"Missverhältnis"

Konrad kritisiert Bankensteuer

27. März 2010, 19:42

Raiffeisen-Generalanwalt bezeichnet geplante Abgabe als unverhältnismäßig hoch

Wien - Christian Konrad, Generalanwalt des Raiffeisenverbands, glaubt nicht, dass die Regierung ihre bereits verkündeten Steuerpläne in vollem Umfang umsetzen wird. Derzeit finde ein "Abtasten der Regierungsparteien" statt, sagte Konrad im Ö1-"Im Journal zu Gast" am Samstag. SPÖ-Chef Werner Faymann müsse zwei Monate vor dem SPÖ-Parteitag seine Position in der Partei schärfen. "Es gilt als vereinbart, dass über den Sommer bis zum Herbst Vorschläge ausgearbeitet werden. Alles was da im Vorfeld passiert, nehme ich nicht wirklich ernst. Ich halte das für Vorgeplänkel. Wir werden sehen, was dann tatsächlich herauskommt."

Das Programm der Regierung sei grundsätzlich auf Sparen ausgerichtet gewesen und wenig neue Steuern, so Konrad. "Und wenn es die eine oder andere Steuer tatsächlich gibt, die wohl begründet ist und die Wettbewerbsfähigkeit, den Wirtschaftsstandort nicht infrage stellt, ist dagegen ja auch nichts zu sagen." Er vertraut "der politischen und fachlichen Qualität der Regierung und ihrer Mitarbeiter, dass sie das Land ordentlich führen."

"Missverhältnis"

Auch die bereits als fix angekündigte Bankensteuer stellt Konrad infrage. In Deutschland rede man von einer Milliarde Euro, die die Banken für eigene Zwecke aufbringen sollten, und nicht zur Budgetsanierung. Und in Österreich sollten es 500 Millionen sein, "und wir sind doch ein viel kleineres Land mit weniger Instituten mit geringeren Erfordernissen", gibt der Raiffeisen-Boss zu bedenken. "Hier scheint es ein Missverhältnis zu geben."

Konrad erwartet auch hier, dass die Bankensteuer sowohl der Höhe nach als auch in der bisher debattierten Form so nicht kommen wird, sondern einerseits eine Erschwerung von Spekulationsgeschäften bringt, andererseits aber keine Zerstörung einer funktionierenden Bankenlandschaft. Das deutsche Modell scheine "einleuchtend" zu sein, so Konrad.

Der Raiffeisen-Generalanwalt ist auch optimistisch, dass eine Verwaltungsreform dieses Mal gelingen wird und nicht wieder im Sand verläuft. Er sei ein unverbrüchlicher Optimist. Die wirtschaftliche Situation und der Zustand vieler öffentlicher Haushalte, auf allen Ebenen, auch in den Gemeinden," zwingt ganz einfach zum Handeln." Die Politiker müssten ihre Verantwortung wahrnehmen und "zu Ergebnissen kommen, die dieses Land nicht weiter gefährden."

Wo er Reformpotenzial in den Ländern sieht, verriet Konrad nicht. Er habe "natürlich" eine Meinung dazu, werde sie aber nicht über die Medien äußern. (APA)

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Andreas Gassner
00
Wer wird's zahlen?

Während für Private das neue Kreditrechtsänderungsgesetz mit allerlei positivem als auch negativem (über 300000EUR soll der Private auch "Unternehmer" sein -Wunsch der Banken, wer baut dann noch ein Haus- vorausgesetzt er bekommt den Kredit "mit der Anna") aufwartet, sind KMU's offensichtlich diejenigen,nebst Privaten Kunden - für die es ja auch keine Fremdwährungskredite mehr geben soll - böse FMA - , die die Zeche blechen werden. Hier wäre ein Aufschrei der Wirtschaftskammer am Platz, denn was derzeit neben dem - offenbar für die Bank jederzeit frei wählbaren - Zinssatz an sonstigen Spesen, und derlei war man erfinderisch, am Konto kursiert, hebt den Nominalzinssatz "locker" um 2% bis 3% p.A. "Schreit da wer?"

