Spektakulärer letzter Nachtstart einer US-Raumfähre

6. April 2010, 12:51
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foto: ap/nasa/tony gray and tom farrar

Washington - Mit einem ordentlichen Himmelsspektakel am frühen Montagmorgen startete die US-Raumfähre "Discovery" mit sieben AstronautInnen und wichtigen Versorgungsgütern an Bord in Richtung Internationaler Raumstation ISS. Wenn das Shuttle am Mittwoch an die ISS andockt, werden sich vier Frauen in der Station aufhalten - so viele wie nie zuvor. Drei befinden sich an Bord der Discovery, eine ist bereits in der ISS.

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Jim Kirk
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"Die "Discovery" war sieben Minuten mit bloßem Auge auf ihrem Weg zu den Sternen zu verfolgen"

Na bitte muss der blödsinn sein? Ist die ISS schon ein Stern?

Truhe
 
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Der Captain wechselte für diesen Kommentar auf die U.S.S. Peacounter, wo er sofort das Kommando übernahm...

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*aufdemSchlauchsteh*

Kann mir das bitte jemand erklären? Bild 2 sieht ja so aus als wäre die Raumfähre abgestürzt. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass der Startplatz zur Startzeit keine direkte Sichtlinie zum Zielpunkt hatte. Aber warum wurde dann die Startzeit nicht günstiger ausgewählt? Bzw. wenn das aus irgendeinem Grund unmöglich gewesen sein sollte, dann wäre es doch noch immer 1000 mal ökonomischer den direktesten Weg in die Schwerelosigkeit zu wählen und erst dann die Richtung zu korrigieren.

Lieben Dank.

J-Besta
 
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Danke für die Fragestellung und der daraus resultierenden Diskussion. Ich habe das alles mit großem Interesse mitgelesen!

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Ich habe meine Unkenntnis gern zu Diensten der Allgemeinheit gestellt, LOL
(In der Schule war ich auch der einzig Blöde, der sich fragen hat traun :)

Bono Nobo
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Das ehrt Sie!

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Och danke.
Ehrbar und unwissend.
(Aber mit so blitzg'scheiden Standard-usern hier nicht mehr lang ;-)

Club-der-dichten-Toten
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Erstens sieht das nur so aus, als ob das Ding wieder auf die Erde zurückkäme, vielmehr fliegt das Shuttle weiter Richtung Orbit und nimmt dazu eine keinesfalls senkrechte Linie von der Erde ein.
Es muss ja bis zum Andocken an die ISS auch dieselbe Geschwindigkeit erreichen, das geht kaum, wenn man "senkrecht in den Himmel" fliegt. Soweit ich weiß umrundet das Shuttle die Erde einige Male (die Experten werden das hier besser wissen) bevor die Geschwindigkeit erreicht ist und das Andockmanöver beginnen kann.

Würde das Shuttle einfach "senkrecht hinaufgeschossen", käme die ISS mit rund 25.000-30.000 km/h "dahergeschossen", dass dann kein Andockmanöver stattfinden soll, sollte klar sein.

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zuerst lieben Dank für die Erklärung.

Zum Inhalt: Ich hab schon 3x geschrieben dass ich nicht wusste, dass die ISS das Ziel ist. (Im Artikel stand "Die Discovery war ... mit bloßem Auge auf ihrem Weg zu den Sternen zu verfolgen"). Gehen Sie davon aus, dass das Ziel in einer Entfernung ist, in der die Erdanziehungskraft keine große Rolle mehr spielt. Wie lautet dann ihre Antwort?

Martin Rosenkranz, airpower.at
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Gehen Sie davon aus, dass das Ziel in einer Entfernung ist, in der die Erdanziehungskraft keine große Rolle mehr spielt. Wie lautet dann ihre Antwort?

Welche Entfernung schwebt ihnen da vor ?

L1 & L2 sind etwa jeweils 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. (http://upload.wikimedia.org/wikipedia... oints.jpg)

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PS: broken link

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Lieben Dank für die Antwort, aber das lohnt sich nicht mehr auf meine alten Postings in dieser Diskussion zu antworten, denn viele beruhten auf Falsch- oder Unwissen und im Zuge des langen Gesprächs mit dem freundlichen Herrn Robert Jaritsch hat sich dann alles geklärt.

Das einzige, was in unserer Diskussion noch offengeblieben ist, ist das Pistolenbeispiel. Wenn Sie od. jemand anderer sich dazu noch einbringen kann und möchte, wäre ich natürlich sehr interessiert.

Club-der-dichten-Toten
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Ich hab schon 3x geschrieben dass ich nicht wusste, dass die ISS das Ziel ist.

Ok, das erklärt einiges.
Doch selbst wenn man eben weit entfernte Punkte ansteuern will, ist es nicht sinnvoll, das auf direktem Weg zu machen, da man auf jeden Fall in eine Umlaufbahn muss.

Lesen Sie den geposteten Link einfach bis zum Ende durch. Wenn Sie eine Rakete zum Mond schicken wollen, müssen Sie die ein paar Mal um die Erde rotieren lassen, wo sie immer weiter Geschwindigkeit aufbaut, damit die Ellipse (und damit die Entfernung zur Erde) immer größer wird (sehr vereinfacht ausgedrückt). http://www.bernd-leitenberger.de/img/smart... -bahn1.gif

Wenn Sie auf einer Umlaufbahn einen Satelliten stationieren wollen, braucht der ebenfalls eine hohe Geschwindigkeit. Die bekommen Sie nur, wenn Sie ihm die schon mitgeben...

