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Die Mieten für rund 300.000 Wohnungen, die in das sogenannte Richtwertmieten-System fallen (Altbauten, die nach dem 1. März 1994 vermietet wurden), steigen ab heute um knapp 3,8 Prozent. Wie bereits berichtet, wird die Erhöhung der Richtwertmieten von Mieterschützern scharf kritisiert. Die Arbeiterkammer fordert neuerlich eine Verschiebung der Index-Anpassung, nachdem sie schon im Vorjahr ausgesetzt worden war.
"Obergrenze 7 Euro"
Die Wiener Grünen machen die Mietpreise nun zum zentralen Wahlkampfthema. "Die automatischen, im Gesetz vorgesehenen Steigerungen der Richtwert- und Kategoriemietzinse sind natürlich zu hinterfragen. Aber das Problem muss vielmehr an der Wurzel gepackt werden", erklärte Stadtrat David Ellensohn jüngst in einer Aussendung. Die Grünen fordern eine "komplett neue Regelung für transparente, leicht nachprüfbare Mietzinsobergrenzen und die Ausweitung des Wirkungsbereiches des Mietrechtsgesetzes, nachdem rot-schwarz-blau-orange in den letzten Jahrzehnten den Mieterschutz immer weiter ausgehöhlt haben." Es sei "nicht mehr zeitgemäß, dass Mietwohnungen, die nach 1953 erbaut wurden, heutzutage als Neubauten gelten und damit nur wenig Schutz vom Gesetzgeber her genießen. Wohnen ist nicht irgendein Gut, sondern ein Grundbedürfnis, und Wohnungen sollen nicht der unbeschränkten Spekulation dienen", so Ellensohn.
Grünen-Klubchefin Maria Vassilakou wurde am Donnerstag konkreter, sie fordert anstelle der bisherigen Richtwertmieten eine Mietobergrenze von 7 Euro pro Quadratmeter. "Die Mieten galoppieren davon", so Vassilakou. "Die Idee, die Gesamtmieten über Gemeinde- und Genossenschaftsbau zu regulieren, funktioniert nicht. Wohnen ist ein Grundbedürfnis - nicht in erster Linie eine Anlageform." (Mehr dazu siehe derStandard.at/Innenpolitik) (red/APA)
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Wenn Wohnen ein Grundbeduerfnis ist, das sozial gestuetzt werden muss, dann soll doch bitte die Gemeinde dafuer aufkommen und nicht der private Einzelvermieter. Laecherlich diese Abputzerei, auch von den Gruenen, oder soll ich sagen gerade von den gruenen Schmarotzern?
wer seine miete nicht überprüfen ließ UND seine frist zur überprüfung verstreichen hat lassen (diese beträgt 3 Jahre bzw bei befristungen bis zu einem halben jahr nach beendigung), wird nun doppelt gestraft.
beispiel: der geforderte mietzins beträgt 500.- , der gesetzliche jedoch nur 400,-, was in der praxis immer wieder vorkommen wird.
bei 3,81% erhöhung wird nun aus
500 --> 519,05
400--> 415,24
das heißt die nicht-überprüfung bringt nicht nur eine linear überbezahlung, sondern tatsächlich eine doppelte überbezalung mit sich.
in anderen worten: wer seinen MV nicht auf herz und nieren überprüfen lässt, leidet später, aufgrund der Richtwertdynamik, doppelt.
daher zu fordern: taxative und transparente ab/zuschlagsliste!
die bekommen ohnehin Sozialtransfers vom Staat, bzw. sollten mit Gemeindewohnungen und anderen sozialen Wohnmoeglichkeiten, die VOM STAAT und nicht - wie heute ueblich, von den Privaten finanziert werden, Wohnmoeglichkeiten erhalten. Wer bei 10 Euro pro m2 im Normaleinkommen sich aufregt, dem kann echt nicht mehr geholfen werden. Es muss ja auch eine Kostenrechnung vorhanden sein, wo die Wohnkosten im Verhaeltnis dazu steht, wie viel es kostet, die Wohnung zu kaufen.
kalkulieren wirs kurz durch:
m² Anschaffungskosten ~2000€
Renovierungskosten ~ 700€
d.h. zu refinanzieren 2700€
bei 7€ Miete*12 = 84€
abzüglich 1% (bausubstanzverlust p.a.)-27€
bewirtschaffungskosten (Mietausfall, Nomaden etc...pp.) grob 10% vom Bruttoertrag -8,4€
also Abzug Summe ~ 35€
bleiben 49 € = ohne Steuern!!!! Nettorendite von knapp unter 2%!!!!
und über die Bank finanzieren könnes somit auch vergessen, und ob jemand mit eigenem cash dann noch das risiko nehmen will......
damals haben arbeiter für ein butterbrot gehackelt bis sie umgefallen sind.
jetzt die billig-fron-arbeit hochzurechnen um sie mietern wieder umhängen zu können ist schlicht und einfach pervers und falsch.
Sie haben recht, dass die Arbeiter nichts oder sehr wenig verdient haben, aber in der Bewertungslogik geht man von aktuellen Errichtungskosten aus. Das sind rund EUR 1600 + USt (bei einfachem aber ordentlichem Standard) - Alterswertminderung
Kaufen die Leute wirklich "wie wild" ?? So viel ich weiß, sind viele Neubauwohnungen, die als Vorsorgewohnungen verkauft werden wollen, noch immer unverkauft und zu haben. Offenbar hat es sich unter vorsichtigen Investoren bereits herumgesprochen, dass man sich mit Wohnungsvermietungen keine "goldene Nase" verdienen kann, wie einem vorgegaukelt wird.
denn ich falle jetzt schon nicht in diesen bereich. ich wohne zwar in einem altbau, aber in einer lage wo die grenze bisher schon nicht gegolten hat.
hoffentlich kommt mein vermieter nicht auf dumme ideen...
ich verstehe allerdings prinzipiell auch die besitzer von wohnhäusern. mit einem zinshaus macht man in wien gerade einmal 3% rendite (habe ich gehört). wenn ich die kosten für instandhaltung und wohnungsverbesserung etc einrechne...
jeder mieter weiß ja wann etwas vom eigentümer zu zahlen ist (außenfenster, therme, küche...) aber dass diese kosten dann die hausgemeinschaft tragen muss, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.
z.B.: ???? 25 sek. suche
http://derstandard.at/anzeiger/... =6163958#3
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