Skinhead entlastet ORF massiv

27. März 2010, 16:57

Philipp, die Hauptfigur der Reportage, wollte laut Interview selbst zu FP-Veranstaltung fahren und bestreitet, neonazistische Sprüche getätigt zu haben

Wien - Der 19-jährige Philipp, der Hauptprotagonist der "Am Schauplatz"-Reportage über den rechten Rand, betont, dass er mit dem Kamerateam und dem ORF-Redakteur Eduard Moschitz nicht vorher abgesprochen hat, was er vor der Kamera sagen werde. Allerdings behauptet der Bursch im Interview mit der APA - Austria Presse Agentur am Samstag, an jedem Drehtag Geld bekommen zu haben und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Diese hätte Aussagen erzwungen. Im Folgenden das Gespräch im Wortlaut:

APA: Sie haben die fertige Sendung ja gesehen, nehme ich an. Haben Sie das Gefühl, dass das der Realität entspricht?

Philipp: "A bissl' was war schon 'druckt. Das mit zwei Jahr' Heim und so und Papa nie gesehen, das ist ja a Blödsinn. Ich habe ihn schon öfters gesehen und wir waren nur eineinhalb Jahre im Heim. Aber sonst hat's eh passt."

APA: Entspricht das Ihrem Leben, was hier gezeigt wurde?

Philipp: "Jaja".

APA: Mich würde grundsätzlich einmal interessieren, wie Sie den Redakteur Eduard Moschitz und das "Am Schauplatz"-Team kennengelernt haben.

Philipp: "Ich bin nach Hause gekommen und im Nebenhof war irgendwas mit Wiener Wohnen und der Moschitz war da auch dabei. Und ich hab' gerufen: "Scheiß Wiener Wohnen". Dann bin ich nach Hause gegangen. Drei Monate später steht der Moschitz vor der Tür und fangt an: 'He, du hast an schönen Hund. Was macht der? Und können wir das verfilmen? Willst du da mitmachen bei dem Schauplatz'. Und da hab ich dann mitgemacht."

APA: Das war wann?

Philipp: "November, Oktober. Im Vorjahr."

APA: Und dann haben Sie die "Am Schauplatz"-Folge über die Kampfhunde gedreht. Wie ist es zu aktuellen Sendung gekommen?

Philipp: "Er hat gemeint: 'Heast Philipp, du bist ja ein bissl' ein Rechter. Könnt ma des net a verfilmen?' Dann hamma halt weiterd'reht."

APA: Wie heben Sie den Dreh erlebt? Wie funktioniert das. Haben Sie genau besprochen, was Sie reden werden, oder was Sie sagen sollen?"

Philipp: "Nein, nein. Ich hab das gesagt, was ich sagen will. Da wurde vorher nichts besprochen."

APA: Wie viele Drehtage haben Sie Ihrer Erinnerung bei der zweiten "Am Schauplatz"-Folge nach gehabt?

Philipp: "Vier, fünf, vielleicht auch sechs"

APA: Haben Sie Geld dafür gekriegt?

Philipp: "Ja. Immer am Ende des Tages"

APA: An jedem Tag, an dem Sie gedreht haben ?

Philipp: "Ja"

APA: Und wie viel?

Philipp: "Einen Hunderter, immer."

APA: Sie haben jeden Tag einen Hunderter bekommen?

Philipp: "Ich zumindest. Der Kevin war nicht immer dabei."

APA: Ist das irgendwie begründet worden?

Philipp: "Ich hab einen Zettel bekommen zum Unterschreiben, aber die hat halt niemand. Die hat er immer mitgenommen, der Herr Moschitz."

APA: Sie haben jeden Tag einen Zettel unterschrieben?

Philipp: "Immer wenn ich ein Geld bekommen hab, habe ich einen Zettel gekriegt, da muss ich meine Wohnadresse raufschreiben, mein Geburtsdatum und unterschreiben."

