Riechstörungen können auf Parkinson hinweisen
Krefeld - Riechstörungen sowie morgendliche Schmerzen in Schulter und Arm können erste Warnzeichen einer Parkinson-Erkrankung sein. "Die Patienten selbst bemerken beispielsweise, dass es ihnen schwer fällt, den Arm wie gewünscht oder so rasch wie früher zu bewegen. Sie fühlen sich steif, unsicher und ungewöhnlich langsam", erklärt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen in Krefeld.
Bei Schulter-Arm-Schmerzen kurz nach dem Aufwachen überprüfe der Nervenarzt dann unter anderem, ob der Arm beim Gehen noch mitschwinge. Wenn dies nicht der Fall ist, werde dies als deutlicher Hinweis auf Parkinson gewertet.
Wahrnehmungsverlust
Von 100 Parkinson-Patienten berichten laut Beil 80 auch über Probleme bei der Wahrnehmung von Gerüchen. "Vor allem Oregano und Vanille können von den Betroffenen nicht mehr wahrgenommen werden. Bemerken Menschen dieses Symptom, sollten sie umgehend einen Neurologen aufsuchen", rät der niedergelassene Mediziner aus Köln.
Manche Parkinson-Patienten fühlten sich zunächst auch müde oder abgeschlagen, andere zittrig oder vergesslich. Angehörigen fällt nach Angaben des Experten auf, dass die Betroffenen leise sprechen, aus nichtigen Anlässen gereizt oder depressiv reagieren. Die Handschrift wirke verkrampft, sie werde kleiner, besonders am Ende einer Zeile oder einer Seite. (APA)