Problemkredite in Höhe von 7,3 Milliarden Euro

2. April 2010, 17:18

Kärntner Hypo Group steuert auf riesige Liquiditätslücke zu

Wien - Die Hypo Alpe Adria leidet nicht nur unter hohen Kreditausfällen, ihr droht auch ein finanzieller Engpass. Derzeit ist die Liquidität der Bank ob der Hilfsmaßnahmen von BayernLB und Bund zwar gesichert, mittelfristig droht den Kärntnern aber das Geld auszugehen. Wie aus der Bilanz 2009 hervorgeht, fließen ab 2013 Mittel ab, bis 2017 wächst die Lücke auf 3,5 Mrd. Euro.

Bis 2012 ist die Lage vor allem dank der den Bayern abgerungenen Verlängerung der Kreditrückzahlungen stabil. 2013 werden die von der einstigen Mutter geliehenen knapp vier Mrd. Euro aber fällig. An diesen Verpflichtungen werde das "Neugeschäft entsprechend ausgerichtet", heißt es in der Bilanz. Insider meinen, dass die Lücke nur mit staatlich garantierten Anleihen zu stopfen sei, womit das Risiko der Republik weiter steigen würde. Dazu kommt, dass ab diesem Zeitpunkt ein Großteil der dank Landeshaftung massig begebenen Hypo-Anleihen (Volumen 17 Mrd. Euro) zu refundieren sind. Inklusive begebener Pfandbriefe steht die Bank sogar mit mehr als 20 Mrd. bei Investoren in der Kreide. Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich auf sieben Mrd. Euro.
800 Millionen abgezogen

Der Engpass im Vorjahr konnte bekanntlich nur mit staatlicher Hilfe überwunden werden. Nach dem Abfluss von 800 Mio. Euro an Kundengeldern in Österreich musste nicht nur der Bund via Verstaatlichung einspringen, auch bei der Notenbank wurde man mit "der Aktivierung eines Teils der Stressreserve" vorstellig, wie die Hypo im Geschäftsbericht vermerkt. Derzeit schuldet das Institut den Notenbanken (welchen, wird nicht erläutert) 885 Mio. Euro - 2008 waren es noch 33. Noch eine öffentliche Einrichtung half der Hypo. Die Europäische Investitionsbank steckte 408 Mio. Euro in ein strukturiertes Kredit- und Leasingportfolio der italienischen Hypo-Tochter.

Bedrohlich steht es auch um das Kreditportfolio. Die Summe der Problemkredite hat sich auf 7,3 Mrd. Euro verdoppelt. Die Risikovorsorge beträgt lediglich 2,5 Mrd. Euro. 2009 hat die Hypo 1,6 Mrd. Euro Verlust eingefahren. (as, DER STANDARD, Printausgabe, 4.4.2010)

Kommentar posten
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El Chó
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Danke Jörg!

schafmeister
03
Wachkoma

Nach mehreren Belebigungsversuchen durch den Steuerzahler liegt die Bank im Wachkoma. Jede Hilfe durch den Staat wäre Untreue nach dem Strafgesetzbuch. Pröll gehört ohnehin schon vor den Strafrichter!

fyi1
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dramatisiert und inszeniert ....

typische Szene für österr. Unternehmen mit neuem Management mit Investitionsbedarf : Es ist Steuerverschwendung zur Makulatur einer durchgeknallten Bank mit eine Geschäftsmodell , das jeglicher Seriösität entbehrt . Just say no !

optimist23
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ich habe einen Verdacht

... wer die uneinbrindglichen Milliardenkredite bezahlen wird müssen.

Hinweis: SPÖ und ÖVP werden keinen Euro beitragen, dafür werden die beiden Parteien uns klar machen, warum es klug ist dass wiedereinmal die Steuerzahler zahlen sollen.

franz der freie
 
08
raiffeisen sei dank.