APA: Wurde das Geld überwiesen oder haben Sie es bar auf die Hand bekommen?

Philipp: "Auf die Hand"

APA: Der ORF sagt, dass nur einmal hundert Euro für die Abgeltung der Persönlichkeitsrechte gezahlt wurden.

Philipp: "So wurde das nie besprochen, dass ich nur einmal hundert bekomm und dann nie wieder. Ich habe einfach immer einen Hunderter bekommen. Entweder ist es vom ORF selber oder von seiner Kasse. Das weiß ich nicht. Ich hab immer was unterschrieben und hab' einen Hunderter bekommen."

APA: Wie viel haben Sie insgesamt gekriegt?

Philipp: "Drei, vier hundert."

APA: Kevin sagt im Interview mit dem "Kurier", Sie hätten hundert Euro pro Drehtag plus Spesen bekommen.

Philipp: "Das war zwar nie ausgemacht das Ganze. Auch nicht die hundert Euro pro Tag. Das war auch nicht ausgemacht. Das ist einfach so gekommen, jeden Tag. Am Anfang hat's geheißen: 'Da kannst du ein Geld verdienen. Philipp, machst mit?' Schon beim Hund (der Reportage über Kampfhunde, Anm.) hat es geheißen: 'Machst mit, kannst ein Geld verdienen.' Ja und das mit Essen und so, das ist automatisch gekommen: Wenn du kein Geld einstecken hast und der Moschitz sagt: "Heast, gemma Mittag essen, mach' ma Pause.' Wie willstn' des zahlen? Das zahlt a er. Und das war auch net ausgemacht. Also kann ma nur davon ausgehen, dass es entweder von seinem Geld selber ist oder er hängt des einfach irgendwo an beim ORF. Mit dem ganzen kenn ich mich nicht aus, was man darf und was net. Ausgmacht war gar nix. Das ist einfach so gekommen. Ein Hunderter war es bis jetzt immer. Einmal ein Fünfziger war's. Wenn net viel ist zum drehen, brauchst dir nicht viel erwarten, was kriegst."

APA: Aber wenn Sie beide vor der Kamera gestanden sind, haben Sie nachher Geld bekommen?

Philipp: "Ja. Zu 70 Prozent war es ich."

APA: Sie?

Philipp: "Nur ich"

APA: Also nicht pro Person einen Hunderter, sondern auf Sie beide aufgeteilt?

Philipp: "Nein: Halt es kommt drauf an. Wenn der Kevin von Tagesbeginn dabei ist, dann hat er auch einen Hunderter gekriegt."

APA: Wenn Sie nur ein paar Drehtage hatten, muss das doch recht klar sein: Da verliert man ja nicht den Überblick, wer jetzt wie viel Geld gekriegt hat.

Philipp: "Nein. Es kommt ja immer drauf an. Der war ja net immer dabei, der Kevin. Ich war die Hauptfigur, also hab ich das Geld gekriegt. Wenn jetzt kurz einer daherkommt für 30 Minuten oder zehn Minuten, der kriegt nix. Sonst nur ich und der Kevin."

APA: Kevin sagt "Kurier"-Interview auch, dass Sie vom "Am Schauplatz"-Team eingekleidet worden seien.

Philipp: "Er kann das gar nicht sagen, weil er war gar nicht dabei, als wir einkaufen waren. Einmal waren wir einkaufen. Da hab ich schon fünfzig Euro gekriegt, da hab ich mir zwei Leiberl gekauft und eine Fahne."

APA: Es war aber nicht so, dass er gesagt hat: "Das und das zieht ihr euch an"?

Philipp: "Wir haben es uns halt aussuchen können. Es wurde nicht bestimmt ausgedrückt, was ich anziehen soll."

APA: Wodurch der Wirbel entstanden ist, war der Umstand, dass Sie zu der FPÖ-Parteiveranstaltung nach Wiener Neustadt gefahren sind. Wer hat die Idee dafür gehabt?

