Implantate stellen hohe Anforderungen an die Produktion, denn die haltbaren Materialien sind schwer zu bearbeiten
Immer mehr Menschen werden immer älter und möchten möglichst lange mobil sein. Implantate leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Die Anforderungen an sie steigen kontinuierlich. Künstliche Knie- und Hüftgelenke, Knochenplatten und -schrauben müssen hochpräzise bearbeitet werden, damit sie über perfekte Oberflächen verfügen. Damit die Implantate lange halten, setzen Hersteller auf anspruchsvolle Materialien wie Titan und Kobalt-Chrom. Sie sind schwer zu bearbeiten und es ist eine Herausforderung damit in kurzer Zeit anspruchsvolle Formen herzustellen. Bei komplizierten Knochenbrüchen leistet die Computertomographie wertvolle Dienste. Anhand der Bilddaten wählt der Arzt ein geeignetes Implantat aus und positioniert es am Computer im virtuellen Bruchbereich.
Individuelle Bedürfnisse
Mit innovativen Technologien von Siemens werden komplette 3D-Modelle für die schnelle und einfache Modellierung und Bearbeitung erstellt. Bevor das Produkt entsteht, kann man den kompletten Produktionsprozess virtuell durchlaufen lassen. Daten, die während der Planungsphase definiert wurden, etwa Fertigungstoleranzen und Oberfläche, sind mit den 3D-CAD-Modellen als Produkt- und Fertigungsinformation verknüpft. Das vollständige, geometrische 3D-Modell ist mit den angefügten Daten für die Fertigungsentwicklung verfügbar. Damit ist es möglich, Implantate an die individuellen Bedürfnisse eines Patienten anzupassen und auch kleine Stückzahlen herzustellen. Eine weitere Anforderung ist die äußerst präzise Bearbeitung des Werkstücks. Dies geschieht mit ausgereiften Zerspanungstechnologien, dem so genannten High-Speed-Cutting.