Promotion - entgeltliche Einschaltung

Compagnie Heddy Maalem - Doch der Teufel geht neben uns

31. März 2010, 10:01
posten

Über archaisches Theater und modernen Tanz, Bewegungsstudien par exellence und ein Stück zum Thema Scham und Schande

"Ich fragte mich, was geschieht, wenn ein Reich stirbt. Was geschieht mit seiner Nachkommenschaft, mit seinen Nachfahren? Und ich dachte: Kann Schönheit aus dem Tod, aus dem Tod eines Reiches entstehen? Eine andere Art von Schönheit natürlich - kann sie aus den Ruinen eines untergegangenen Reiches auferstehen?" Nurrudin Farah (Somalischer Schriftsteller)

****

Ein Stück über den Puls unserer Welt, über Rhythmus und Atem: Der Schweizer Perkussionist Fritz Hauser, der im Festspielhaus an zwei Abenden auch solistisch zu erleben war/ist (Trommel mit Mann und Stilllifes), arbeitet in "Mais le diable marche à nos côtés" (Aber der Teufel geht an unserer Seite) mit dem aus Nordafrika stammenden Choreografen Heddy Maalem und seinen TänzerInnen zusammen an einer Musik aus Atem- und Bewegungsmustern der Tänzer - Innen. Archaisches und Modernes treffen dabei aufeinander. Die Körper der TänzerInnen sprechen im Einklang mit und durch den Schlag der großen Trommel: Bewegung, Hast, der langsamere Rhythmus der Natur oder irritierendes, aufgeregtes Flattern. Ein Tanz über Anfang und Ende der Welt, in der wir leben, über das, was uns in der Spirale des Heute gefangen hält - über das Leben als Reise, als Fluß.

Adom Modulations / fleischlos von Zufit Simon

Adom steht im Hebräischen für Rot, "Dam" meint Blut, "Adam" heißt der erste Mensch und "Adama"
die Erde. Alle vier Begriffe bilden ein wichtiges Bezugsfeld. Adom ist ein choreografisch dichtes, hoch musikalisches Duett, das zwei feingliedrige Körper in ein Netz aus komplexen Bewegungsfiguren spannen. Die Körper streben nach dem aufrechten Gang, straucheln, wanken, den Absturz ins Bodenlose vor Augen.

Die Idee der Bewegungen entstand aus der Beobachtung alltäglichen Situationen allein und mit Anderen. Welche Form und Art der Selbstbeobachtung und -überwachung meiner Verhaltensweisen hat welche bewussten und unbewussten Bewegung zur Folge. Mein Körper folgt bewussten und unbewussten/intuitiven Reaktionen, die sich zu komplexen Bewegungen entwickeln und so eine Ganzheit herstellen. Eine 5 Min. Version dieser Arbeit erhielt den 3ten Preis Solo-Tanz-Wettbewerb, Leipzig, EuroScene 2005.

Nir de Volff, Knut Berger - 3Some

Es treffen sich ein Israeli, eine Palästinenserin und ein Deutscher, um über Scham und Schande zu sprechen - im Rahmen zweier Teile ist das der Inhalt des Stücks "3Some". In der Produktion von Knut Berger und Nir De Volff wird in der Badewanne diskutiert bis zum Scheintod, fliegen Federn und Knüppel, tanzen sich Sahara abu Gosh, Nir De Volff und Knut Berger überdreht, humorvoll - vor einem doch sehr ernsten Hintergrund - und mit viel Selbstironie, durch ein Bühnenbild der Verwüstung. Auf der Suche nach einer Erklärung für das erste, durch Adam und Eva dokumentierte Gefühl in der Menschheitsgeschichte, erkennen sie: Scham ist Angst vor Schande.

Das Programm

Mais le diable marche à nos côtés

Samstag, 17. April 2010, 19.30 Uhr, Großer Saal

Compagnie Heddy Maalem
Heddy Maalem Choreografie
Fritz Hauser Musik
Boa BaumannBühne
Brigitte Dubach Licht
Rachel Garcia Kostüme
Iffra Dia, Dramane Diarra, Bintou Dembélé, Yu Erge, Hardo Ka, Milla Koistinen, Keong Swee Lee, Qudus Onikeku & Soile Voima Tanz
Das Werk wird im Rahmen eines Arbeitsaufenthaltes in La Filature/Mulhouse im Februar 2010 erarbeitet. Uraufführung: 9. März 2010 in La Filature, Scène Nationale/Mulhouse, Frankreich

Einführungsgespräch mit Christina Gillinger-Correa Vivar

Samstag, 17. April 2010, 18.30 Uhr, Box
Karten € 8 bis € 35;

Adom Modulations / fleischlos

Donnerstag 6. Mai, 2010, 19.30 Uhr, Box
Karten € 15

Adom Modulations
Zufit Simon Choreographie, Tanz
Brit Rodemund Tanz
Musik: NACKT "Zufit Piece 1", SCREEN 1, Emre Sevindik "adom by" artblauTanzwerkstatt Produktion

Fleischlos
Zufit Simon Choreographie, Tanz
JOM Licht und Sound
artblau Tanzwerkstatt Produktion 

3Some

Samstag, 8. Mai 2010, 19.30 Uhr, Box
Karten: € 20

Knut Berger & Nir De Volff Konzept, Regie, Kostüm- und Bühnenbild
Benjamin Schälke Licht
Jan Oscar van der Greft Assistenz

Reservierungen unter +43(0)2742/908080-222, karten@festspielhaus.at bzw. www.festspielhaus.at

  • Die Compagnie Heddy Maalem beschäftigt sich tiefgreifend mit Obsessionen. Afrika, die Heimat von Maalem, ist der Kontinent, der seinen kraftvollen Geschichten den Stoff liefert.
    foto: festspielhaus st. pölten

    Die Compagnie Heddy Maalem beschäftigt sich tiefgreifend mit Obsessionen. Afrika, die Heimat von Maalem, ist der Kontinent, der seinen kraftvollen Geschichten den Stoff liefert.

  • Heddy Maalem über die Entstehung des Stückes: "Es wird vom Anfang einer Welt erzählen, vom unvermeidlichen Ende dieser Welt, in welcher wir leben, und von den Bewegungen, die wir ausführen, wenn wir uns in die Spirale des Heute hineindrehen und -winden."
    foto: festspielhaus st. pölten

    Heddy Maalem über die Entstehung des Stückes: "Es wird vom Anfang einer Welt erzählen, vom unvermeidlichen Ende dieser Welt, in welcher wir leben, und von den Bewegungen, die wir ausführen, wenn wir uns in die Spirale des Heute hineindrehen und -winden."

  • 3Some: Wo die Bühne eine Badewanne ist, die zum Ort der sehr persönlichen Begegnung eines Israeli, eines Deutschen und einer Palästinenserin wird.
    foto: festspielhaus st. pölten

    3Some: Wo die Bühne eine Badewanne ist, die zum Ort der sehr persönlichen Begegnung eines Israeli, eines Deutschen und einer Palästinenserin wird.

Share if you care.