Philipp: "Das habe ich gesagt und nicht der Moschitz. Ich hab zu ihm gesagt: Heast mach dich schlau, wo wird die nächste Veranstaltung sein? Und er hat gesagt ja, das können wir machen, ja ich schau."

APA: Wieso wollten Sie zu Strache?

Philipp: "Weil man das ja auch filmen kann. Ich wollte einfach wieder. Ich war 2009 auch am Viktor-Adler-Markt. Alleine. Ohne ORF."

APA: Auf wie vielen Parteiveranstaltungen mit dem FPÖ-Chef waren Sie schon?

Philipp: "Auf zwei insgesamt. Am Viktor-Adler-Markt 2009 und in Wiener Neustadt."

APA: Haben Sie das Gefühl, dass diese Stelle, bei der Sie auf dieser FPÖ-Veranstaltung in Wiener Neustadt waren, in irgendeiner Form eine Inszenierung darstellt? Oder hat das "Am Schauplatz"-Team eingefangen, was dort realistisch passiert wäre, wenn Sie ohne ORF hingefahren wären?

Philipp: "Das wäre auch so gewesen, halt ohne den Stress mit dem Strache. Das wäre normal: Wir gehen hin, wir reden und sagen ihm unsere Meinung. Untereinander, das muss ja nicht jeder hören. Und dann wären wir wieder gegangen. Auf ein Bier am Schluss und nach Hause. Fertig."

APA: Haben Sie mit dem FPÖ-Chef denn schon einmal geredet?

Philipp: "Nein. Mit dem kannst' net reden. Aber wir haben noch nie vorher mit ihm geredet."

APA: Strache behauptet, Sie hätten bei der Begegnung "Sieg Heil" oder "Heil Hitler" gerufen. Hat einer von Ihnen beiden irgendetwas in der Form gesagt?

Philipp: "Nein. Niemand hat es gesagt, niemand hat es gehört. Strache behauptet, es gehört zu haben. Alle anderen seiner Freunde sagen, sie haben es gehört. Wie soll es jeder gehört haben, wenn es niemand gesagt hat?"

APA: Hat Sie der "Am Schauplatz"-Redakteur in irgendeiner Form aufgefordert, neonazistische Sprüche zu sagen?

Philipp: "Nein, das hat er uns nicht vorgeschlagen. Und auch keine 80 Euro pro Wort oder so. Das ist auch ein Blödsinn, das haben sie erfunden."

APA: Wie ist die Einvernahme bei der Polizei verlaufen? Wann sind Sie einvernommen worden?

Philipp: "Beim Kevin war es angeblich so: Die sind mit ihm am Montag danach vom zehnten Bezirk hinaus nach Vösendorf gefahren in eine Polizeizentrale und haben ihn dort vier Stunden einvernommen. Am Montag hat mich der Kevin angerufen und hat gesagt: 'Die Polizei ist jetzt auf dem Weg zu Dir'. Am Montag oder Dienstag hat die Polizei bei mir um 21.30 Uhr angeklopft und gesagt, ich wäre Zeuge. Danach hat es geheißen, ich bin Beschuldigter."

APA: Was ist weiter passiert?

Philipp: "Die Polizei ist mit uns zum zwölften Bezirk zu einer Polizeistation gefahren. Da haben sie zuerst meine Freundin einvernommen, was eine Stunde und 20 Minuten gedauert hat. Nach einer Stunde habe ich mich schon gewundert, warum das so lange dauert. Dann ist ein Beamter rausgekommen hat gesagt: 'Deine Freundin war am Anfang schwer zu knacken, sie wollte nicht reden.' Mir wollten sie Sachen unterjubeln, die nicht stimmen. Ich sollte etwas aussagen, was nicht stimmt. Das haben sie beim Kevin gemacht und bei meiner Freundin auch. Die hat fast zum Weinen angefangen. Weil sie gesagt haben, ich bekomme zehn Jahre und so, wenn sie nicht zustimmt. So haben sie das zwar net ausgedrückt, aber sie haben sich einfach wiederholt. Sie haben gesagt: 'Deine Aussage kann nicht stimmen, weil das und das und das.' Dann hat sie nur mehr 'Ja, Ja, Ja und Ja' gesagt. Damit ist ihre und die vom Kevin falsch. Aber mit den protzen jetzt alle. Sie protzen mit einer Aussage, die falsch ist."