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"selbst wenn man eben weit entfernte Punkte ansteuern will, ist es nicht sinnvoll, das auf direktem Weg zu machen, da man auf jeden Fall in eine Umlaufbahn muss."

... aber nicht in eine Umlaufbahn um die Erde. Und mein Posting betraf nicht den Eintritt in eine Umlaufbahn (egal wo) - also lassen wir das bitte weg - sondern lediglich den Vorgang sich von der Erde zu entfernen und wie dieser Teil am leichtesten zu bewerkstelligen ist.

Robert Jaritsch
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... aber nicht in eine Umlaufbahn um die Erde.

Aber natürlich. Wie wollen Sie denn sonst wegkommen?

Schon für einen Flug zum Mond brauchen Sie eine Erdumlaufbahn. Um mit deren Hilfe und der Vergrößerung der Geschwindigkeit die Entfernung zur Erde zu vergrößern.

Nochmals *eindringlich* die Bitte, lesen Sie sich doch die Seite durch, die Ihnen schon empfohlen wurde.
Das steht dort alles drin.

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Bezügl. des Links, darauf hab ich schon geantwortet. Haben Sie das nicht gelesen ?

Wegen dem Rest: Das war mir nicht bewusst. Wollen Sie damit sagen, dass man ein paar mal um die Erde kreist, egal wohin man nacher fliegt (selbst wenn es - for argument's sake - eine 1000 mal längere Strecke wäre als nur bis zum Mond?)

Bono Nobo
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Ja, selbst wenn man einen Stern ansteuern sollte. Es gilt als Abschiedsgruß der Astronauten ein paar Mal die Erde zu umkreisen bevor sie sich wirklich auf den Weg zu neuen Welten begeben.

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Ich gebe zu, ich hab gelacht über Ihren Kommentar. Ist die bejahende Antwort ungeachtet des Schmähs trotzdem richtig ?

Martin Rosenkranz, airpower.at
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Bild 2 sieht ja so aus als wäre die Raumfähre abgestürzt

????

Die befindet sich an diesem Punkt in den obersten Schichten der Erdatmosphäre und verschwindet hinter dem Hortinzont weil die Erde bekanntlich keine Scheibe ist.

Und lösen Sie sic hendlich von dem Gedanken, dass ab einer gewissen Höhe Schwerelosigkeit herscht. Würde ISS nicht mit 27.000km/h um den Planeten Erde rasen würde sie runterplumpsen wie ein Stein.

Und die 27.. muss das Shuttle erst mal bringen - nicht nur die 250km-300km Höhe.

"ökonomischer den direktesten Weg in die Schwerelosigkeit zu wählen und erst dann die Richtung zu korrigieren"

Nochmal sie wollen senkrecht aufsteigen - dann wieder bis Stillstand abbremsen - die Fuhre 90° drehen und dann auf 27.000km/h beschleunigen? Was soll an so einer Bewegung bitte Ökonomisch sein?
Glaubens bei der NASA arbeiten Trotteln? Das Ding so wie es dort auf der Rampe steht repräsentiert zigzehntausend Unisemester, zigtausende Doktortitel in Naturwissenschaft und Technik und ebensoviele Ingenieurdiplome und wer weiß wieviel tausende Mannjahre an Erfahrung in Weltraumfahrt.

stj911.org physics911.net
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"ökonomischer den direktesten Weg ... zu wählen und erst dann die Richtung zu korrigieren"

der von Mister Moster im Nachhinein gepostete Link gibt mir in diesem Punkt übrigens recht:

"Die Lufthülle der Erde übt einen großen Widerstand während der ersten Startphase aus. Moderne Raketen sind daher sehr schubkräftig, um diese rasch hinter sich zu lassen."

Club-der-dichten-Toten
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Und was haben Sie in dem geposteten Link beim Satz

"Es ist energetisch sehr ungünstig Orbits mit einem hohen erdnächsten Punkt direkt zu erreichen."

nicht verstanden?

stj911.org physics911.net
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"Es ist energetisch sehr ungünstig Orbits mit einem hohen erdnächsten Punkt direkt zu erreichen."

Und können Sie das vorrechnen ?

Club-der-dichten-Toten
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Nein, aber auf der Seite, die Sie erhalten haben, gibt's genügend Formeln dazu. Haben Sie sich die überhaupt schon einmal bis zum Ende angesehen? Da steht doch eh alles drauf...

stj911.org physics911.net
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Naja, Sie schreiben zuerst "was ist an folgendem Satz nicht zu verstehen", aber Sie können Ihn selbst auch nicht nachvollziehen (da für Sie nicht nachrechenbar).

Und nein, für mich ist der Link leider viel zu hoch. Ich habe weiter unten schon gepostet, dass ich de facto keinen Physik-Unterricht hatte.

Robert Jaritsch
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Ok, das wusste ich nicht.

Also, ich versuch's mit einfachen Worten:
Alles, was senkrecht von der Erde weggeht, kommt auch senkrecht wieder runter. Und zwar ziemlich unabhängig davon, wie weit Sie es wegschießen. Sie können derzeit zum Beispiel Raketen auch nicht beliebig weit nach "oben" schießen, weil Sie gar nicht so viel Treibstoff bunkern können.

Solange der Satellit keine "horizontale" Geschwindigkeit hat, die dann mit der Fliehkraft die Erdanziehung kompensiert, fällt er einfach auf die Erde zurück. Das ist auch in 600 Kilometer Höhe noch so.

Mit Ihrer Methode schießen Sie eine Rakete so lange senkrecht in die Luft, bis der Treibstoff ausgeht, danach fällt sie einfach wieder auf die Erde zurück und verglüht.

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