Wie Google die Android-Plattform vor der Zersplitterung retten will

30. März 2010, 10:45
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Künftig sollen weite Teile des Systems über den Market aktualisiert werden

Mit der derzeit rasch wachsenden Popularität von Android und der Fülle der damit verfügbaren Handsets stellen sich auch ganz neue Herausforderungen für die primäre treibende Kraft hinter dem mobilen Betriebssystem, Google. Vor allem die zunehmende Fragmentierung der Plattform bereitet externen EntwicklerInnen zunehmend Kopfzerbrechen. Schon jetzt gibt es mit Android 1.5, 1.6, 2.0.1 und 2.1 vier im Umlauf befindliche Ausgaben des Betriebssystems, die von einer substantiellen Anzahl von UserInnen genutzt werden, bei der Entwicklung also nicht so ohne weiteres ausgespart werden können.

Fragmente

Dafür verantwortlich zeichnet vor allem der Umstand, dass die Handset-Hersteller und Netzbetreiber nur äußerst langsam bei der Aktualisierung der mitgelieferten Firmware voranschreiten. Eine Problematik, der man sich bei Google offenbar durchaus bewusst ist: Wie Engadget berichtet, will der Hersteller die Fragmentierung mit kommenden Versionen des eigenen Betriebssystems weitgehend minimieren.

Updates

Demnach sei künftig geplant, Anwendungen direkt über den Android Market zu aktualisieren. So könnte dann etwa eine neue GMail-Version rasch an sämtliche Handsets ausgeliefert werden - analog dazu wie es schon jetzt bei Google Maps der Fall ist. Darüber hinaus könnte Google aber auch ausgewählte Systembestandteile - etwa eine neue virtuelle Tastatur - auf diesem Weg einzeln aktualisieren.

Einbremsen

Damit einher soll eine "Beruhigung" der Plattformentwicklung gehen, die bisher gewohnten, häufigen Updates des Android-Systems sollen künftig nur mehr seltener vorgenommen werden. Dies auch deswegen, da Android mittlerweile eine gewisse "Reife" erreicht habe, die wichtigsten APIs definiert sind und so die Anwendungsentwicklung stärker in den Vordergrund treten soll.

Froyo

Laut dem Bericht sollen die entsprechenden Änderungen im Verlaufe der nächsten zwei Releases der Android-Plattform - bislang nur unter den Codenamen "Froyo" und "Gingerbread" bekannt - eingeführt werden. Konkrete Details zu deren Verfügbarkeit gibt es zur Zeit allerdings noch nicht. Zwischenzeitlich zeigen sich die meisten Anbieter von Android-Smartphones immerhin schon mal bemüht ihre aktuellen Modelle auf Android 2.1 zu aktualisieren. (apo, derStandard.at, 30.03.10)

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