Rauchverbot in Gastronomie

Grüne wollen geheime Abstimmung im Parlament

30. März 2010, 18:39
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    foto: standard/heribert corn

    Glawischnig mit Professor Neuberger (Mitte) im unfreiwilligen Raucher-Espresso "Hobby" von Betreiber Göttlich.

Obwohl mit ihrem Antrag für ein Rauchverbot in der Gastronomie abgeblitzt, geben sich die Grünen nicht geschlagen

Wien - Die Grünen lassen mit ihrer Forderung nach einem absoluten Rauchverbot für die Gastronomie nicht locker. Dienstagvormittag lädt Obfrau Eva Glawischnig in das kaum 35 Quadratmeter kleine Espresso "Hobby" in der Währinger Straße zum Lokalaugenschein. An der Seite der grünen Chefin: Manfred Neuberger, Professor für Umwelthygiene an der medizinischen Uni Wien und bei der Gesellschaft für Pneumologie engagiert. "Hobby"-Betreiber Christian Göttlich, der sich selbst zehn bis 15 Zigaretten am Tag genehmigt, legt als Erster los.

Als Passivraucher komme er in seinem Lokal auf drei bis vier Stangen pro Tag, klagt er. Denn: Die derzeitige gesetzliche Lage treibe ihn quasi dazu. Weil sein Espresso weniger als 49 Quadratmeter hat, kann und braucht Göttlich zwar keine Raucher- und Nichtraucherzonen schaffen. Aber: "Wahlfreiheit" hätte er trotzdem keine gehabt. Würde Göttlich die Glimmstängel im "Hobby" verbieten, blieben nämlich die Hälfte der Gäste aus. Also wird fleißig weitergequalmt.

Rudelrauchen verboten 

Wie die Grünen begehrt daher auch der Espresso-Chef ein Rauchverbot in allen Lokalen. Dazu wünscht er sich von der Politik "Begleitmaßnahmen", damit die Gäste wenigstens vor der Türe pofeln können. Denn die Wiener Gehsteigverordnung verbiete sowohl das "Rudelrauchen" auf der Straße als auch das Aufstellen von Gasheizschwammerln im Winter, unter denen die Nikotinsüchtigen nicht allzu sehr frieren müssten.

Glawischnig nickt. Erklärt, die derzeitige Situation für Wirte sei "untragbar" und verspricht, sich als Grünen-Chefin auch für Begleitmaßnahmen einzusetzen - obwohl die deutschen Ökos längst auch einen Feldzug gegen "Heizpilze" geführt haben, weil diese pro Stunde bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxid in die Luft blasen.

Erst unlängst sind die Grünen hierzulande im Parlament mit einem dringlichen Antrag für ein allgemeines Rauchverbot abgeblitzt. Außer dem FPK-Abgeordneten Martin Strutz stimmte kein Mandatar mit, abgelehnt wurde auch ein Antrag des BZÖ für Wahlfreiheit bei den Raucherregelungen.

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), zwar strikter Nichtraucher, hält nämlich nichts von Law -and-Order-Politik. Er will jetzt erst einmal abwarten, wie das Gesetz Wirkung zeige, das den Wirten noch bis 1. Juli Umbauarbeiten zum Schaffen von Raucher- und Nichtraucherbereichen einräumt. Auch die ÖVP plädiert dafür, das volle Inkrafttreten der Regelung sowie deren Evaluierung abzuwarten, obwohl auch deren Gesundheitssprecher Erwin Rasinger "als Arzt vehementer Nichtraucher" ist.

Glawischnig geht das alles nicht schnell genug. Sie will nun eine geheime Abstimmung über ein Rauchverbot im Parlament, ihre Partei werde jedenfalls einen entsprechenden Antrag einbringen.

Gefährlicher Nebenstrom 

Als Kronzeuge für die Sinnhaftigkeit von Rauchverboten referiert dann noch Professor Neuberger darüber, dass der "Nebenstromrauch" gefährlicher sei als der vom Raucher direkt aus der Zigarette eingeatmete. Und der Professor verweist auf Studien, wonach in Staaten, wo längst Rauchverbote herrschen, die Herzinfarkt-Raten um zehn bis zwanzig Prozent gesunken seien.

Wie sich Göttlich bis dahin behilft? Auf jedem Tisch fordert derzeit eine Karte die "werten Gäste" auf, "aufgrund der geringen Größe unseres Lokals den Rauchkonsum einzuschränken" - gleichzeitig wird aber darauf beschworen, dass sich das "Hobby" "auch in Zukunft" als Kaffeehaus versteht, "in dem Sie gerne rauchen dürfen". (Nina Weißensteiner, DER STANDARD - Printausgabe, 31. März 2010)

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Nissia
11
29.11.2011, 17:58
Eben: 19% der Österreicher für eine Verbotsgastronomie...

aber auch nur, weil sie die wahrheit über die Hintergründe und die Folgen nicht kennen....

