16 Prozent der Bahnfahrer wollen aufs Auto umsteigen

29. März 2010, 10:21
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AK: "Das ist ein Alarmsignal" - Unmut über mangelnde Information bei Verspätungen

Wien - Pendler wünschen sich pünktlichere Züge und Busse, bessere Information über Verspätungen und klagen über hohe Fahrtkosten. Das hat eine aktuelle Pendler-Umfrage der Arbeiterkammer (AK) unter 1.100 Bahnfahrern ergeben. Rund 16 Prozent der Befragten überlegen, von Bussen und Bahnen aufs Auto umzusteigen. "Das ist ein Alarmsignal", sagte AK-Präsident Herbert Tumpel. Die Bahn müsse Pendler als Kunden ernster nehmen.

16 Prozent weniger Bahn-Fahrer wären laut AK täglich etwa 9.000 Autofahrer mehr auf den Straßen in und um Wien. Ihr Umstieg aufs Auto würde die Bahn nach Schätzungen der AK bis zu neun Millionen Euro jährlich kosten.

76 Prozent der Pendler schätzen die Fahrtkosten als hoch oder sehr hoch ein. Fast 80 Prozent der Befragten forderten mehr Pünktlichkeit. Jeder Zweite wünscht sich die Züge oder Busse in kürzeren Intervallen und über 45 Prozent der Befragten möchten eine bessere Abstimmung der Anschlusszüge. Die Ergebnisse zeigten auch starke regionale Unterschiede: Sehr häufig von Verspätungen betroffen sahen sich 61 Prozent der Befragten aus der Richtung von Laa an der Thaya und Mistelbach sowie Bernhardsthal oder Gänserndorf.

Über Verschlechterungen beim Fahrplan klagten insgesamt 53 Prozent der Befragten, insbesondere aus den Richtungen Bernhardtsthal/Gänserndorf. Auffallend verbessert haben sich die Einschätzungen der Bahnpendler zur Strecke Deutschkreutz, Wiener Neustadt, Baden.

Laut AK-Umfrage zeigen die Pendler Verständnis, dass es aufgrund von Bauarbeiten zu Zugausfällen komme. Nur rund acht Prozent äußerten gar kein Verständnis für baustellenbedingte Verzögerungen.

Die Arbeiterkammer forderte bessere und genauere Fahrgastinformationen. Zudem müssten Pendler steuerlich entlastet werden. Wer mit Öffis zur Arbeit fährt und damit die Umwelt entlastet, sollte mit einem großen Pendlerpauschale belohnt werden. Die AK hatte von Dezember bis Jänner die Bahn- und Buspendler nach ihren Problemen am Arbeitsweg befragt. (APA)

  • 76 Prozent der Pendler schätzen laut einer Umfrage die Fahrtkosten als hoch oder sehr hoch ein
    foto: derstandard.at/gedlicka

    76 Prozent der Pendler schätzen laut einer Umfrage die Fahrtkosten als hoch oder sehr hoch ein

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