Medienbranche

Die Hälfte der Einsteiger arbeitet umsonst

29. März 2010, 19:18
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    foto: www.pixelio.de/birgith

    Viele müssen anfangs unbezahlt in die Tasten hauen.

Laut einer britischen Umfrage starten 44 Prozent mit unbezahlten Jobs, um in der Branche Fuß zu fassen

Der Einstieg in die Medienbranche gestaltet sich für junge Journalisten und andere Kreative schwierig und wenig lukrativ. Wie eine britische Erhebung ans Tageslicht bringt, startet fast die Hälfte mit unbezahlten Jobs in das Berufsleben. 44 Prozent der Befragten sagten im Zuge der Studie von Skillset, sie hätten zunächst ohne Bezahlung gearbeitet, um den Einstieg in die Branche zu schaffen.

Noch immer erfolgen Anstellungen oft informell und nach dem Prinzip "Wer kennt wen". Sprich, es scheint weiterhin gängige Praxis zu sein, Jobs über Beziehungen zu vermitteln. Eine gleichberechtigte, offene Chance für alle Bewerber stehe dabei oft zurück, heißt es von Skillset.

Best-Practice-Richtlinien

Um dem Trend entgegenzuwirken veröffentlichte Skillset nun Best-Practice-Richtlinien und Fallbeispiele von Anstellungs- bzw. Praktika-Modellen, die unter anderem Feedback von Praktikanten aus der Branche beinhalten. Dabei wurde eine breite Palette von Medienhäusern, angefangen bei der BCC bis hin zu kommerziellen Radiosendern wie Global Radio abgedeckt.

Laut Skillset sollten Medienunternehmen wenigstens die Mindestgehälter bezahlen, die für Praktika vorgesehen sind. Dabei soll zudem ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten nicht sowie 40 Stunden pro Woche nicht überschritten werden. "Wir versuchen sicherzustellen, dass die besten Talente auch fairen Zugang zu den Arbeitsplätzen erhalten", so Clive Jones, Chairman bei Skillset. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 61
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Otto-Normal-Tschutsch
00
11.5.2010, 14:06
Die Hälfte der Politiker arbeitet umsonst.

Aber keiner davon gratis.

Herr Plumm
00
11.4.2010, 21:24

haha. das erinnert mich an die vergangenheit...damals noch in der molekularbiologie tätig (über freien dienstvertrag ne diss gemacht) meinte der chef, wenn mir was nicht passt...es gibt genug aus dem ostblock oder weiter östlich die gratis für ihn arbeiten würden... hat dann aber doch nie stattgefunden...dieser d.... angeber :-)

Management Quatscher
00
31.3.2010, 19:16
Irgendwas mit Medien .....

... und nun wundern sich alle, warum der dreißigtausendste Absolvent der Kommunikationswissenschaften ("ich möchte irgendwas mit Medien studieren") gratis arbeiten darf/muss/soll, wenn die Nachfrage ca. 100 Leute pro Jahr umfasst. Wirklich sehr komisch. Seltsam.

ultrakarmingrau
01
31.3.2010, 12:25
"Journalisten und andere Kreative"

Gelten Journalisten wirklich schon als "Kreative"? Was ist aus der guten alten (altmodischen?) Recherche geworden?

Franz Mukal
01

im besten Fall googeln, im normalen Fall APA

Bombayflüchtling
01
31.3.2010, 11:12

Geistige Leistung wird nicht mehr geachtet. Und dementsprechend schaut unsere Welt aus.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
31.3.2010, 08:27
Selbstausbeutung als Start ins Berufsleben - Wahnsinn!


Robert Knaus
00
31.3.2010, 07:36
Angebot - Nachfrage

Billige Magister der Publizistik und Co. tauschen ihre Arbeitskraft am Markt gegen Geld, nur gibt es zu viel angebot an solcher Arbeitskraft.

prinzessin leia
01
30.3.2010, 23:41

Das hätte ich auch ohne Untersuchung bestätigen können. Meine Meinung:

Hiermit nominiere ich den Journalismus für den Titel "Verlogenste Branche überhaupt". Gut, es gibt Waffenhersteller, Banken und die Politik im Allgemeinen, die konkurrieren können. Aber reden wir doch einmal offen über den Journalismus.

Mehr dazu hier:
http://7leia7.blogspot.com/2010/03/a... e-auf.html

Robert Knaus
41
31.3.2010, 08:06

Die am lautesten nach fremdem Geld schreien (vor allem Studenten der Geschichte, Politik, Architektur, Publizistik,..) genießen eine teure und lange Ausbildung, die sie in die Arbeitslosigkeit führt oder in Jobs für die sie die Ausbildung nicht brauchen. Dann regen sie sich auf, dass sie trotz "Mag.rer.pol." prekäre Jobs annehmen müssen. Diese Absolventen schreien ihr Leben lang nur nur nach dem Geld anderer.
Als zB Publizistikstudent würde ich mich schämen, dass ich trotz aller Warnungen damit angefangen habe, damit ich einen billigen Magister bezahlt kriege, aber ganz sicher nicht auch noch etwa sogar auf der Straße nach fremdem Geld brüllen.

prinzessin leia
02
31.3.2010, 10:14

also weil ich arbeiten gehe - meist sowieso wesentlich mehr als verlangt, Wochenend- und Abenddienste werden außerdem sowieso vorausgesetzt (ist das in Ihrer Branche genauso? Wage das zu bezweifeln) - und dafür fair bezahlt werden möchte, schreie ich nach "fremdem Geld"? Unter "das Geld anderer" verstehen Sie also Bezahlung im Allgemeinen - und die steht einem Studienabsolventen sowieso nicht zu?
Was in aller Welt ist das denn für eine verquere... na ich möchte das nicht einmal Logik nennen...

