Facebook geht gegen Entwickler von Greasemonkey-Skript vor

26. März 2010, 12:15
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"Fluff Busting Purity" erlaubt die eigene Pinnwand von unnötigen Infos zu befreien - Facebook sperrt Account

Mithilfe von Greasemonkey-Skripten können Internet-UserInnen den Look einer Webseite individuell an ihre Bedürfnisse anpassen, ein Umstand, der in den letzten Jahren zu einem breiten Ökosystem von verfügbaren Skripten geführt hat. So gibt es natürlich auch für das soziale Netzwerk Facebook eine ganze Reihe von Modifikationen, eine davon scheint nun den recht speziellen Ärger des Unternehmens auf sich gezogen zu haben.

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So hat Facebook nun seine Anwälte gegen den Entwickler von "Fluff Busting Purity" in Stellung gebracht. Das einst "Facebook Purity" genannte Skript erlaubt es auf der eigenen Pinnwand unerwünschte Nachrichten auszublenden, wie etwa die Spieleaktivitäten der eigenen FreundInnen. Dies scheint Facebook sauer aufzustoßen, denn selbst die aus Trademark-Gründen verlangte Namensänderung scheint dem Betreiber nicht genug zu sein, so sieht man etwa auch in der Domain fburity.com - wegen der Abkürzung "fb" einen Verstoß gegen die eigenen Ansprüche.

Ablöse

Den ursprünglichen Facebook-Account zu dem Greasemonkey-Skript hat das Unternehmen unterdessen bereits gelöscht, dies laut dem Entwickler nur wenige Minuten nachdem er eine Mail mit der Behauptung weiterer Trademark-Verstöße von der Facebook-Rechtsabteilung erhalten hatte. Mittlerweile wurde eine neue Fan-Seite für "Fluff Busting Purity" eingerichtet, ob sich Facebook mit seinem Vorgehen gegen die Erweiterung - und die damit verbundene Publicity - einen Gefallen getan hat, darf insofern eher bezweifelt werden. (red, derStandard.at, 26.03.10)

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