7,3 milliarden derhypokredite sind praktisch uneinbringlich. weitere 7 milliarden sind zu 80% gefährdet. wenn diese bedrohung zuschlägt, bin ich gespannt, wie der herr pröll das dem wähler verkaufen will. hypo bank systemrelevant, für wen ? für die unterbringung der raffzahnhaftungen beim steuerzahler und nicht mehr beim superkatholen konrad, wie praktisch.

korruptes österreich
00

erstens wäre da die rlb oö zum handkuss gekommen, und für die tät der pröll alles machen....

zweitens was sind schon 7 mrd für einen staat der ja kaum ein defizit hat.....

drittens wird der pröll dann damit argumentieren dass das ja nur ein kredit ist, und der staat dann unendlich viel daran verdienen wird.... (wird schon ein paar irre geben die das dann auch glauben)


aber sie haben schon recht die bank hätte in den konkurs geschickt werden müssen... wäre dem steuerzahler mit sicherheit billiger gekommen...

also dann ...
11
naja ... die bayern sprachen von ca. 45-50 % !

die 7,3 mrd ... ist die unterste fahnenstange.

auch egal,
hauptsache der staat hat eine "pleite = korrupte politiker" gerettet.

der rechtl. einspruch der HGAA gegen den NEWS-artikel ... spricht sowieso bände.
interessant is auch,
dass k e i n anderes medium dies als starken eingriff in die pressefreiheit sieht ?!
nur die süddeutsche ...
auch klar.

Meklon von Andromeda
 
01

Hauptsache verstaatlicht.

darkblue2
011
gott schütze uns vor der wirtschaftskompetenz der övp

die verstaatlichung war ein mega-projekt des j.pröll; ging es doch um die rettung des raiffeisensektors; ohne verstaatlichung hätte über den haftungsverbund der hypos (dh gegenseitiger schadensausgleich) und wegen der mutter/töchter-beziehungen zwischen hypos und raiffeisenlandesbanken der raiffeisensektor die benötigen gelder aufbringen müssen; so aber wurde die haftung dem steuerzahler umgehängt; konrad, rothensteiner und pröll sind sich sicher um den hals gefallen; die spö schaut zu und weiß nicht wie ihr geschieht

King Ralph
01

So ein Quatsch. Zuerst einmal wäre die Bayern LB dran gewesen, und zwar nicht nur mit ihrer Beteiligung sondern auch mit den Intercompany Loans. Damit wären locker 5-6 Mrd. EUR abgedeckt gewesen.

Dann wäre der Sektor dran. Hypos gibt es glaube ich 8 im Land. 2 Hypos (???) gehören mehrheitlich Raiffeisen - aber das heißt nicht automatisch, dass Raiffeisen für die Hypos haftet, das sind unabhängige Gesellschaften.

So viel zum Thema Wirtschaftskompetenz. Abgewirtschaftet wurden Banken bis jetzt maximal durch die SPÖ/BZÖ (man sehe sich nur die Historie an: von der Länderbank über die Schenkung der BACA an die Italiener bis hin zur BAWAG wurde nichts ausgelassen). Ob man Bankenrettungen will, ist eher eine wirtschaftspolitische Frage....

darkblue2
00

unabhängige gesellschaften sie es schon; aber zu mindest ist die beteiligung abzuwerten wenn die tochter draufgeht; und das kostet natürlich einen haufen geld; sie brauchen nur die bilanz der rlb steiermark zu analysieren; die abwertung der hypo stmk war sicher nicht billig; zusätzlich dürfen sie nicht vergessen, dass die refinanzierungen dieser hypos auch über die rlb's laufen; diese refinanzierungen wären dann ebenfalls einer einzelwertberichtigung zu zu führen; sie sehen also so billig gibts ein hypo-desaster nicht!!!!

