Rekord

Überwachter Hai taucht auf 1.200 Meter ab

31. März 2010 12:07

Neuseeländische Forscher analysierten Bewegungen Weißer Haie - und fanden Hinweise auf einen "Winterurlaub"

Wellington - Das Verhalten zahlreicher Meeresbewohner ist nur in Ausschnitten bekannt - zumeist den Aktivitäten, die sich nahe der Wasseroberfläche abspielen. Was sich im tiefer gelegenen Pelagial, immerhin dem größten zusammenhängenden Lebensraum der Erde, tut, ist wesentlich schwerer zu erforschen. Neuseeländische Wissenschafter des Forschungsinstituts NIWA widmeten sich dem Weißen Hai (Carcharodon carcharias) näher und konnten bestätigen, dass die großen Räuber, die sich die meiste Zeit in den obersten Schichten des Pelagials aufhalten, im Bedarfsfall auf über einen Kilometer Tiefe abtauchen können.

Die Wissenschafter hatten vor der Stewart-Insel und den Chatham-Inseln 25 Weiße Haie mit Sendern versehen. Die Geräte zeichneten den jeweiligen Aufenthaltsort der Tiere sowie die Tauchtiefe und die Temperatur des Wassers dort auf. Nach sechs bis neun Monaten lösten sie sich von den Haien und sendeten alle Daten via Satellit zu den Rechnern der Forscher. Bei vier Tieren fielen die Geräte allerdings schon binnen zwei Wochen ab.

Lange Wanderungen, tiefe Tauchgänge

Von den 21 übrigen Haien dümpelten zwei an einer Stelle herum, die anderen machten sich auf in wärmere tropische Gewässer. Vor der Studie sei angenommen worden, dass die Meeresräuber kalte Gewässer bevorzugen. "Es scheint aber so, dass große Weiße Haie Winterurlaub machen, sie verlassen Neuseeland zwischen April und September, um wärmere Gefilde aufzusuchen", berichtet NIWA-Meeresbiologe Malcolm Francis. Bis zu 3.300 Kilometer hätten die Tiere dabei zurückgelegt. "Sie schaffen 150 Kilometer an einem Tag und brauchen nur drei Wochen, um nach Australien zu kommen." Die Temperatur des Wassers, in dem sich die Tiere bewegten, habe zwischen drei und 27 Grad gelegen.

Ein als "Shack" bezeichneter Hai verlegte sich überdies auf Tauchgänge: Das knapp fünf Meter lange Tier sei bei seinem Zug durch den Ozean mehrfach in rund einen Kilometer Tiefe abgetaucht, berichten die Forscher. Nahe Neuseeland ging er sogar einmal auf 1.200 Meter Tiefe: Ein so tiefer Tauchgang sei für diese Spezies noch nie zuvor erfasst worden, erklärte Francis.  (APA/red)


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NIWA

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14 Postings
fuchstritt
01.04.2010 11:07

recht hat er

obstbau1
01.04.2010 09:31
Die beiden...

... erwähnten auf der Stelle dümpelnden Viecher stellen eine neue Spezies dar: "Carcharodon Canis Morator" - "Faule Hundehaie".

Illuminati
01.04.2010 07:24
Abtauchen das kann HeiFisch noch besser;-)

piazza
31.03.2010 17:57
1200m

vermutlich ein Bergsteiger unter den Fischen

nomad13
31.03.2010 20:09

Ich hatte mal bei 45m einen tiefenrausch - wer weiss wie breit sein Maul dort unten wird :-)

h 90
01.04.2010 05:22

Vielleicht tauchen Haie auf 1200 meter ab, wenn sie lust auf einen Rausch haben.

heri byrd
01.04.2010 09:57

ein süchtler also

Drexau
31.03.2010 15:21
spannend!

da der weiße hai vom aussterben bedroht ist, können wir nur froh sein, dass derartige beobachtungen noch rechtzeitig gemacht wurden, bevor wir auch dieses imposante lebewesen verlieren.

wenn man darüber nachdenkt, wieviele spezies wir schon ausgerottet haben ohne auch nur das geringste über sie zu wissen, wird einem klar, dass der mensch als nächstes aussterben sollte.

t-bonesteak
01.04.2010 12:35
es sind schon soviele arten ausgestorben

ganz ohne zutun des menschen, also mal ruhig blut.

der bunte faschist
01.04.2010 12:13
wir werden nicht aussterben


eher reissen wir den ganzen verdammten planeten mit ins grab^^

xray -
01.04.2010 09:46

jaja, die gerechtigkeit, die uns so wichtig ist, ist in der natur nicht vorhanden.

obstbau1
01.04.2010 09:27
Warum soll ich aussterben?

nuk
31.03.2010 19:20

fad

theEdge
 
31.03.2010 12:53

Der Hai ist durch die Taucherei vielleicht a bisserl deppert geworden :)

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