Präsident Della Valle nach Rücktritt als Ehrenpräsident: "Werde nicht verkaufen" - Anti-Doping-Staatsanwalt fordert ein Jahr Sperre für Fiorentina-Star Mutu
Florenz - Der italienische Fußball-Erstligist AC Fiorentina steht
nicht zum Verkauf. Trotz seines Rücktritts als Ehrenpräsident des
Traditionsclubs will sich der Vereinsbesitzer Diego Della Valle nicht komplett
zurückziehen. "Ich werde nicht verkaufen", betonte der Unternehmer am späten
Dienstagabend.
Im September vergangenen Jahres hatte bereits sein Bruder Andrea Della Valle
das Amt des Club-Präsidenten offiziell aufgegeben, die Geschicke des Vereins
aber dennoch weiter geführt. Nun werde auch sein Rücktritt keine negativen
Auswirkungen auf die Zukunft des Clubs haben, erklärte Diego Della Valle.
Italienische Zeitungen hatten bereits über einen Verkauf des Vereins spekuliert.
Diego Della Valle hatte in einem Offenen Brief nicht näher genannten Kreisen
vorgeworfen, einen Keil zwischen die Fans und die Führung des Clubs zu treiben.
Die Situation sei "nicht mehr tolerierbar" gewesen. Der Club-Patron hatte sich
zudem mit Trainer Cesare Prandelli überworfen, weil der sich nicht klar zum Club
bekannt habe. "Wir haben uns darüber ausgesprochen, wie der Club in Zukunft
geführt werden soll", sagte der Clubchef der Gazzetta dello Sport.
Medienberichten zufolge soll Prandelli mit einem Wechsel zu Juventus Turin
geliebäugelt haben. Außerdem war er als möglicher Nachfolger von Nationaltrainer
Marcello Lippi gehandelt worden. Nun beeilte sich Prandelli, auf der
Internetseite des Vereins mit einem Treueschwur für Klarheit zu sorgen. Er wolle
seinen Vertrag bis 2011 in Florenz erfüllen, teilte der Coach mit.
Der italienische Anti-Doping-Staatsanwalt Ettore
Torri hat unterdessen eine einjährige Sperre für Adrian Mutu gefordert. Das war das Ergebnis
einer Anhörung des nach zwei positiven Dopingproben suspendierten
31 Jahre alten Fiorentina-Stürmers vor dem
Olympischen Komitee Italiens (CONI).
Mutu war bei Kontrollen am 10. und 20. Januar die verbotene
Substanz Sibutramin nachgewiesen worden. Der Rumäne war wegen
eines Kokain-Vergehens bei seinem früheren Klubs FC Chelsea 2004
schon einmal für sieben Monate gesperrt worden. (APA/sid/red)