Nissia
11
Glawischnig packelt mit dem Pharmakartell

Siehe wer die pharmaagentur vom Neuberger betribt (ganz unten auf der stratseite)

www.aerzteinitative.at

und die restlmichen PR agenten findet man auf dem "wissenschaftlichen beirates" (das niemals etwas anderes tut, als die PR texte des Pharma DKFZ zu propagieren.

Das dkfz ist mieigentümer der lizenz der gebärhmutterhalskrebsimpfung von GSK: wir haben keinen grund anzunehmen, dass es nicht genauso eigentümer der lizenz der antiraucherimpfung NicVax von GSK ist;

ad vocem
30
"Würde Göttlich die Glimmstängel im "Hobby" verbieten, blieben nämlich die Hälfte der Gäste aus."

Soviel Borniertheit ist wirklich schwer zu ertragen!

Es steht dem Herren VÖLLIG FREI, das Rauchen in seinem Lokal jederzeit zu verbieten.

Die Ansicht, dass rauchende Gäste bei einem undifferenzierten, flächendeckenden Rauchverbot dann NICHT ausbleiben würden und man ihnen nur jegliche Wahlmöglichkeit zu nehmen bräuchte, damit sie nur weiterhin brav ihr Geld in Lokalen liegen lassen, ist allerdings mehr als HANEBÜCHERN!

Niemand MUSS in ein Lokal gehen - weder RaucherInnen noch NichtraucherInnen. Und man wird Rauchende auch nicht in ein Lokal ZWINGEN können - ebenso wie NR!

Also: Ihr Gastronomen müsst euch - wohl oder übel - auch die Konsequenzen tragen trauen! Oder kommt dann ein gesetzlicher GASTRONOMIEZWANG für RaucherInnen ???

Nissia
01
29.11.2011, 19:45
Wenn mehr Prohibition, mehr Konkurse: so einfach ist es.

Natürlich steht es jedem frei: was hier versucht wird, ist die "wetbewerbsverzerrungs"lüge zu bewerben. Diese hat sich das pharmakartell 10$ kosten lassen.

Sie wollen der Massen folgendes einreden: Gliechchheit ist, wenn überall Prohibition herrscht. Sie haben damit geschafft viele Wirte gegen Wirte zu hetzen. Normalerweise bleiben nur KETTEN gegen eechte Wirte übrig: Ktten können einen kleinen Teild er freien Gastronomie gewinnen, wenn diese verschwindet.... aber sicher nicht viele, denn Ketten sind ein Ort des Konsums während die Inhabergeführte Gastronomie ein Ort des Lebens ist. Wirte können frei reden, sich mit den gästen anfreunden, Geschäftsführer nicht.

Es ist SO, absurd, dass man sich die Haare vom Kopf reissen könnte !

deine_mutter
40
umsatzgewinn durch menschen, die aus prinzip raucherlokale nicht besuchen

der wird wohl ganz außer acht gelassen?

ich, und sehr viele freunde von mir, von denen nicht alle nichtraucher sind, haben echt keine lust verpestete luft zu atmen.

deshalb gehen wir aus prinzip nicht in verrauchte lokale und unterstützen aktiv nichtraucherlokale, von denen es leider nicht allzu viele gibt - in der "fortgehszene" gibt es leider gar keine, weshalb wir auch so gut wie nicht fortgehen. wenn jemand einen club kennt, der gänzlich rauchfrei ist, wäre ich dankbar für einen hinweis :)

Nissia
01
11.6.2010, 06:49

sicher nicht: das marktangebot fasst schon alle. sehr wenig nachfrage.

meineMeinung1969
02
Er wird nicht ausser Acht gelassen.

Aber der von Ihnen genannte Umsatzgewinn steht einem viel grösseren Umsatzverlust durch Ausbleiben der Raucher gegenüber.
Und logisch gesehen - auch ein Gasthaus ist ein Betrieb, der ausschliesslich vom Gewinn und nicht von der angeblichen Ethik o.ä. Schwachsinn überleben kann.

mM

deine_mutter
10
und wer sagt dass dann alle raucher wegbleiben?

ich denke, dass menschen ihre lieblingslokale nicht einfach verlassen werden, nur weil man dort nicht mehr rauchen darf. wenn in allen lokalen nicht mehr geraucht wird, gibt es keinen grund woandershin auszuweichen.

wie schon oft genug gesagt wurde - in fast allen zivilisierten ländern funktioniert das rauchverbot. verstehe nicht warum österreich in dem punkt in der steinzeit bleibt.