Jeff Smart
00
29.3.2010, 11:41

Die ÖVP wird die Bankensteuer so wie sie sich Faymann vorstellt abschiessen das war von vornherein klar - was offensichtlich kommen wird ist eine EU weite Abgabe für Banken die dann aber wohl in der einen oder anderen Form zweckgebunden sein wird

Heinz Anderle
 
00
28.3.2010, 18:46
"Das Österreichische Antlitz erscheint".

Soviel Jägermeister kann man gar nicht trinken, um sich dieses vorzustellen. Das ist real.

Dr. Heinz Anderle, Karl Kraus-Leser und Freigeist

CouchDB
11
28.3.2010, 14:27
Missverhätnisse ?

Die Aussagen des Herrn Konrad sind genauso weltfremd wie des röm.kath. Papstes.
Wenn es irgendwo Missverhältnisse gibt dann höchstens beim Leistungs/Entlohnungverhältniss bei der Raiffeisenbank und in der Finanzwirtschaft im allgemeinen.

Foromat
00
30.3.2010, 22:05

Ich verstehe ja, dass man gerne auf die VP hin haut, und es gibt ja nichts schöneres als die Raiffeisen, die ja der inbegriff eine VP Bank ist (Bauernbank)

Wahr ist allerdings, dass die RZB die dividen für ihr PS Kapital zurückzahlt. Wahr ist auch das die RZB und ihre LB und Kassen ein guter Arbeitegeber sind, wo die Löhne weder in den Mangementebenen stark überzogen sind (immer im Vergleich von anderen Banken international, zb UBS) noch werden kleine Angestellte schlecht entlohnt.

Die RZB zahlt auch brav steuern, natürlich "profitiert" sie auch von der Gruppenbesteuerung, trotzdem sinds mehrer Millionen pro Jahr.

Woher also der Hass auf die Raiffeisen ?

farbrauschen
01
28.3.2010, 14:14


konrad ist ein bisserl maßlos.
er nimmt gern ein bisserl mehr.

nicht nur beim essen.
aber da sieht man die folgen eindeutig.
sehr eindeutig.
ganz dick
ums gesicht herum.

sljudanka
01
28.3.2010, 14:09
Na wie fühlt man sich wenn man mit dem Landesfürsten zur heiligen Muttergottes nach Mariazell pilgert

wenn man Gewinn aus solchen Etablissements zieht??
Night Cafe Emanuelle
Hot 4 Love
Peep69

Dreamcats
Bunny Bar
Nightclub SIL
Laufhaus Strachgasse
Haus Diskret
Club Pascha
FKK-Funpalast
Casa Bianca
Maxim Night Club
Venus
Coloseum Night-Club
Studio 6
Blue Magic
"Studio Girls for You"

- Bordell im Mietshaus -
????

Ich stelle fest: jemand, der ein paar bekannte Mädchen mit dem Auto kutschierte, sie an Bordelle vermittelte, bekam 1,5 Jahre Haftstrafe wegen MEnschenhandel und Zuhälterei.

Banken, die mit Millionen Bordelle finanzieren (und den tausendfachen Gewinn mit Prostitution machen wie Stefan SChwarz) werden vom Staat mit Milliarden finanziert - und deren Chefs knien vor dem Gnadenaltar nieder......

Mostbluzza
00
29.3.2010, 14:50
das weltliche und das göttliche

sind aber schon zweierlei ... also ...aufpassen.

Magic Mike
00
28.3.2010, 13:59

schaun sie hr. konrad,
der staat und somit der steuerzahler hat ihnen - nicht zuletzt durch ihre politische einflussnahme - eine option verkauft...

die option welche sie besitzen ist jene, dass im falle des falles der staat sie und ihre gesamte jagdgesellschaft auffangen wird... ganz einfach, sie besitzen somit eine art crash option, für welche sie früher nichts bezahlen mussten (ausser an die oevp natürlich)...

nun, so eine option kostet natürlich (wie jede versicherungsprämie auch)... und diese kosten wird ihnen der staat (als versicherungsgeber) in rechnung stellen...

alles finanzwirtschaftlich normal und unspektakulär...

Childerich von Bartenbruch
00
28.3.2010, 13:33
es ist erstaunlich, ...

