Erste 3D-Fernseher auf dem Markt

26. März 2010, 14:33
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Geräte verlangen nach einer ganz speziellen Brille - "Das Schreckgespenst aller 3D-Fans heißt Ghosting"

Kommerziell erfolgreiche Filme mit dreidimensionalen (3-D) Effekten wie "Avatar" oder "Alice im Wunderland" haben bei den Bildschirmherstellern großes Interesse an der Technologie geweckt, von der sie sich die nächsten Verkaufsschlager erhoffen. Die Zweifel, ob sich die Menschen tatsächlich zu Hause mit einer speziellen Brille aufs Sofa setzen, die für Fernsehen in 3D nötig ist, sind inzwischen weitgehend verstummt.

3D-Bilder der neuen TV-Geräte sind zwar kleiner als im Kino, wirken aber genauso plastisch. Wer einen der 3D-Fernseher der ersten Generation kaufen möchte, sollte vorher die dazugehörigen Brillen in Bezug auf Flimmern und Sitzkomfort ausprobieren, rät das Computermagazin c't.

Filme in 3D zu sehen sei einfach eine völlig neue Erfahrung

Drei Fernsehgeräte für dreidimensionale Bilder hat das Magazin testen können: Ein Samsung-TV, das bereits im Handel ist, sowie Vorseriengeräte von Sony und Panasonic. Alle drei erfordern Shutterbrillen für den 3D-Spaß: Während der Fernseher die Bilder fürs linke und rechte Auge abwechselnd anzeigt, verdunkelt die Brille synchron zum Bildwechsel jeweils ein Brillenglas. Das geht so schnell, dass die meisten Menschen kein Flimmern wahrnehmen. Im Test kommen die Zuschauer aber unterschiedlich gut mit den jeweiligen Brillen zurecht, die sich auch stark in Form und Gewicht unterscheiden. Allerdings sind die Brillen untereinander nicht austauschbar - jeder der 3D-Fernseher verlangt nach einer ganz speziellen Ausführung."

Bluray-Player oder die Playstation 3

Um überhaupt 3D-Inhalte auf den Bildschirm zu zaubern, braucht man einen neuen, passenden Bluray-Player oder die Playstation 3, die per kostenlosem Firmware-Update 3Dtauglich wird. Schwierig ist noch der Zugang zu dreidimensionalen Inhalten. Demnächst sollen drei 3D-Filme erhältlich sein, der Kino-Kassenschlager Avatar ist erst für 2011 auf 3D-Bluray angekündigt.

"Ghosting"

"Das Schreckgespenst aller 3D-Fans heißt übrigens Ghosting", erläutert c't-Experte Jan-Keno Janssen. "Gelingt die Kanaltrennung nicht perfekt, sieht das eine Auge Teile des eigentlich fürs andere Auge gedachten Bildes." Im Ergebnis erhält man störende Doppelbilder, was bei allen drei Testgeräten in unterschiedlicher Intensität vorgekommen ist. Am besten schlug sich hier der Plasma-Fernseher von Panasonic, allerdings ist das Bild des Plasmas deutlich dunkler als bei der Konkurrenz.

"HD ready", "Full HD", ...

Dass die Verbraucher nach den ersten Flachbildschirmen, nach "HD ready" und "Full HD"-Technologie beim Kauf neuer Geräte inzwischen zurückhaltender sein könnten, befürchtet die Elektrobranche nicht. Allein in den USA gebe es moderne Flachbildfernseher ohnehin erst in 40 Prozent aller Haushalte. "Es gibt noch genügend Leute, die sich als ersten modernen Fernseher einen 3D-Fernseher kaufen könnten", meint etwa Samsung. Und unter den Besitzern moderner Flachbild-Fernseher gebe es inzwischen einen deutlichen Trend zum zweiten und sogar zum dritten Fernseher pro Haushalt. (red)

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