2:3-Niederlage beim Klagenfurter Beinahe-Zweitligisten, Hütteldorfer müssen weiter auf den ersten Cupsieg seit 1995 warten
Klagenfurt - Mit einer großen Überraschung hat das erste
von drei Cup-Viertelfinalspielen am Mittwoch geendet.
Bundesliga-Abstiegskandidat Austria Kärnten warf Rapid mit einem
3:2-Heimsieg aus dem Bewerb und steht damit neben Sturm Graz im
Halbfinale. Bei den Partien Wiener Neustadt gegen LASK und Ried
gegen Austria Lustenau stand es zur Pause 0:0.
Die Rapidler drehten im nicht einmal mit 3000 Menschen gefüllten Klagenfurter Stadion zwar einen 0:1-Rückstand (Leonhard
Kaufmann/40.) durch Tore von Markus Heikkinen (44.) und Christopher
Trimmel (54.), die Mannschaft von Trainer Joze Prelogar schaffte
dank einem Eigentor von Nikica Jelavic (56.) und einem Treffer von
Stefan Hierländer (76.) aber noch die Sensation: den ersten Sieg
der Klagenfurter gegen die Hütteldorfer im zwölften
Aufeinandertreffen.
Die
Klagenfurter hatten bei schwierigen Platzverhältnissen aufgrund starken Regens
vor der Pause mehr vom Spiel. Die Wiener hatten zwar bei einem
Stangenschuss aus der Drehung von Jelavic (25.) Pech, enttäuschten
sonst aber auf allen Linien. Die Kärntner münzten ihre spielerische
Überlegenheit kurz vor der Pause auch in die Führung um. Nach einer
Flanke von Salvatore landete der Ball vom Kopf von Patocka bei Hinum und
dessen Schuss-Versuch beförderte Kaufmann zum 1:0 ins Netz (40.).
Wie zuletzt in der Meisterschaft durften sich die Hausherren aber
nicht lange über den Vorsprung freuen. Die Wiener kamen glücklich zum
Ausgleich. Kärnten-Goalie Schranz wehrte einen Schuss von Jelavic
nach einem schönen Solo von Trimmel auf den eigenen Abwehrspieler
Gramann ab und von dort landete der Ball genau vor den Füßen von
Heikkinen, der nur mehr abstauben musste (44.).
Nach dem Seitenwechsel durften die rund 400 mitgereisten
Rapid-Fans schnell jubeln. Nach einem Querpass des finnischen
Teamspielers Heikkinen schoss Trimmel vom Elfer ein (54.). Eine
Minute zuvor hatte der Kärnten-Spezialist (5 Tore in fünf direkten
Duellen) nach einem Drazan-Schuss und einer Schranz-Kurzabwehr knapp
die Chance auf das 2:1 ausgelassen (53.).
Das Bundesliga-Schlusslicht gab sich aber keinesfalls geschlagen
und postwendend die richtige Antwort. Ein Dollinger-Freistoß wurde
von Jelavic unhaltbar für Hedl ins eigene Tor abgefälscht (56.). Mit
Fortdauer der zweiten Hälfte wurden die Hütteldorfer allmählich etwas
stärker, Schranz machte einen Dober-Gewalt-Freistoß mit einer
Faustabwehr zunichte (61.), zudem schoss Trimmel drüber (66.).
Effizienter waren schlussendlich die Klagenfurter. Ausgerechnet
mit Beginn der Rapid-Viertelstunde setzte sich Kaufmann auf der Seite
gegen Kulovits durch und dessen Hereingabe verwertete Hierländer im
Zweikampf mit Soma spektakulär mit der Ferse (76.). In der Folge
brachten die Hausherren den Vorsprung gekonnt über die Zeit.
Das dritte direkte Duell der beiden Teams innerhalb weniger Tage
folgt am Samstag in der Bundesliga im Hanappi-Stadion. Am Wochenende
hatten sich die Wiener, die weiter auf ihren ersten Cupsieg seit 1995
warten müssen, in der Hypo-Group-Arena nach hartem Kampf noch mit 4:2
durchgesetzt. (APA/red)
ÖFB-Cup-Viertelfinale:
Austria Kärnten - Rapid Wien
3:2 (1:1). Klagenfurt, Hypo-Group-Arena, 2.997, SR Gangl.
Tore: 1:0 (40.) Kaufmann, 1:1 (44.) Heikkinen, 1:2 (54.) Trimmel, 2:2 (56.) Jelavic (Eigentor), 3:2 (76.) Hierländer
Austria Kärnten: Schranz - Sollbauer, Elsner, Gramann, Salvatore -
Pusztai (68. Pucker) - Kaufmann, Hinum, Dollinger, Sandro -
Hierländer
Rapid: Hedl - Dober, Soma, Patocka, Kulovits (80. Salihi) - Kavlak
(42. Pehlivan), Heikkinen, Hofmann, Drazan - Jelavic (60. Gartler),
Trimmel
Gelbe Karten: Pusztai, Sandro, Kaufmann bzw. Patocka, Heikkinen