Kündigung von Tyrolean-Piloten droht

31. März 2010, 14:58
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Fehlende Unterschrift der Gewerkschaft vida unter das Kurzarbeitspaket für Co-Piloten dürfte 60 von ihnen den Job kosten

Innsbruck - Die fehlende Unterschrift der Gewerkschaft vida unter das vor wenigen Wochen geschnürte Kurzarbeitspaket bei der AUA-Tochter Tyrolean Airways (Austrian Arrows) für Co-Piloten dürfte 60 von ihnen den Job kosten. Die Frist zur Unterzeichnung des Pakets laufe heute, Mittwoch, ab, hieß es in der aktuellen Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung". Mit dem Betriebsrat sei vereinbart gewesen, dass die Gewerkschaft vida es unterzeichnen werde, teilte die AUA mit.

"Das hat zur Folge, dass die vor einem halben Jahr ausgesprochenen Kündigungen der 60 Co-Piloten nicht zurückgenommen werden können", sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Kündigungsfrist laufe bis 30. Juni 2010. Zudem werde es die ab 1. April angedachte Kurzarbeit nicht geben, führte sie eine weitere Konsequenz aus. Seit einem Monat liege die Vereinbarung zur Prüfung bei der vida. Die Gewerkschaft der Privatangestellten GPA/djp habe dem Paket bereits nach den Verhandlungen zugestimmt.

Teilzeit-Passus als Stein des Anstoßes

Der Teilzeit-Passus in der Vereinbarung könnte ein Grund für das Scheitern sein, mutmaßte das Blatt. Dieser müsse im Kollektivvertrag verankert werden. Die Gewerkschaft prüfe offenbar, ob dies rechtlich haltbar sei. "Diese Prüfung [...] dauert bei der vida nunmehr seit 4 Wochen an. Diese Vorgangsweise ist inakzeptabel und gefährdet Ihre Arbeitsplätze", wurde Tyrolean-Chef Christian Fitz in einem Schreiben an die Belegschaft in der "TT" zitiert.

Aus Solidarität für ihre zur Kündigung stehenden Kollegen hatte die Mehrheit der insgesamt 260 bei der Tyrolean beschäftigen Co-Piloten Anfang Februar freiwillig für das Kurzzeitarbeitsmodell gestimmt. Damit wäre mit 1. April für die Dauer von 18 Monaten die Kurzarbeit umgesetzt worden. Im Anschluss hätten die Co-Piloten bis maximal 2015 auf Teilzeitbasis gearbeitet, erklärte die AUA-Sprecherin. Zuvor hatte der Betriebsrat gemeinsam mit dem Unternehmen das Paket zur Rettung der 60 Arbeitsplätze geschlossen. (APA)

  • Aus Solidarität für ihre zur Kündigung stehenden Kollegen hat die Mehrheit der 260 Co-Piloten Anfang Februar freiwillig für das Kurzzeitarbeitsmodell gestimmt
    foto: standard

    Aus Solidarität für ihre zur Kündigung stehenden Kollegen hat die Mehrheit der 260 Co-Piloten Anfang Februar freiwillig für das Kurzzeitarbeitsmodell gestimmt

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