Transfettsäuren

Fett ist nicht gleich Fett

31. März 2010, 11:16

Auch pflanzliches Fett kann gesundheitsschädlich sein

Aachen - Pflanzliches Fett gilt im Allgemeinen als gesund - das stimmt allerdings nur bedingt. Denn zwischen wertvollen Ölen in der Flasche und preiswertem Pflanzenfett in vor allem stark verarbeiteten Lebensmitteln steht ein technologischer Härtungsprozess, der zum Teil schädliche Transfettsäuren hervorbringt, teilt die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention in einer Aussendung mit.

Schädliche Transfette durch industrielle Härtung

Die von Natur aus in geringen Mengen in tierischen Fetten vorkommenden Transfette sind eher unbedenklich. Anders sieht es hingegen bei denjenigen aus, die während der industriellen Fetthärtung entstehen. Diese beeinträchtigen den Stoffwechsel sowie die Funktion natürlicher Fette und erhöhen den Serumspiegel an unerwünschtem LDL-Cholesterin. Zudem begünstige laut Studien ein hoher Konsum die Ausbildung von Übergewicht, insbesondere des risikobehafteten Bauchfettes. Transfette fördern somit Erkrankungen des Herzkeislaufsystems.

Fett ist nicht gleich Fett

Bis in die Neunziger entstanden große Mengen der unerwünschten Fette während der Margarineherstellung. Dank neuer Technologien ist der Gehalt in hochwertigen Produkten heute gering. Anders sieht es bei Lebensmitteln aus, in denen der Verbraucher die Transfette weniger vermutet. Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich: Verweist die Zutatenliste auf "gehärtetes Fett" oder "pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet" können die schädlichen Substanzen enthalten sein. Doch über den wirklichen Gehalt schweigt das Etikett. Backwaren wie Kekse und Blätterteig, Pommes frites oder Kartoffelchips sind zum Teil hoch belastet. Selbst innerhalb eines Produktes kann der Gehalt von 0 bis 35 Prozent schwanken, wenn Öle verschiedener Herkunft und Herstellungsweisen verarbeitet sind. Auch Fertigprodukte, vor allem Instantvarianten, enthalten gehärtete Pflanzenfette. Diese sind billiger und gewähren eine höhere Stabilität und damit Haltbarkeit.

Transfettsäuren entstehen auch beim Hocherhitzen von Ölen, wie etwa beim Frittieren. Wird beispielsweise Palmfett statt Öl verwendet, nimmt man zwar nicht weniger Fett auf, es entstehen jedoch nur sehr geringe Mengen der schädlichen Fettsäuren. (red)

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19 Postings
Die 4-Blutgruppendiät wirkt!
10
blutgruppendiät

Doc Steel
01
bullshit

nudlsuppendiät.

org azmo
00
31.3.2010, 23:44
gibts für diese fette nicht seit letztem juni eine obergrenze?

ich dachte, das sei alles schon gegessen...

Mandibula
00
Die Verordnung gilt seit1.9.2009,

in der Übergangsfrist bis zum 1.9.2010 dürfen noch die Restbestände unter's Volk gebracht werden.
Mahlzeit

Advaita0
21
31.3.2010, 22:10
Essentielle Fettsäuren sind das beste

für unser Gehirn und den Körper. Sie können sogar Verschlackungen in den Blutgefässen sanft abbauen.
Omega 3-6-9

Mandibula
16
Schlacken gibt es im Hochofen

bluebeard's 8th wife.
02

und wer sagt ihnen, dass advaita0 kein hochofen ist?

Mandibula
05
31.3.2010, 13:27
Der letzte Absatz ist völlig falsch

Auch wenn es von unzähligen Ernährungswissensgschafthubern immer wieder geschrieben wird: Transfettsäuren entstehen nicht in der Fritteuse (170-190 °C sind zu gering) sondern bei der Raffination des Frittierfettes (auch dabei meist weniger als 1 % trotz Temperaturen von weit über 200 °C).

Folgender Link sollte doch etwas Klarheit schaffen

http://www.swissmilk.ch/fileadmin... _12_d.html

Dagmar Rehak
 
00
31.3.2010, 18:54

Hab jetzt gegoogelt und noch was Interessantes gefunden:
http://www.dgfett.de/material/raffin.htm

Dagmar Rehak
 
10
31.3.2010, 18:31
Danke! Wieder was dazugelernt.

Aber was ist dann das, wodurch zB Sonnenblumenöl beim Braten dünkler wird? Palmfett hingegen bleibt gleich weiß, sobald es wieder abgekühlt ist. Und beim Geschmack ist auch nur beim Sonnenblumenöl ein vorher-nachher-Unterschied festzustellen.

werwolfi
00

für die dunklere (bitte nicht "dünklere" ;o) farbe sind höchstwahrscheinlich hauptsächlich maillard-reaktionen (http://de.wikipedia.org/wiki/Mail... d-Reaktion ) im bratgut verantwortlich.

Dagmar Rehak
 
10
Ich sag "dünkler". Punkt.

Aber danke für den Link. Leiwand ist die Maillard-Reaktion also auch nicht.

werwolfi
02

*sagen* kannst du "dünkler", da es umgangssprachlich ist.

in der schriftsprache hat aber es nichts verloren.

Irma la Douce
00
31.3.2010, 14:38
Danke für den Link, sehr interessant.

Dagmar Rehak
 
21
31.3.2010, 12:47
"brillant" für den letzten Absatz

Endlich steht das irgendwo.
Es ist nämlich nicht nur die böse Industrie, die aus gutem pflanzlichem Öl böse Transfettsäuren macht, sondern auch die ganz normale Fritteuse. Ketzerisch wäre es aber zu schreiben, dass auch beim Braten am heimischen Herd Transfettsäuren entstehen, wenn man Fett mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren verwendet.

Palmfett besteht zum größten Teil aus gesättigten Fettsäuren, weswegen man es erhitzen kann. Aber auch zum Essen ist es nicht schlecht. Ungesättigte Fettsäuren sind zwar gute Radikalfänger, aber auch vollständig gesättigte Fettsäuren haben einen Nährwert. Die brauchen wir zB, um unsere Zellwände neu zu bilden oder als Ausgangsstoff für Hormone. Unser Körper kann sie zwar auch selber bauen, aber essen schadet auch nix. Ein Schmalzbrot mit viel Salz und Pfeffer, Zwiebel oder Paprika ist also gesund, und ein Schweinsbraten auch.

ulrichsebene
22
31.3.2010, 13:28
sie sind doch die superrechte ernährungstante, oder?

bluebeard's 8th wife.
01

die gesundheits- und still-trollin.

Dagmar Rehak
 
00

... und kultige Gebärmutter.

Dagmar Rehak
 
10
31.3.2010, 13:57
Auch.

Kannst eh nachlesen.

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