Väter & Karriere

Forschung Austria: AIT führen "Papawochen" ein

31. März 2010, 12:22

Vorzeigeprojekt ermöglicht Vätern die Betreuung des Neugeborenen und der Partnerin - Anreiz und Ansporn für Wissenschafter

Im wissenschaftlichen Bereich besteht für Väter immer noch eine sehr hohe Hemmschwelle, Karenz in Anspruch zu nehmen. "Durch die "Papawochen" setzt das AIT (Austrian Institute of Technology) ein Signal für seine Mitarbeiter und die Gesellschaft, dass die Familie in wichtigen Lebensphasen an erster Stelle kommt. Familie ist wichtig und das Commitment dafür wird bei AIT nicht geduldet, sondern ist ausdrücklich erwünscht", heißt es in einer Aussendung des AIT.

Der Aufsichtsrat des AIT hat der Einführung einer Betriebsvereinbarung zu den Papawochen im Rahmen des Forschungskollektivvertrages zugestimmt. Dadurch ermöglicht das AIT Vätern von neugeborenen Kindern bis zu zwei Wochen bezahlten Sonderurlaub zu nehmen. Dadurch wird es dem Vater ermöglicht, sich intensiv um die Betreuung seines Neugeborenen und der Mutter zu kümmern. Maßgeblich unterstützt wurde die Einführung der Papawochen durch die Infrastrukturministerin Doris Bures und die Präsidentin von Forschung Austria, Gabriele Ambros.

Projekte wie diese können der Grundstein für eine aktive Vaterschaft und damit ein wichtiger Beitrag zu Chancengleichheit sein", so Ministerin Bures. "Natürlich bleiben alle Sozialleistungen während den 'Papawochen' für die Väter erhalten. Es besteht vor, nach und während dieser Zeit ein Kündigungsschutz und die Gehälter werden voll ausbezahlt. Die Väter werden in ihrer neuen Lebenssituation von den Unternehmen unterstützt. Diese Zusatzvereinbarungen sollen den Arbeitnehmern von AIT und Joanneum Research die Sicherheit geben, diese Freistellung auch wirklich in Anspruch zu nehmen. Ein Wunsch von Forschung Austria ist es, dass sich die Partnerbetriebe daran ein Beispiel nehmen und solche 'Papawochen' für ihre Betriebe in Erwägung ziehen", gibt sich Gabriele Ambros, Präsidentin von Forschung Austria - des Dachverbandes der außeruniversitären anwendungsorientierten Forschung und technologischen Entwicklung - zuversichtlich. (red, derStandard.at)

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