APA: Was haben Sie ausgesagt?

Philipp: "Ich habe das Gegenteil ausgesagt: Dass wir nicht pro Sager Geld kriegen, dass wir nicht nur dorthin gefahren sind, um Stress zu machen. Dass ich das 'Wort' (gemeint ist ein neonazistischer Sager, Anm.) nicht gehört habe und auch selbst nicht gesagt hab. Dann haben sie gesagt: 'Ja, aber das kann nicht sein, wir wissen was anderes. Deine Aussage stimmt nicht überein mit den anderen.' Aber das passt eh, das soll auch nicht übereinstimmen, weil die Aussagen von den beiden erzwungen sind, und meine ist die Wahrheit. Danach wollten wir gleich zur nächsten Polizei gehen und die anzeigen."

APA: Was ist erfunden worden?

Philipp: "Das mit den 80 Euro und so."

APA: Wie beurteilen Sie das, was die FPÖ behauptet?

Philipp: "Das sind einfach falsche Hund'. Die Partei gehört verboten. Alle Politiker gehören verboten. Die ganzen Gerüchte kommen ja hauptsächlich von ihnen. Und da weiß man schon, wer falsch ist. Und zwar ist die FPÖ falsch."

APA: Warum haben Sie eigentlich beim "Club 2" angerufen?

Philipp: "Ich hab' dort angerufen, weil mir schlecht geworden ist, von dem, was ich dort ghört hab. Da hab ich mich aufgeregt, warum mich keiner dazu fragt."

APA: Glauben Sie, dass der ORF die Tonspur manipuliert hat?

Philipp: "Nein. Hat er nicht. Kann nicht sein, weil es keinen Grund dazu gäbe. Für den Vorfall in Wiener Neustadt gibt es keinen Grund, weil das nicht gesagt worden ist."

APA: Wie geht es Ihnen damit, dass Sie mit der Sendung unerwartet zu ziemlicher Bekanntheit gekommen sind?

Philipp: "Das wollt ich gar nicht. Am Anfang denkst' Dir: 'Ja, Fernsehen. Schön.' Jetzt will ich einfach nur mehr jedem die Meinung sagen, vor allem dem Strache. Und dann will ich, dass ich meine Ruhe hab'."

(Das Interview führte Philipp Wilhelmer/APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1152
Illuminati
01
31.3.2010, 18:30
Als Beschuldigter darf er Lügen wie er will - das hat der ORF-Verantwortliche verkündet.

Ich finde politische Inszenierungen eines Staatssenders als das Letzte.

Die ORF-Privilegien müssen verteidigt werden. Da ist eine Partei die das abschaffen will durchaus mit inszenierten Darbiegungen ins kriminelle Eck zu drängen ein sozengängiger Weg.

Bono Nobo
14
29.3.2010, 15:42

Das wichtigste hat der junge Mann gelernt: "Das sind einfach falsche Hund."

Heilt Strache!
02
30.3.2010, 07:44
Richtig!

Django's Army
25
29.3.2010, 14:40
Der Herr Strache ist schon ein lustiges Kerlchen....

Zuerst fischt er genau in diesem milieu nach wählerstimmen, dann sieht er sich selbst als der vertreter und retter der ärmsten und hilfebedürftigsten, und wenn dann genau über diese menschen, die in ihm ihre hoffnung und ihren retter sehen, eine reportage im staatlichen fernsehen gesendet wird, merkt der liebe herr strache auf einmal, dass das ja für seine Publicity gar nicht sooooo gscheit ist, und boxt denen, die eh nur mehr ein schatten ihrer selbst sind, noch gleich eine rein!

