Auslastung des "teuersten Festivals der Welt" mehr als 91 Prozent
Salzburg - Was sich schon durch die Vorverkaufszahlen angekündigt hatte, bestätigte sich jetzt auch in der Abrechnung: Die Salzburger Osterfestspiele waren heuer trotz weltweiter Wirtschaftskrise und lokalem Kriminalfall hervorragend besucht. Fast 86 Prozent der Karten für die acht Hauptveranstaltungen im Großen Festspielhaus wurden an Zuschauer aus 30 Ländern verkauft, zusammen mit dem Fünf-Prozent-Kontingent für Frei- und Pressekarten betrug die Auslastung des "teuersten Festivals der Welt" demnach mehr als 91 Prozent.
Spitzenreiter waren die beiden Chorkonzerte. Mit einer Auslastung von nahezu 100 Prozent blieb in den beiden Aufführungen von Bachs "Matthäus-Passion" unter Sir Simon Rattle sowie Verdis "Messa da Requiem" mit Mariss Jansons am Pult der Berliner Philharmoniker fast kein Platz im Großen Festspielhaus frei. Die beiden Opernvorstellungen - gegeben wurde "Die Götterdämmerung" von Richard Wagner - waren zu durchschnittlich 87 Prozent ausverkauft. Diese vergleichsweise niedrigere Auslastung erkläre sich mit der Tatsache, dass diese Produktion im Sommer 2009 bereits mehrmals in Aix-en-Provence aufgeführt worden ist, wie die Osterfestspiele in einer Aussendung erklärten. Mit der Exklusiv-Produktion von "Salome" von Richard Strauss (Inszenierung: Stefan Herheim) im kommenden Jahr erwartet sich die neue Geschäftsführung für 2011 einen deutlichen Anstieg der Auslastung auch in der Oper.
Der Erlös des Kartenverkaufes konnte von 3 Mio. Euro auf 3,12 Mio. Euro gesteigert werden, das ist ein Plus von vier Prozent. Das Gesamtbudget des Festivals, bei dem das teuerste Abo (eine Oper plus drei Konzerte) 1.230 Euro kostet, beträgt rund acht Mio. Euro. Die Auslastungs-Zahlen der Kammermusik-Reihe "Kontrapunkte" im Großen Saal des Mozarteums liegen noch nicht vor. (APA)