Hausmeister Willie
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Wirtschaftskompetenz in der Politik? Stimmt, ÖVP nur gering bzw. Null

Aber etwa die SPÖ? Grüne? Oder gar FPÖ oder BZÖ??? ok letzteres war nicht ernst gemeint... das andere eigentlich auch nicht, bin nur überrascht über das Posting

?und
01
ihr ganzer ärger über die oevp ist verständlich, aber

warum zeigt die spoe so wenig flagge und profil?
ich sags ihnen, die sind zu schwach um dagegen zu halten, das spürt der bürger und wählt die stärkeren.
der spoe nachwuchs ist desorientiert, geistig verarmt und im netz der beziehungen hat er sich erhängt.

darkblue2
00

das stimmt selbstverständlich; so leicht wie jetzt kann man die spö in wirtschaftsfragen sicher nie mehr über den tisch ziehen;

newy1234
01
LEASING GESCHAEFTE

Also mich wuerde interessieren, ob in diese Bewertungen auch die Leasinggeschaefte der Osteuropa Toechter eingeflossen sind. Fast alle Geschaefte, die ich (Industrieanlagenbau) in Osteuropa abgewickelt habe, waren Leasinggeschaefte (bevorzugt mit Hypoleasing), und bei den Projekten wurde von den Kunden selten das ROI ins Auge gefasst. Sehr haeufig waren die Summen der Investition bereits vorab bewilligt und man hat gekauft was man konnte, und nicht was man brauchte. Die Umstaende waren ein Wahnsinn, aber das war Geschaeftsgebaren.

Herr Lulli Pulli, seltsamer Attraktor
 
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Liebe Frau Justizminster!


Stellen sie doch gleich Finanzverbrechen für der ÖVP/FPÖ nahestehenden Personen offiziell straffrei.

Wird ja anscheinend eh schon so gehandhabt...

Waldgaenger
02
keine Wirtschaftspartei mehr

Die Intertradingaffäre von Lacina mit 60 Milliarden ATS im Jahre 1985 und die gleiche hohe Vranitzky- Schimmelbusch - Affäre bei Amag Ranshofen war inflationsbereinigt auch nicht von schlechten Eltern, das dürften indexgerechnet wohl 17 Milliarden Euro heute sein. Allerdings in einem stimme ich Ihnen zu, die ÖVP hat ihren Ruf als Wirtschaftspartei verspielt und ist ganz und gar auf dieses Niveau abgesunken.

franz der freie
 
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sie haben aber ein langes gedächtnis, danke für die erinnerung.

warumnurwarum
01
in den konkurs schicken ?

die bank kann man ja immer noch in den konkurs schicken, wenn sie zahlungsunfähig wird.
wo ist das problem ?
strafverfahren für die geschäftsführer wg. fahrlässiger krida, betrug, bilanzfälschung, etc.

korruptes österreich
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das problem daran ist dass das land kärnten und der bund für die bank haftungen in der höhe von fast 30 mrd übernommen haben...

Gerhard Müller
01
ja möchtest Du die halben Kärntner Politiker

bis auf einen in den Häfen schicken?

Man kann ja nicht alle zum Schnellfahren zwingen!!

Der Pekines vom Moreshit
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Das Senior Management, inkl. Vorstand,

muss qualitativ unter jeder Sau gewesen sein!

angelo6
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war da nicht im letzten Jahr der ÖVP-Pinkl dabei

Orakel von Lissabon
 
10
"Es gibt keine Sicherheitsbedenken"

Das ist doch wohl arger Schwachsinn. Bin selber IT-Experte und kann mir nur unter folgenden zusätzlichen Bedingungen vorstellen, dass die Wahlen sicher sind:

1.) Jeder einzelne Wahlhelfer hat die Möglichkeit, selber den Source-Code zur Auswertung zu verstehen.
2.) Der so verstandene Source-Code muss direkt kompiliert werden und muss mit Sicherheitscodes (sowohl Source-Code als auch Executable) jederzeit kontrolliert werden können.

Davon sind wir aber meilenweit entfernt. Ansonsten ist das eine manipulierbare gefährliche Black-Box.

Orakel von Lissabon
 
01
Bitte um Entschuldigung

das war der falsche Thread, des gehört zum elektronischen Wahlartikel.
Nochmals sorry.

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