Schlagzeugspielen trainiert Herz und Hirn

7. April 2010, 16:51
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    foto: tu chemnitz/andreas seidel

    Die körperliche Belastung von Profi-Schlagzeugern ist mit jener von Sportlern vergleichbar.

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    Die TU Chemnitz startete das weltweit erste Forschungsprojekt zur Sportart "Drums Alive".

Profi-Schlagzeugspieler müssen fit wie Sportler sein, haben Wissenschaftler herausgefunden - das Drummen fördert auch die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten

Was hat Sport mit Musik zu tun? Unter anderem können beide Tätigkeiten körperlich sehr anspruchsvoll sein. Clem Burke etwa, Schlagzeuger der Band Blondie, wird beim Musizieren physisch stärker beansprucht als ein Profifußballer. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der britischen Universitäten Gloucestershire und Chichester, die eine Studie über die körperliche Beanspruchung von Schlagzeugern mit 30 Probanden durchgeführt haben. Auch die Technische Universität Chemnitz beteiligt sich an dem Projekt und hat eine eigene Folgestudie initiiert. "Die physische Belastung von Musikern ist bisher noch fast gar nicht erforscht", sagt Peter Wright, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instiuts für Sportwissenschaft.

Verschiedene Musikstile

An der TU Chemnitz nahmen im November und Dezember 2009 15 Schlagzeuger, sowohl Profis als auch Amateure, an einer Studie teil. Gemessen wurden dabei Puls und Laktatwerte der Musiker, außerdem wurde ihr Atemgas analysiert und das subjektive Belastungsgefühl abgefragt. Die von den Kollegen in Großbritannien durchgeführten Erhebungen wurden um zwei Dimensionen erweitert: Erstens wurden diesmal Schlagzeuger verschiedener Musikstile miteinander verglichen - von Jazz über Klassik bis Heavy Metal. Zweitens wurden Zusammenhänge zwischen dem Schlagzeugspielen und der kognitiven Leistung eines Menschen eruiert.

Hohe Belastung gemessen

Die Ergebnisse: Die in Deutschland durchgeführten Untersuchungen bestätigen die hohe körperliche Beanspruchung von Schlagzeugspielern. "Teilweise wurden Herzfrequenzen von über 170 oder 180 Schläge pro Minute erreicht", sagt Wright. Profischlagzeuger würden das Herz- und Kreislaufsystem trainieren und Kalorien verbrennen wie jemand, der läuft oder Aerobic macht. Interessant seien diese Erkenntnisse vor allem für Arbeitsmediziner. "Denn das würde bedeuten, dass Profischlagzeuger über eine ausgezeichnete Fitness verfügen müssen, um ihren Beruf auszuüben."

Über den Zusamenhang zwischen Schlagzeugspielen und der kognitiven Leistung sagt Wright: "Schlagzeugspielen ist durch die gleichzeitige Beanspruchung beider Gehirnhälften extrem effektives Hirntraining." Es sei eine Art Gehirnjogging, weil es hochkoordinativ sei und beide Gehirnhälften gleich beansprucht würden. "Theoretisch führt das zu einer höheren Hirnleistung", sagt der Wissenschaftler. 

Obwohl die mit 15 Probanden durchgeführte Studie nicht repräsentativ sei, könne man sagen, dass sowohl die körperliche Beanspruchung als auch die Förderung kognitiver Fähigkeiten je nach Musikstil unterschiedlich hoch seien. "Physiologisch fordern Heavy Metal oder Rock mehr heraus, technisch ist zum Beispiel Jazz anspruchsvoller", weiß Wright. Hier würden koordinative Fähigkeiten mehr gefördert, was noch stärkere kognitive Effekte mit sich bringe. 

Trommeln als Therapie

Aus der Studie wurde ein Folgeprojekt entwickelt, in dem man die positiven Effekte des Trommelns, insbesondere der Sportart "Drums Alive", wissenschaftlich nachweisen will. "Drums Alive" soll nicht nur die körperliche sondern auch die mentale Fitness stärken, in dem man sich rhythmisch bewegt, tanzt und gleichzeitig mit Drumsticks auf einem Gymnastikball trommelt. Die Wissenschaftler wollen untersuchen, wie sich der Einsatz des Trommelns in der Therapie auswirkt, zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom ADHS oder mit Depressionspatienten. (mak, derStandard.at)

