Demokratiebewegung NLD beschließt Wahlboykott

29. März 2010 12:18

Partei von Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi löst sich durch diese Entscheidung automatisch selbst auf

Rangun - Burmas Nationale Liga für Demokratie (NLD) wird sich nicht an den von der herrschenden Militärjunta organisierten Wahlen im Herbst beteiligen. Das hat das Zentralkomitee der Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi am Montag in Rangun beschlossen. Nach den Bestimmungen des von der Junta erlassenen Wahlgesetzes hätte die NLD ihre unter Hausarrest stehende Vorsitzende Suu Kyi ausschließen müssen, um sich registrieren lassen zu können. Keine Person mit einer Vorstrafe darf einer politischen Partei angehören.

Die Parteienregistrierung muss laut Wahlgesetz innerhalb von sechzig Tagen nach der am 8. März erfolgten Kundmachung des Gesetzes vorgenommen werden. Eine Nichtregistrierung hat automatisch die Auflösung der Partei zur Folge. Die NLD hatte 1990 die Wahlen zu einer Verfassunggebenden Nationalversammlung in Burma mit Vierfünftelmehrheit gewonnen, doch annullierte das Militärregime das Wahlergebnis. (APA/AFP)

Bei uns hat jeder User das Recht auf Zensur
29.03.2010 12:47
ein weiser Schachzug

die Wahlen wären - nach dem, was derzeit darüber bekannt ist - auch schon so eine reine Farce gewesen.

So aber kann darüber nicht einmal mehr hinweggelogen werden, weder im Lande selbst, noch international.
Die ASEAN-Staaten und speziell China natürlich werden sich wieder mal "nobel" zurückhalten, ist zu befürchten.

h 90
29.03.2010 16:46

China ist kein Asean Staat.
Generell schoen wenn langsam aber doch Myanmar demokratisch wird.

Der Teufel
13.04.2010 20:54

Ich war vor drei Jahren in Burma und heuer wieder.

Vor drei Jahren haben sich die Menschen noch ein bisschen getraut über Politik zu reden. Heuer war das fast gar nicht mehr.

Selbst als Tourist hatte ich mehrmals Probleme mit der Polizei. Ich wurde verhört und es wurde mir mit Gefängnis gedroht.
In einer anderen Stadt wurde ich festgehalten und dann in einen Bus gesetzt der so voll mit stinkendem Schweinefutter war, dass ich nur hinein kriechen konnte. Aussteigen durfte ich dann erst nach 200km wieder. Ich wurde offen und verdeckt verfolgt und beschattet.

Von Wahlen hat fast niemand etwas gewusst und wenn ich fragte ob jemand an faire Wahlen glaubt, dann wurde ich fast ausgelacht.

Demokratisch wird da nichts.

byron sully
29.03.2010 13:37

seh ich genauso.

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