El Chó
10

natürlich bleiben dann alle Raucher weg. So funktioniert Sucht. Versuchen Sie mal einen Süchtigen von seinem Stoff zu trennen- er wird eher versuchen Sie umzubringen, als sich das gefallen zu lassen.

Solange es kein flächendeckendes Rauchverbot gibt, haben Nichtraucherlokale leider keine Chance...

Searles
 
20

Hihi, das Forum als Studienbestaetiger? http://www.heise.de/tp/blogs/3/147373

Duck-und-schnell-weglauf

Vermeeren
27

Hihi der Punkt, dass die Gasschwammerl wiederum soviel Kohlendioxid rausblasen ist eigentlich witzig, irgendwie dreht sich alles im Kreis und irgendwann beißt sich die Katze in den Schwanz.

Ein Kommentar in der medianet meint ganz richtig, dass wenn man um konsequent zu sein auch ein Alkoholverbot erlassen müsste um dem Gesundheitsgedanken Rechnung zu tragen (http://www.medianet.at/medianet/... ten.html).

Und wer jetzt denkt mit Alkohol schadet man sich nur selbst, wird von der Autorin auf psychosoziale Ambulanzen und Frauenhäuser verwiesen - was auch wiederum stimmt.

gesundheitsministerium@wko.at
81
aso...


...wenn besoffene also autounfälle bauen
oder ihre familie prügeln ist das "passivtrinken"?
(beides übrigens verboten...)

dann ist auch der abgebrannte mitbewohner
eines altenheims ein passivrauchtoter
wenn der nachbar auf 3b mit tschick eingschlafen ist...

Dogshit Miller
06
alles egal...

...das Hobby ist SUPER

jack metzer
 
17

Diese Frau und dieser professor bilden eine grosse Gefahr für die Demokratie.

Nissia
00
29.11.2011, 19:50
OGP ist eine PR Agentur des Pharmakartells

Moment: dieser Pharmalobbyist und diese Pharmalobbyistin bilden eine große Gefahr für doe Demokratie.

Dioe www.aerzteinitiative.at ist eine Pharma_PR Agentur : Eli Lilly, GSK, Novartis, PFIZER (unten auf der startseite).

Siehe dann "Vorstand". Da ist der NEUBERGER. (herunter scrollen rentiert sich auch).

alexanderletten
 
50

Enrico Furioso?

frank franki
81

jack, wie gewohnt eine metzerscharfe analyse.

gesundheitsministerium@wko.at
80
sagens...

...gibts in den niederlanden für raucheraktivisten
wie sie - nichts mehr zu tun?

@gefahr für die demokratie:
genau :-)
gegen die beiden ist die kronenzeitung harmlos...
(ironie! - zur sicherheit...)

jack metzer
 
07
MITTELEUROPÄISCHE KULTUR

Doch, Ministerium, mache ich auch nebenbei. Aber ich unterhalte mich auch gerne mit den Österreichischen Verbotssüchtigen, damit ich verstehe was euch treibt. Österreich ist eine alte Mitteleuropäische Kultur, alles habt ihr schon erlebt. Ich denke, das gerade Österreich, für die Welt, ein Beispiel sein wird, wie man diese Zwangsneurotische Verbotswut ein Ende bereiten kann.

gesundheitsministerium@wko.at
60
@vorbild


stimmt - als vorbild für pfusch und politische
unfähigkeit...

Atlas Shrugged
 
06
31.3.2010, 22:15
Wahnsinn :)) des wird ja immer besser

a jeder a Marlboro, 3 Meter Abstand und werfen is verboten :)

priority
011
31.3.2010, 20:32
Keine Antwort???

alexanderletten

Den fehlenden Umsatz kann der rauchende Gast selbst kompensieren, indem er weiterhin sein Lokal besucht. Rauchen kann er zu Hause auch.
Kann doch nun wirklich nicht so schwer sein.

priority

.
`tschuldigen schon, aber das halte ich jetzt für ihren Wunschtraum.

Ihre Meinung in ehren, aber das wird es so nicht spielen.Die Raucher, bzw die Gatrobetreiber werden neue Formen finden, wo die Raucher wieder befriedigt werden und der Rest der Nichtraucherlokale wird langsam sterben. Warum soll man sich da mit irgendwelchen Verboten als Gast herumschlagen und nach draussen gehen???
Man wird diese Nichtraucherlokale einfach meiden und Schluß.
So, jetzt nochmal meine Frage: wer wird die fehlenden Raucher ersetzen?

alexanderletten
 
100
31.3.2010, 21:57

Entschuldigung, ich habe Ihnen darauf mehrmals geantwortet.

metacomet
06
lieber ein raucher als ein schizo....

ich poste seit jahren nur mit einem nick und ich kann hiterfotzigkeit nicht leiden...

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