... welchen einfluss ein landesjägermeister in diesem land heutzutage noch ausübt.

cuibono
00
28.3.2010, 13:17
Christian Konrad pfeift und Pepi Pröll springt....

"und wir sind doch ein viel kleineres Land mit weniger Instituten mit geringeren Erfordernissen"....Da liegt tatsächlich ein Missverhältnis vor und zwar bei der Höhe des O-Europa-Risikos und den aushaftenden Krediten. Ganz zu schweigen von der Anzahl der sogenannten systemrelevanten Banken, die im Ernstfall vom Steuerzahler aufgefangen werden müssen.

In Deutschland mußte meines Wissens im Zuge der Finanzkrise noch keine Bank zwangsverstaatlicht werden, in Österreich haben wir derer schon zwei (Kommunalkredit und Hypo Alpe Adria) und die ÖVAG wackelt bedenklich. Soviel zur Solidität des österreichischen Bankensystems und seinen Erfordernissen.

Bagaude
00
28.3.2010, 14:08

Der deutsche Staat musste die HRE notverstaatlichen. War aber der bisher erste (und einzige?) Fall.

cuibono
00
28.3.2010, 16:54
Wusste ich nicht, danke für den Hinweis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo... eal_Estate

Rob Anybody
01
28.3.2010, 13:16
Äh, diese funktionierende Bankenlandschaft?

Ist das die welche unser Steuergeld braucht um nicht unterzugehen?

Ich würde sie eher als Blutegelbiotop bezeichnen.

Horstl Schorschl
00
28.3.2010, 13:06
Unverhältnismäßig hoch!?

Werden wohl eher die besteuert die ohnehin am wenigsten verdienen.

Die die Jährlich Millionen scheffeln, zahlen im Verhältnis dazu doch nur Peanuts.

W.Hammerl
11
28.3.2010, 13:09

Die die am wenigsten verdienen, zahlen ohnehin keine direkten Steuern.

Horstl Schorschl
10
28.3.2010, 14:35
Mal zum anschauen und überlegen..

http://www.youtube.com/watch?v=nA-uMLRBRr8

insgesamt 12 Teile...

Horstl Schorschl
10
28.3.2010, 14:34
*lol*

Ist es dort schön, in der Blase in der sie leben!?

anton anton
00
28.3.2010, 12:54
spätestens wenn ihr eure erhöhten kontogebühren seht

werdet ihr sagen was für ...... wir doch sind, weil wir für die bankenabgabe waren

DITC101
01
28.3.2010, 12:53

eigentlich ist es traurig. die banken, die auch in der krise gewinne schreiben werden bestraft. die dilettanten, die von österreich aus in die große welt des investmentbanking einsteigen wollten, schreiben verluste und mußten gerettet werden.

biberkopf
02
28.3.2010, 12:50

er fürchtet sich vor einer "Zerstörung einer funktionierenden Bankenlandschaft"? selbstreflexion und überlegungen für welches klientel diese bankenlandschaft (hin)funktioniert und ob sie vielleicht für andere teile der bevölkerung nicht funktioniert wären angebracht. es scheint als habe sich die kapitalistische führungselite selbst hirngewaschen.

NLP your ass

wahre Lüge
 
01
28.3.2010, 13:21
Bänker in irgendeine Landschaft irgendeines Geldverschöigungsvereins zu stellen wird nicht reichen

eigentlich gehören solche Prachtexemplare wie der Großwildjäger und Geldvernichter Konrad
nach Schönbrunn Zoo hinter Käfiggitter aus Raiff Eisen hart wie Kruppstahl. zur Schaugestellt
aber wer übernimmt die Patenschaft
vielleicht das eingespielte Pröll Duo

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03
28.3.2010, 12:39


dieser artikel verleitet zur frage: wann werden politik und wirtschaft (vor allem bankenwirtschaft) getrennt? her mit der 5. GEWALTENTRENNUNG!!!

W.Hammerl
00
28.3.2010, 13:11

Vermutlich dann, wenn Gast und Gastwirtschaft getrennt werden.

||||||||||||||||||||||||||||||||||||
00
28.3.2010, 13:30


nunja, äpfeln mit birnen zu vergleichen ist ja kein kunststück.

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