"Helle Freude" in Fucking

31. März 2010, 12:23
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"Fucking" ist weit mehr als der derbe Ausdruck für den Geschlechtsakt oder ein englischsprachiger Fluch

Wer in Orten wie Fucking oder Pissing lebt, ist einigen Kummer gewohnt. Ihre Ortsschilder mussten die 90 Einwohner ersterer Gemeinde bereits einbetonieren, um sie vor um-triebigen Tätern und Souvenirjägern zu schützen, und jetzt gibt das Europäische Marken- und Patentamt dem Drängen einer - mutmaßlich - deutschen Brauerei nach, in ihrem Ort (Bezirk Braunau) ein helles Bier namens "Fucking Hell" herzustellen. Die einen schäumen ob des anstößigen Gerstensafts, andere spotten. Doch das wahrhaft Teuflische an der Sache: Weit und breit gibt es keine Brauerei, niemand weiß, wer hinter den unbekannten Neo-Investoren steckt.

Nun sind unsere deutschen Nachbarn zwar begnadete Biertrinker, für ihren Humor sind sie weniger bekannt. Daher einige Anregungen: "Pissing beer" wäre noch zu haben, ebenso "Kiffen Koffer", "Pinkler Mode", "Petting Schlafanzüge", "Fickingen Eiscreme", "Sommerloch Badeschlapfen", "Pforzheim Verdauungsmittel", "Busendorf Unterwäsche", "Habenichts Sexshop", "Aua Beruhigungstropfen". Das Schöne darin: Alle diese Ortschaften liegen in Deutschland. "Ficken" ist als Name für einen Schnaps übrigens schon vergeben. (Sigrid Schamall, derStandard.at, 31.3.2010)

  • Fucking muss seinen Namen mit einem Bier teilen.
    foto: one salient oversight

    Fucking muss seinen Namen mit einem Bier teilen.

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