Richtwerte steigen

Altbaumieten teurer

1. April 2010, 10:49

Wiener Grüne machen Wohnkosten zum zentralen Wahlkampfthema

Die Mieten für rund 300.000 Wohnungen, die in das sogenannte Richtwertmieten-System fallen (Altbauten, die nach dem 1. März 1994 vermietet wurden), steigen ab heute um knapp 3,8 Prozent. Wie bereits berichtet, wird die Erhöhung der Richtwertmieten von Mieterschützern scharf kritisiert. Die Arbeiterkammer fordert neuerlich eine Verschiebung der Index-Anpassung, nachdem sie schon im Vorjahr ausgesetzt worden war.

"Obergrenze 7 Euro"

Die Wiener Grünen machen die Mietpreise nun zum zentralen Wahlkampfthema. "Die automatischen, im Gesetz vorgesehenen Steigerungen der Richtwert- und Kategoriemietzinse sind natürlich zu hinterfragen. Aber das Problem muss vielmehr an der Wurzel gepackt werden", erklärte Stadtrat David Ellensohn jüngst in einer Aussendung. Die Grünen fordern eine "komplett neue Regelung für transparente, leicht nachprüfbare Mietzinsobergrenzen und die Ausweitung des Wirkungsbereiches des Mietrechtsgesetzes, nachdem rot-schwarz-blau-orange in den letzten Jahrzehnten den Mieterschutz immer weiter ausgehöhlt haben." Es sei "nicht mehr zeitgemäß, dass Mietwohnungen, die nach 1953 erbaut wurden, heutzutage als Neubauten gelten und damit nur wenig Schutz vom Gesetzgeber her genießen. Wohnen ist nicht irgendein Gut, sondern ein Grundbedürfnis, und Wohnungen sollen nicht der unbeschränkten Spekulation dienen", so Ellensohn.

Grünen-Klubchefin Maria Vassilakou wurde am Donnerstag konkreter, sie fordert anstelle der bisherigen Richtwertmieten eine Mietobergrenze von 7 Euro pro Quadratmeter. "Die Mieten galoppieren davon", so Vassilakou. "Die Idee, die Gesamtmieten über Gemeinde- und Genossenschaftsbau zu regulieren, funktioniert nicht. Wohnen ist ein Grundbedürfnis - nicht in erster Linie eine Anlageform." (Mehr dazu siehe derStandard.at/Innenpolitik) (red/APA)

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Chocoholic
12
17.6.2010, 16:23
Essen ist ein Grundbeduerfnis, daher beim Sacher essen und beim Wuerstlstand zahlen!

Hurrah! Und die Differenz bezahlt der Restauranteur, die gierige S.. ...., die es wagt, so viel zu verlangen, dass sich ein Gehalt ausgeht....

Wenn Wohnen ein Grundbeduerfnis ist, das sozial gestuetzt werden muss, dann soll doch bitte die Gemeinde dafuer aufkommen und nicht der private Einzelvermieter. Laecherlich diese Abputzerei, auch von den Gruenen, oder soll ich sagen gerade von den gruenen Schmarotzern?

Saurer Zivi
01
15.4.2010, 11:31
denknotwendig ist nun folgendes , was man als durchaus subtil-verschlagen-skurril bezeichnen kann, wirksam:

wer seine miete nicht überprüfen ließ UND seine frist zur überprüfung verstreichen hat lassen (diese beträgt 3 Jahre bzw bei befristungen bis zu einem halben jahr nach beendigung), wird nun doppelt gestraft.

beispiel: der geforderte mietzins beträgt 500.- , der gesetzliche jedoch nur 400,-, was in der praxis immer wieder vorkommen wird.

bei 3,81% erhöhung wird nun aus

500 --> 519,05
400--> 415,24

das heißt die nicht-überprüfung bringt nicht nur eine linear überbezahlung, sondern tatsächlich eine doppelte überbezalung mit sich.

in anderen worten: wer seinen MV nicht auf herz und nieren überprüfen lässt, leidet später, aufgrund der Richtwertdynamik, doppelt.

daher zu fordern: taxative und transparente ab/zuschlagsliste!

Chocoholic
21
17.6.2010, 16:24
Ihnen vermiete ich sicher keine Wohnung ,die ueber 2000 Euro pro m2 kostet um

3 Euro pro m2, nur weil Sie wenig zahlen wollen. Holen Sie sich gefaelligst eine Gemeindewohnung, wenn Sie beduerftig sind.

Wave12
00
wem bitte

kümmern die richtwerte..?? ist doch lächerlich...

valorennummer
02
Sorry aber wien gehört zu den reichsten regionen europas

logsch dass die mieten leider höher sind... wer es billiger will: neapel soll sehr schön sein vorallem wenn die müllräumer streiken

Dante Alighieri
66

Es wird Zeit die Richtwerte und Mietobergrenzen vollkommen abzuschaffen -- dann wird auch wieder mehr gebaut, und die Stadt muss nicht jedes Jahr etliche Millionen an Subventionen ausgeben.

friedrich wilhelm voigt
47

und die leute zahlen endlich 3/4 ihres monatseinkommens für miete statt nur die hälfte wie jetzt.

