Pedelec & E-Bike

Schwerer Drahtesel, leichtes Treten

Maria Kapeller, 30. März 2010, 14:30
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    foto: öamtc

    Pedelecs unterstützen Radfahrer mit einem zusätzlichen Motor, der bei Bedarf anspringt. Die Akkus werden in der Steckdose aufgeladen.

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    Der ÖAMTC hat kürzlich einen Elektrofahrrad-Test durchgeführt. Von zehn überprüften neuen Modellen wurden die meisten mit Gut oder Sehr Gut beurteilt, das am schlechtesten benotete Pedelec bekam ein Befriedigend.

Elektro-Fahrräder helfen der Muskelkraft mit einem Motor auf die Sprünge - Aufgeladen wird der Akku in der Steckdose

Nach China, wo es heute schon mehr Elektro-Fahrräder als Autos gibt, kam der Boom über Europa, wo er vor allem in den Niederlanden schon seit längerem ausgebrochen ist. Auch Österreicher kommen zunehmend auf den Geschmack, auf Räder mit Elektro-Antrieb zu setzen.

Pedelecs - Pedal Electric Cycle

Vorweg: E-Bike ist der allgemein verwendete Überbegriff für Drahtesel mit Elektro-Unterstützung. Fachleute unterscheiden aber zwischen den tatsächlichen E-Bikes und den so genannten Pedelecs (Pedal Electric Cycle). Erstere funktionieren ähnlich wie Mopeds, Gas gegeben wird zum Beispiel über einen Drehgriff mit der Hand, selbst getreten wird gar nicht, der Fahrzeughalter braucht einen Führerschein und ein eigenes Kennzeichen. Bei den weitaus häufiger vorkommenden Pedelecs  tritt der Fahrer selbst in die Pedale und wird nur bei Bedarf von einem Elektromotor unterstützt.

Motor "hilft" der Muskelkraft

Der Motor springt zum Beispiel dann zur Unterstützung der eigenen Muskelkraft an, wenn man bergauf fährt oder der Gegenwind bläst und man deswegen kräftiger in die Pedale tritt. Er ist bei den meisten Modellen in der Vorder- oder Hinterachse des Fahrrads versteckt, die nötige Energie liefert ein Akku. Je schwerer das Treten wird, desto mehr Energie steuert der Motor bei - das kann bis zu 300 Prozent der eigenen Tretkraft sein. Erreicht man die Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, schaltet sich der Motor automatisch wieder ab.

Reichweiten sind unterschiedlich hoch

Über die Reichweite von Pedelecs gibt es unterschiedliche Angaben. "Sie hängt auch davon ab, wie schnell man fährt und wo man unterwegs ist", erklärt ÖAMTC-Techniker Max Lang gegenüber derStandard.at. Wer auf den Großglockner radle brauche naturgemäß mehr Motorunterstützung als jemand, der im Sakko auf einem ebenen Radweg zur Arbeit fahre. Die erst kürzlich vom ÖAMTC getesteten Elektrofahrräder hatten eine Reichweite von durchschnittlich 40 Kilometern. Andernorts hört man von bis zu 100 Kilometern. "Es gibt sogar Räder, mit denen man bis zu 150 Kilometer weit fahren kann", sagt E-Bike-Händler Peter Nejedly aus Baden bei Wien, "sie haben zwei Akkus, wenn der erste aufgebraucht ist, wird automatisch auf den zweiten umgeschaltet."

Pedelecs sind relativ schwer

Nicht gerade von Vorteil ist das deutlich höhere Gewicht der Pedelecs. "Akku, Motor und ein entsprechend stabiler Rahmen sind die Ursachen dafür", weiß Technikexperte Lang. Mit 20 bis 30 Kilogramm müsse man schon rechnen - das sei immerhin ungefähr das Doppelte eines Rennrads. Zu Bedenken gilt jedenfalls: Das zusätzliche Gewicht erschwert das Treten, wenn der Akku einmal ausfällt. Pedelecs sind auch vergleichsweise teurer als herkömmliche Fahrräder, bei den vom ÖAMTC getestenen Modellen lagen die Preise zwischen 600 und 3.800 Euro.

Aufgeladen wird der Akku eines Pedelec mittels eigenem Ladegerät direkt in der Steckdose, was laut Lang "einige Stunden" dauert. Die meisten Modelle haben heute abnehmbare Akkus, sodass man nicht das ganze Fahrrad zur Stromquelle schleppen muss.