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alter ego ist
00
21.7.2010, 20:20

"Clem Burke etwa, Schlagzeuger der Band Blondie, wird beim Musizieren physisch stärker beansprucht als ein Profifußballer"

wahrscheinlich weil er keine gute Technik hat, oder viel Fokus auf die Bühnenschow legt. Wie bei allen Dingen kann man auch beim Schlagzeugspielen davon ausgehen, dass man die Sache effizient und ergonomisch machen kann, oder mit viel körperlichem Aufwand. Mein 70 jähriger Nachbar hat sicherlich weniger Kraft als ich, aber er weiß, wie man Holz hackt, und hackt in der selben Zeit doppelt so viel wie ich.

Studien, bei denen Amateure (die sicherlich keine gute Technik haben) und Profis in einen Topf geworfen werden halte ich für Schwachsinn. Da würde ich dann Schlagzeugspielen als olympische Disziplin einführen.

yournamehere
 
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Physiologisch fordern Heavy Metal oder Rock mehr heraus, technisch ist zum Beispiel Jazz anspruchsvoller

aha!

Arnold Layne
00
12.4.2010, 04:13

allgemein vielleicht, aber hendrix ist wohl auch ein bissi anspruchsvoll...

Nine-Nine
 
00

Gegenbeispiele: Gene Hoglan, Nicholas Barker

Raubkopierer
00
11.4.2010, 12:13

und unser drummer. er arbeitet nichts, probt meistens nicht mit, kann sich keinen einzigen termin merken (oder unsere namen, instrumente, geschweige denn songs) und braucht nach jedem song mindestens 5 minuten pause.

Arnold Layne
00
12.4.2010, 04:14

poxyla?

Raubkopierer
00
12.4.2010, 06:47

wie meinen?

Arnold Layne
00
13.4.2010, 00:12

hätt sein können, dass sie ihn kennen...

Raubkopierer
00
13.4.2010, 13:26

nicht persönlich, nein.

ordo ab chao
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sumo-ringen ist auch ein sport

jcMaxwell
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yay!

dafür ists schlecht für die ohren..

McShay
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26.5.2010, 22:35

nur wenn man sich nicht darum kümmert, diese zu schützen

Tethys
01

Fördert nicht das Musizieren mit Instrumenten (Orgel, Klavier, Gitarre, Geige etc.) ganz allgemein kognitive Fähigkeiten und Koordination?

Zinnmo
 
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Schon, aber Schlagzeug spielen ist eben doch auch Training. Ausserdem wird die Koordination aller vier Gleidmaßen höchstens noch bei der Orgel mehr trainiert als am Schlagzeug. Ein Geiger braucht nur seine Arme.

ChesneyB
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23.4.2010, 10:39

Körperlich trainieren Sie eigentlich bei jedem Instrument. Nur sind die Instrumente eben sehr verschieden und stellen körperlich ganz unterschiedliche Anforderungen. Und nicht jedes Training zielt außerdem auf Kraft und Kondition ab.

contains sugar
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und was ist bitte mit sängern? (bitte von oper bis heavy metal durchuntersuchen!)

hirnstroem
10

Gesang ist nicht anstrengend, höchstens das neuzeitliche gezappel dazu.

contains sugar
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du kennst keinen profisänger persönlich, postest hier aber trotzdem solchen nonsense?

hirnstroem
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Nein.

contains sugar
00

nein zum ersten oder nein zum zweiten? ;)

hirnstroem
02

Ein gesamthaftes theshortanswer.com.

Aber mittlerweile mag ich den Ausdruck "Anstrengung" nicht mehr. Denn scheinbar ist alles, was über das Nichtstun hinausgeht, als anstrengend zu klassifizieren.

Raubkopierer
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11.4.2010, 12:14

singen ist sogar mordsanstrengend.

contains sugar
00

die wortwahl ist sehr schwammig gewählt. eigentlich müsste es heißen: schlagzeugspielen und operngesang ist mit leistungssport vergleichbar.

human ic
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muss etwas das kognitive Fähigkeiten und Koordination fördert anstrengend sein ?
glaub eher nicht.

Tethys
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Gesang ist nicht anstrengend

Naja, Opern zu singen ist schon anstrengend.
Ein komplettes Popkonzert (live gesungen wohl gemerkt) ist auch kein Honigschlecken - da gehen schon eine Menge Kalorien drauf....

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