Chocoholic
12
10.4.2010, 19:31
Diejenigen, die sich normales Wohnen nur mit ein Drittel des Einkommens leisten koennen,

die bekommen ohnehin Sozialtransfers vom Staat, bzw. sollten mit Gemeindewohnungen und anderen sozialen Wohnmoeglichkeiten, die VOM STAAT und nicht - wie heute ueblich, von den Privaten finanziert werden, Wohnmoeglichkeiten erhalten. Wer bei 10 Euro pro m2 im Normaleinkommen sich aufregt, dem kann echt nicht mehr geholfen werden. Es muss ja auch eine Kostenrechnung vorhanden sein, wo die Wohnkosten im Verhaeltnis dazu steht, wie viel es kostet, die Wohnung zu kaufen.

chavs on the run
04

kalkulieren wirs kurz durch:

m² Anschaffungskosten ~2000€
Renovierungskosten ~ 700€

d.h. zu refinanzieren 2700€

bei 7€ Miete*12 = 84€
abzüglich 1% (bausubstanzverlust p.a.)-27€
bewirtschaffungskosten (Mietausfall, Nomaden etc...pp.) grob 10% vom Bruttoertrag -8,4€
also Abzug Summe ~ 35€
bleiben 49 € = ohne Steuern!!!! Nettorendite von knapp unter 2%!!!!

und über die Bank finanzieren könnes somit auch vergessen, und ob jemand mit eigenem cash dann noch das risiko nehmen will......

sari1
00
17.6.2010, 17:54

tja, wie war das nochmal im artikel? wohnraum ist ein grundbedürfnis und kein spekulationsobjekt? dass mein grundbedürfnis anderen ein wunderbares einkommen verschafft, für das sie nix hackeln müssen, akzeptiere ich einfach nicht!

Saurer Zivi
10
15.4.2010, 11:23
welche errichtungskosten nehmen sie bei altbauten an, die 1880-1920 errichtet wurden?

damals haben arbeiter für ein butterbrot gehackelt bis sie umgefallen sind.

jetzt die billig-fron-arbeit hochzurechnen um sie mietern wieder umhängen zu können ist schlicht und einfach pervers und falsch.

immofuchs
00
19.4.2010, 13:19
Wiederbeschaffungswert

Sie haben recht, dass die Arbeiter nichts oder sehr wenig verdient haben, aber in der Bewertungslogik geht man von aktuellen Errichtungskosten aus. Das sind rund EUR 1600 + USt (bei einfachem aber ordentlichem Standard) - Alterswertminderung

DITC101
21

dann müssen sie mir erklären wieso die leute alle wie wild vorsorgewohnungen kaufen. sind die einfach nur dumm oder wie?

stefan81
01
13.4.2010, 16:44

weil man bei vorsorgewohnungen die ja im regelfall freifinanziert neugebaut wurden keine dieser unsäglichen mietobergrenzen hat.

Sagan
 
03

Kaufen die Leute wirklich "wie wild" ?? So viel ich weiß, sind viele Neubauwohnungen, die als Vorsorgewohnungen verkauft werden wollen, noch immer unverkauft und zu haben. Offenbar hat es sich unter vorsichtigen Investoren bereits herumgesprochen, dass man sich mit Wohnungsvermietungen keine "goldene Nase" verdienen kann, wie einem vorgegaukelt wird.

chavs on the run
00

bitte, einer der klassikern unter den denkfehlern....

Martobel
11
Buwog erhöht um 0,40 m2

Die Buwog erhöht gerade im 20. Bezirk eine Riesenanlage um 0,40C pro m2. Bei 85m2 also 34 Euro mehr im Monat. Super Sache! Na Hauptsache die Freunde vom Grasser haben genug kassiert.

platz, hirsch!
00
auf die miete meiner wohnung wird sichs hoffentlich nicht auswirken,

denn ich falle jetzt schon nicht in diesen bereich. ich wohne zwar in einem altbau, aber in einer lage wo die grenze bisher schon nicht gegolten hat.

hoffentlich kommt mein vermieter nicht auf dumme ideen...

ich verstehe allerdings prinzipiell auch die besitzer von wohnhäusern. mit einem zinshaus macht man in wien gerade einmal 3% rendite (habe ich gehört). wenn ich die kosten für instandhaltung und wohnungsverbesserung etc einrechne...

jeder mieter weiß ja wann etwas vom eigentümer zu zahlen ist (außenfenster, therme, küche...) aber dass diese kosten dann die hausgemeinschaft tragen muss, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.

peter schlesinger
01
diese kosten dann die hausgemeinschaft tragen muss, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben

beim leasen eines Autos versteht das jeder, nur bei der Wohnung will das niemand verstehen.

gistof
17
Ich hätte bitte

ein topsaniertes Penthouse im ersten Bezirk, am besten mit Garagenplatz und Lift direkt in die Wohnung. Zahlen will ich aber überhaupt nichts dafür, weil wohnen ist schließlich ein Grundbedürfnis. Zahlen soll halt irgendjemand anders.

DITC101
03

bei der bawag hätten sie chef sein müssen. da gabs für die chefs die wohnungen zu preisen wie in gramatneusiedl.

friedrich wilhelm voigt
00

sie können mittlerweile froh sein, wenn sie eine leistbare wohnung im 16. bezirk bekommen.

chavs on the run
00
friedrich wilhelm voigt
00

das is dein ernst? das eine zimmer ist 20 cm größer als das bett. und dann hat man noch eins, wo sich mit müh und ach ein tisch ausgeht. da haben die tiere in schönbrunn mehr platz in ihren käfigen!

Chocoholic
02
10.4.2010, 15:45
na, was wollen Sie? Im Restaurant essen und beim Wuerstlstand zahlen?

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