Wer hat die größte Bedeutung im Twitter-Universum? Die Agentur Digital Affairs hat das untersucht
Die Stellvertretende News-Chefredakteurin Corinna Milborn tut es. FM4-Ikone Martin Blumenau tut es. Tech-Journalist Georg Holzer ebenso. Journalist und Blogger Robert Misik ist Nutzer der ersten Stunde. Und Armin Wolf ist sowieso ganz, ganz vorne dabei. Die Rede ist von der Nutzung eines Twitter-Accounts.
Gerald Bäck und Judith Denkmayr haben im Rahmen ihrer Agentur Digital Affairs erhoben, welche österreichischen Twitter-Accounts wie viele österreichische Follower haben. Das Ergebnis zeigt: Die ersten Plätze sind fest in der Hand von Journalisten klassischer Medien. Auf Platz 6 folgt der erste Blogger, Helge Fahrnberger.
"Vertreter klassischer Medien haben einen gewissen Startvorteil", erklärt Bäck. "Sie müssen sich ihre Bekanntheit, anders als Blogger oder sonstige Privatpersonen, nicht erst auf Twitter erarbeiten". Die ersten Ränge sind übrigens auch überwiegend in Männerhand. Auf Platz 9 und Platz 17 folgen die - nach Corinna Milborn auf Position 4 - ersten weiblichen Vertreterinnen der Twitter-Elite, Judith Denkmayr und Meral Akin-Hecke.
Warum die Einschränkung auf österreichische Follower/österreichische Twitterati? Um die Daten (für Österreich) valider abzubilden. So fallen Accounts hinaus, die zwar extrem viele internationale Follower haben, aber hier nur wenige User anziehen. In einem zweiten Teil der Untersuchung werden in ein paar Wochen übrigens auch Daten zum Userverhalten auf Twitter folgen, kündigt Bäck an.
Wie sich die Twitternutzung von JournalistInnen entwickelt, beobachtet er übrigens nicht erst seit der jetzt publizierten Reihung. Auf seinem Blog begann er schon vor Jahren eine Auflistung twitternder österreichischer Medienvertreter. Mittlerweile sind es etwa 120, mit einer "Schlagseite" auf Innenpolitik- oder Technik-Berichterstattung. "Das Potenzial ist natürlich noch bei weitem nicht ausgeschöpft", meint Bäck.
PS: derStandard.at freut sich natürlich sehr, in den Top 100 mehrfach vertreten zu sein, der Webstandard hat es sogar auf Platz 11 geschafft. Auf Platz 20 folgt der Redaktionsaccount, auf Platz 30 ich, auf Platz 60 der inoffizielle Feed. Und für unsere freien Mitarbeiter Tom Schaffer (Platz 56) und Robert Misik (Platz 2) freuen wir uns natürlich mit.
Morgen auf derStandard.at/Netzwerk: Teil zwei meines Gesprächs mit Gerald Bäck zu Do's und Dont's bei der Twitternutzung als Journalist.