Moped-Führerschein ab 25 Stundenkilometer

Pedelecs, deren Betriebsleistung bei über 25 Stundenkilometern liegt und deren Motorleistung 600 Watt überschreitet, unterliegen dem Kraftfahrzeuggesetz. "Für sie gelten dieselben Regeln wie für Mopeds: Versicherung, Helmpflicht, Kennzeichen und der Besitz eines Moped-Führerscheins", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer.

Wie entscheidet der Laie nun, welches Pedelec das richtige ist? Die von ÖAMTC getesteten Elektrofahrräder hätten fast durchwegs eine gute Qualität, sagt Techniker Lang. Die Kaufentscheidung sei daher mehr oder weniger Geschmackssache und hänge eher von Faktoren wie Preis oder Gewicht ab. (mak, 30.03.2010, derStandard.at)

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Posting 1 bis 25 von 56
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erfolgsam
00
24.5.2010, 22:11
Yikebike

Hier nochmal, denn ich hab´s versehentlich zum falschen Artikel gepostet.
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Das is wohl das tollste Elektrorad am Markt. Der Preis ist jedoch mehr als stolz: € 3500.-
http://erfolg.org/elektrorad/

E. Laserstrahl
00
Zukunft Elektroauto

Ein interessantes Buch das auch Elektrofahrräder beschreibt. Auf www.stirlingmotoren.at gesehen mit noch mehr alternativen Antriebe....

Macropus
00
bin selbst

emsiger radfahrer und habe so ein e-unterstütztes rad mal getestet...also de runterschied ist in der tat bemerkenswert...da kommt man ins büro wie frisch aus dem ei gepellt...also für fahrten in der stadt von april bis oktober sicher eine echte alternative...problematisch aber beim kleingedruckten: wieviele ladezyklen schaffen die akkus, wie sit die entsorgung usw usf....wenn das alles mal zufriedenstellend geklärt ist...warum keine ebikes....das ganzue gekoppelt mit solar und windkraft und man geht zumindest ein stückchen in die richtige richtung (auch wenn man noh weit weg von einem vernünftigen ziel ist)

scubaman
115
31.3.2010, 12:53
Wenn ich schon lese

"der ÖAMTC testet Fahrräder" geht mir das geimpfte auf. Das ist wie "die ÖBB testet Flugzeuge", "die Blauen testen vegane Speisen" oder "Microsoft testet Linux-Distributionen".

Irgendwie schaffte der ÖAMTC das Kunststück, sich als "Verkehrsexperten" zu etablieren, obwohl sie eine reine, uneingeschränkte Autolobby sind.

zeamount
00

was jetzt? soll sich der öamtc mit dem thema beschäftigen oder nicht? das ist doch genau das richtige zeichen, dass über e-bikes berichtet wird! im übrigen ist der öamtc nonaned eine eher eine autofahrer-organisation, weil die meisten kunden dort wegen der pannenhilfe mitglied sind ... da liegt's auch ein bissl an den lesern/kunden, den öamtc in die richtung zu treiben.

scubaman
00
Der ÖAMTC

unterstützt die Radfahrer nur genau und exakt so weit, so weit nicht auch nur ein Fuzerl der Autofahrer-Freiheit eingeschränkt wird. Wird ein Radweg nur um Zentimeter auf Kosten der Autofahrer verbreitert, stehen vermeindliche "Verkehrsexperten" des ÖAMTC bei Fuß, um gegen diese Entscheidung Lobbying zu betreiben. Radfahren wird beim ÖAMTC nur als Freizeitbeschäftigung und Hobby betrachtet - nicht als alternatives Verkehrsmittel.

Kürzlich im Auto-Turing (sinngemäß): "Wenn man will, dass mehr Leute Radfahren und auf öff. Verkehrsmittel umsteigen, muss man bedenken, dass die vermehrt stehenden Autos auch dringend mehr Parkplätze benötigen - Radförderung nur mit gleichzeitigem Ausbau von Parkplätzen" - mir fehlten die Worte.

Alexander Reiter
00

http://www.youtube.com/watch?v=zhuCAZ-PwI8 - Der ÖAMTC ist da gar nicht mal so weit entfernt. Das KfV ist übrigens fast noch schlimmer.

liebenfels
41

aber immer noch 10x kompetenter als der unnötige VCÖ!

Alexander Reiter
00

Im hemmungslosen Lobbying?

scubaman
00
In was?

Soph Isticus
00
31.3.2010, 19:10
absolut richtig...

hab die mietgliedschaft beendet nachdem ich jahrelang das journal vergebens nach brauchbaren fahrrad artikeln durchkämmt hatte.

das sind benzin- und dieselbrüder von der reinsten sorte!

nur autos, nur autoreifen, autotouring, ev. auch motorrad... am puls der zeit eben vorbei.

Radler
12
31.3.2010, 15:13
Darum unterstütze ich auch den VCÖ.

