit man aber interessante Studiengänge finden kann. Mitnehmen können Schüler die Kenntnis über die eigenen Potenziale und Tipps für die weitere Informationsbeschaffung.

Wichtig ist, dass das Einzelcoaching während des ganzen Schuljahres nicht zu kurz kommt. Denn dadurch wird das Angebot erst wirklich sinnvoll. (orso, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.4.2010)

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