Wohl nicht durch die Uni gekommen, wie? Oder gemerkt, dass Studenten doch nicht alle dämlich sind und sich von Ihnen ausnehmen lassen? Meine Vermutung...

1000 Kopfläuse können nicht irren
01
31.3.2010, 08:29
Sie wohnen nicht zufällig bei Graz?

Dort kenne ich nämlich einen "Unternehmer", der bereits 3 Ausgleichsverfahren hinter sich hat. Die Gläubiger sind um 100.000e Euro umgefallen und der Gute führt seine Firma heute noch. Auch er schimpft gerne über die "nutzlosen Studenten, die nur das System belasten"...

Rune Rebellion
02
31.3.2010, 08:15

Ojemine... Sie lassen wohl auch keine Möglichkeit aus, ihre ewig gleiche Studenten-Hass-Parole zu copy und pasten - auch wenn sie gar nicht zum Thema passt.

Crunchynat
01
30.3.2010, 21:32
aus dem wahren leben...

wer journalisten nicht für "kreativ" hält, hat wohl noch nie journalistisch gearbeitet. was sicht gut und amüsant in hochglanzmagazin und zeitung liest, entsteht meist aus kurzem memo von chefredakteur oder arrogantem künstler etc. Umsonst arbeitet man leider zu oft, weil der name des verfassers - wenn er quasi ein frischling ist - sich niemals am ende eines artikels wiederfindet. gratis arbeitet man jedoch noch öfter, da sogar in renommierten kreisen sklaverei gang und gebe ist. also bitte, es solle nur der zum thema beitragen, der weiss was es heisst kreativer und un(ter)bezahlter journalist zu sein...

Der Österreicher
00
31.3.2010, 09:09

Bei Ihrem Schreib-stil wundert mich das gar nicht.

Rune Rebellion
06
30.3.2010, 15:20
Oh Mann...

...was bin ich froh, mittlerweile den beruflichen Absprung aus der Medienbranche vollzogen zu haben. Was ich dort in wenigen Jahren in verschiedenen (österreichischen) Unternehmen an Ausbeuterei, Mobbing, Freunderlwirtschaft, Verlogenheit, Übervorteilung und anderen Schweinereien erlebt habe, das reicht eigentlich für ein ganzes Arbeitsleben.

Nie wieder! Besonders leid tun mir dann auch oft jene jungen talentierten Leute, die mit vollmundigen Versprechen (Stichwort: Angestelltenverhältnis) angelockt werden, ihr Potential in un- oder minderbezahlten Praktikumsplätzen dem Unternehmen überlassen und dann wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen werden, weil ja schon die nächsten warten, die für lau hackeln.

Einfach eine Kack-Branche.

extradienst
11
30.3.2010, 19:57

Geht mir genauso. Ich könnte jetzt eine Menge erzählen ...

rolin
00
30.3.2010, 14:32

Gratis arbeiten und “free pitches” sind wahrliche krankhafte Seuchen in der Kreativbranche und speziell hier im UK!

natoll
02
30.3.2010, 12:06

naja, bei uns arbeiten einige auch umsonst. aber bei weitem nicht kostenlos.

yoghurtinator
 
01
30.3.2010, 11:57
Da muss man doch etwas dagegen tun

Solange wir fürs Posten nichts bezahlt kriegen, sollten wir das Forum bestreiken.

Der Österreicher
00
30.3.2010, 11:47

Ich habe als Student nie ein Praktikum gemacht, sondern während des Studiums nebenbei gearbeitet. Natürlich habe ich dafür Geld bekommen, und viel Praxis gelernt.

2 Monate nach dem Diplom hatte ich einen Job.

Ein Studium alleine ist nichts wert. Und wer sich danach einmal um etwas Praxis bemüht hat durchaus schlechte Karten.

ulrichsebene
40
30.3.2010, 19:08
ihr deutsch spricht weder für ein studium - "viel praxis gelernt", "und wer sich danach EINMAL (?) um etwas praxis bemüht, hat schlechte karten" - noch für einen klaren kopf!

Philippe
00
31.3.2010, 11:35

Sein Deutsch ist durchaus okay. An deinem Leseverständnis hapert's.

tramezzino
01
30.3.2010, 15:54

dass es für den später auszuübenden beruf nichts bringt, wenn man kellneriert, hat sich noch nicht überall durchgesprochen...

tomato tirol
00
30.3.2010, 11:43
wundert mich nicht

normalerweise bildet der gehalt doch den wert der arbeit ab. nicht immer, deshalb verdienen banker "gut" und hausfrauen "schlecht", aber journalisten jedenfalls nichts, weil diese arbeiten ja umsonst, und das sollte jedenfalls unentgeltlich sein :-)

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