Ein Meisterwerk der Idiotie!

jacques05
01
29.3.2010, 15:02
nein, nicht idiotie,...

perfidie, infamie und niedertracht in reinkultur.
das publikum dieser schmierenkomodie teilt sich in
idioten und gleichgesinnte.

hilde peymann
78
29.3.2010, 12:28

man stelle sich vor: der orf macht eine doku über die raf bzw. ex terroristen. "wen wählen sie heute ?" -"die pds oder die grünen" und der orf fährt mit den bezahlten raflern zu dem grünen wahlkampf, und fordert die rafler auf: "Jetzt sogts wos"

FalscherProphet
44
29.3.2010, 12:38
Inwiefern klopft eine Frau Glawischnig denn Sprüche,

die einem (ehemaligen) RAF-Mitglied imponierten?

(Im Vergleich zu Straches Anti-Fremden Hasspredigten, die Neonazis gefallen.)

politisch verfolgt
31
29.3.2010, 19:02
naja

für "abtreibung auf krankenschein" könnten sich alte raf-ler ev. doch erwärmen. in der guten alten ddr wars ja schließlich auch so.

solandre
 
22
29.3.2010, 11:52

ok, dass die polizei verdächtige (damit meine ich der verhörbeamte, weiss ja nicht was passiert ist, und wenn es um rechte parolen geht, sollte er event. einfach herausfinden was passiert ist) unter druck setzt ist üblich und hat noch nichts mit verschörerischen absichten zu tun. das ist zwar nicht angenehm und vielleicht auch illegal. aber so arbeitet die polizei. das weiss ich auch von einem bekannten.

der wahre skandal ist meiner meinung nach jedoch mittlerweile die augenscheinliche verstrickung der polizei mit der fpö. also was von dem informationsfluss vom beschlagnahmungsversuch beim orf zu erfahren war.

und dann kann es natürlich auch sein, dass auch die vernehmer schon mit einem gewissen ziel beim verhör vorgegangen sind. schlimm!

die Großmutter
53
29.3.2010, 13:03

Wenn Reportagen so zustande kommen habe ich ein ungutes Gefühl.

die Großmutter
21
29.3.2010, 13:01

die Feindseligkeit der Polizei gegenüber, das sind zb die gemeinsamen Sprüche.

Orakel von Lissabon
 
95
29.3.2010, 01:29
Von Entlastung des ORF kann keine Rede sein,

angenommen der Moschitz hätte keine Anweisungen irgendwelcher Art gegeben:
Wie wäre dann Strache draufgekommen, dass die beiden von Moschitz arrangiert waren? Letzteres hat er ja oben eindeutig zugegeben.
Daraus würde ich sagen, kann man ziemlich eindeutig schließen, dass es sehr wohl Anweisungen gegeben hat, wenn sich auch nicht beweisen lässt welche. Aber eine Entlastung ist das sicher nicht, eher eine Bestätigung.

Paul Muadib
12
29.3.2010, 17:03
Meinen Sie der ernst?

Oder wollen Sie hier sowieso nur Stimmung zu machen?

haarspalter
02
29.3.2010, 11:11

"Wie wäre dann Strache draufgekommen, dass die beiden von Moschitz arrangiert waren?"

eh simpel:
strache sieht orf beitrag, strache glaubt beitrag inszeniert.

jetzt klar?

Pro Freistaat Kärnten!
 
48
29.3.2010, 10:06
Naiv geboren und naiv geblieben, gell?

Wie der Strache drauf kommt?

Ganz einfach: Er sieht eine Gelegenheit, dem ORF am Zeug zu flicken und sich als armer Verfolgter darzustellen.

Täter-Opfer umkehr, klassisch.

