Herbe Niederlage für SCO: Copyrights von Unix gehören Novell

31. März 2010, 11:01
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Einstimmiges Urteil der der Geschworenen - Damit kann SCO keine Gebühren für die Nutzung von Linux einheben

Das Urteil der Geschworenen war einstimmig. Die Copyrights von Unix gehören Novell. Das Unternehmen hat sie nicht an SCO weiter verkauft, als das Unternehmen das Unix-Geschäftsfeld von Novell kaufte.

Herbe Niederlage

Damit wurde der klagenden Firma SCO eine schwere Niederlage zugefügt. Die Firma behauptete seit 2003, dass sie die die Rechte an Teilen von Unix erworben habe und warf Linux-Anwendern vor, dass Teile dieses Codes unrechtmäßig in Linux übernommen wurden. Mit zum Teil spektakulären Klagen hat SCO in der Folge für große Unruhe unter Anbietern und Entwicklern aus der Linux-Gemeinde gesorgt, aber niemals stichhaltige Beweise vorlegen können. Auch wollte man Gebühren für die Nutzung von des freien Betriebssystems einheben. Dies ist nun Geschichte.

Caldera Linux

SCO hatte in den neunziger Jahren unter dem Namen Caldera Systems selbst mit Linux-Software gehandelt, die Entwicklung im Sommer 2003 jedoch eingestellt.

SCO vs. IBM

Das Gerichtsverfahren ist noch nicht zu Ende. Einige Punkte der Klage muss der zuständige Richter noch klären. Novell zeigt sich mit dem Urteil zufrieden und betont, dass das Urteil „eine gute Nachricht für Novell, für Linux und für die Open-Source-Community" sei. SCO gab sich enttäuscht und will nun seine Kräfte in eine Klage gegen IBM einbringen. Demnach soll IBM illegal Code oder Programmierkonzepte von Unix nach Linux übertragen haben, als beide Firmen gemeinsam an einem Projekt arbeiteten. (red)

 

Der Blog Groklaw  hat sämtliche Aktivitäten und Klagen von SCO ausführlich dokumentiert

 

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