ÖAMTC und ARBÖ werden immer Autofahrerklubs bleiben.

FraKrawa
13
31.3.2010, 17:10
nana, was glaubst du wofür ARBÖ steht:

Arbeiter-Radfahrer-Bund Österreichs

Mucosaprolaps
01
31.3.2010, 13:37

Naja, brauchbare Mechaniker und Ingenieure hat der ÖAMTC zweifellos ... allerdings sind die Radfahrer dem ÖAMTC ebenso zweifellos weitestgehend wurscht.

Ich würde mir durchaus wünschen, dass der ÖAMTC irgendwann auch im Fahrradbereich ernst zu nehmen ist ... aber ich wünsch mir ja auch eine an Bildung und Fairness interessierte ÖVP, ein ausreichend finanziertes Bundesheer, und vieles mehr was wohl nie passieren wird.

Pseudonym1
00
31.3.2010, 14:25

Welche Leistungen für Radfahrer gehen Ihnen denn ab, bzw. welche Leistungen würden Sie sich wünschen?

Oisa i find des (ned) supa
00
31.3.2010, 12:38
Ist das Mr. Bean auf dem roten Fahrrad?

Misik nervt
01
31.3.2010, 14:08

nein, das ist so ein umpa-lumpa aus "charlie and the chocolate-factory"

Gsi Berger
010
31.3.2010, 10:48
Für manche Anwendungen wird das schon sinnvoll sein,

etwa wenn man Steigungen und größere Lasten hat, und im Stadtgewand nicht zuviel schwitzen will.
Ich finde die Bewerbung und Förderung dieser Dinger aber überproportional - warum kann man nicht vernünftige, robuste Alltagsfahhräder fördern? Die brauchen weder Strom noch giftige Akkus, und dass man sich selber bewegen muss, halte ich eher für einen Vorteil beim Radfahren.

Dass auf den Bildern nur Leute im Sportlerkostüm abgebildet sind, finde ich auch kurios -gerade um "Sport" geht es ja nicht in erster Linie.
Mountainbiken mit pedelec ist ein bisschen wie Bergsteigen mit Rolltreppe ...

Engerling
01
31.3.2010, 09:44
Geschwindigkeit

durch den Elektroantrieb werden auch für ungeübte Radfahrer sehr hohe (+25km/h) im Stadtverkehr möglich. Leider steigt aber die Kompetenz der Radfahrer nicht proportional mit der Geschwindigkeit...hab in den letzten Monaten mehrmals brenzlige Situationen mit Elektrofahrrädern auf Radfahrwegen erlebt, deren Fahrer das Gerät einfach nicht unter Kontrolle hatten und Fußgänger und Radfahrkollegen gleichermaßen damit gefährden.
Bin für eine Abriegelung des Antriebs ab 25 km/h. Wenn sie schneller sein wollen, sollen sie die Leistung über die Muskelkraft erzeugen...

Elef
02
31.3.2010, 10:04

"Erreicht man die Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, schaltet sich der Motor automatisch wieder ab."

Gsi Berger
00
31.3.2010, 11:06
Ja, leider ...

Wenn man in der Ebene fährt und kräftig in die Pedale tritt, bekommt man plötzlich so ein Bremsgefühl, wenn der Motor abschaltet. Das macht echt keinen Spaß. 25 ist ja für "normale" Räder auch nicht extrem schnell, das fahre sogar ich.

Ambitionierte User finden aber schon heraus, wie man die Steuerung ändert.

human ic
00
31.3.2010, 10:39

das is so wie bei den mopeds.. die sind auch alle gedrosselt ;-)

ChesneyB
00
31.3.2010, 11:42

Nur schalten die nicht ab, sondern geben einfach nicht mehr Gas...

human ic
01
31.3.2010, 12:13

so hab ich das nicht gemeint..
bei beiden wird natürlich die drossel entfernt..

Dr Zoidberg
08
31.3.2010, 09:40
Ist prinzipiell nicht abzulehnen, aber

wenn die Dinger schon grossartig gefördert werden, um den Anteil der Radfahrer zu erhöhen, muss auch Platz für diese geschaffen werden. Ich spreche jetzt für Wien, und die guten Radwege kann man an einer Hand abzählen, der Rest ist unzureichend bis lebensgefährlich. In den letzten warmen Tagen ist es schon wieder gefährlich eng geworden.
Und wenn ich mir nun vorstelle, dass mir diese Elektro-Fahrradnewbies mit an 30er auf 50cm-Radwegen entgegenkommen, weil sie nicht wissen, wie diese benutzt werden, krieg ich jetzt schon Angstschweiss ...

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