Offenbar kannst du nicht sinnerfassend lesen, denn eine Bestätigung ist aus dem Interview in keiner Zeile herauszulesen.

Wiener Meinung
15
29.3.2010, 09:44
der mediengeile Strache

wird doch wohl den Moshcitz kennen und ebenso ein ORFfernsehteam erkennen!

Nick Not
01
29.3.2010, 09:58

Strache kennt keinen Moschitz. Er hat sicher irgendwie Hobbits verstanden.

galiontariaho
02
29.3.2010, 09:23
doku anschaun... .

das hätte schon geholfen.

zippy
113
29.3.2010, 08:08
Ganz einfach:

Wie in der Doku zu sehen, haben die zwei Burschen selbst Strache darüber aufgeklärt, dass die ORF-Mannschaft zu ihrer Begleitung gehöre. Aber statt zu schnallen, dass dies nach allem anderen aussieht, als nach dem Verhalten engagierter Provokateure, und einfach zu fragen, was zwei Skins mit einem Aufnahmeteam machten, hat er begonnen, Stimmen zu hören.

Hätte er sie stattdessen nach ihren Problemen gefragt, wäre er fein raus gewesen. Hätte sich sogar profilieren können.

die Großmutter
00
29.3.2010, 13:04

stimmt.

narya
01
29.3.2010, 03:50

Blödsinn.

Prof. Hohlbirne
12
28.3.2010, 20:48
...

...für mich sind diese beiden pseudo-skins einfach nur arme menschen, die aufgrund ihrer offensichtlich vorhandenen intellektuellen ( philipp war nur bis zur 3 klasse in der Haupts.) und milieubedingten defizite leicht beeinflussbar und lenkbar sind.der hr.moschitz wollte eine story, hat dann aber übers ziel geschossen (t-shirt-kauf), der hc bumsti konnte von seiner lichtertanz kandidatin ablenken, indem er etwas hörte, was nie zu hören war;
ausgenutzt und benutzt wurden die burschen von beiden;
wahre skins, genau:(- das sind zwei kinder aus dem prekariat, die in wahrheit nie eine chance hatten; ."Wirkliche" rechte/ od. skins würden sich nie im leben von einem orf-fritzi im alltag begleiten lassen.

Paul Muadib
02
29.3.2010, 17:12
Man kann davon ausgehen,...

...dass die rechte Gesinnung bei den meisten "Skins" (und es sind zumeist Jugendliche, die so auftreten) dieselbe Ursache hat wie bei den beiden. Das ist dann auch der ursächliche Zusammenhang mit Straches Populismus: er nützt soziale Schieflagen aus, um Menschen für sich und seine Partei zu gewinnen, indem er Sündenböcke für diese Schieflagen benennt ("die Ausländer", "Muslime").

"Überzeugte" Bazis würden bei so einer Doku kaum mitmachen, da haben Sie recht. Das sind dann aber auch nicht die, die als Skins "erkennbar" herumrennen.

die Großmutter
20
29.3.2010, 13:08

finde ich auch, für lächerliche paar Hundert Euros wurden die beiden vorgeführt und der Öffentlichkeit als Trotteln dargestellt. Das ist der wahre, menschenverachtende Skandal.

thommy hofinger
05
28.3.2010, 19:57
erschreckend

in abstand von einigen tagen bzw. stunden, kann ich jetzt zusammen fassend für mich feststellen: erschreckend !
1) dass jugendliche derartige perspektivlosigkeit sehen
1.1) und den mantel bzw. eigentlich bomberjacke überziehen inkl. rechte einstellungen
1.2) jugendarbeitslosigkeit ist gesellschaftspolitischer sprengstoff der zukunft!

2) der orf derart aufgeregt reagiert: v.a. magazin chef fischer, den ich noch aus inlandsreports zeit (sehr) schätz(t)e

3) ich feststellen muss, dass diese polizeiliche befragungen sehr an stasizeiten erinnern

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Posting 1 bis 25 von 1152

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