Kreditkartenbetrug

US-Gericht verurteilte Hacker zu 20 Jahren Haft

26. März 2010, 09:12

Größter Fall in der Geschichte der USA

Im bisher größten Fall von Kreditkartenbetrug in der Geschichte der USA ist der 28-jähriger Computer-Hacker A. Gonzalez zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der aus Miami im US-Bundesstaat Florida stammende Mann nahm das am Donnerstag von einem Bundesgericht in Boston gefällte Urteil regungslos auf. Seine aus Kuba stammenden Eltern weinten. Die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre Haft gefordert. Am Freitag sollte der 28-Jährige erneut vor Gericht erscheinen, diesmal wegen eines Hacker-Angriffs auf das Netzwerk einer US-Restaurantkette in New Jersey.

130 Millionen Kreditkarten

Der Mann hatte im September gestanden, mit zwei russischen Komplizen die Geheimnummern von mehr als 130 Millionen Kreditkarten und Lastschriftkarten gestohlen zu haben. Seit Oktober 2006 verübten sie demnach Hacker-Angriffe auf die Computernetzwerke von Dienstleistern großer US-Einzelhandelsunternehmen und Finanzinstitute, um an die Daten zu kommen.

Einem Wired-Bericht zufolge soll Gonzales ein Informant des US-amerikanischen Secret Service gewesen sein. Auch mit dem FBI soll er zusammengearbeitet haben. (red/APA/AFP)

Kommentar posten
21 Postings
Gueni
30
26.3.2010, 17:49
ein witz..

...ist dieses Urteil. Angesichts des Schadens der entstanden ist.

thomazz
00
29.3.2010, 13:13

stimmt. unverhältnismäßiges urteil. allerdings glaube ich, dass ich es genau gegenteilig von dir meine.

LCD
01
27.3.2010, 22:29
Ist nur Geld

Umgebracht hat er keinen...

solandre
 
00
29.3.2010, 12:18

wenn er jemanden getötet hätte, dann hätter er ein milderes urteil bekommen.
auf meinem unistudium, in einer rechts-vorlesung (ich bin WIMB) hab ich einmal gehört, dass in österreich ein menschenleben mit 1.000.000 schilling bewertet wurde.

nobody (likes the records that i play)
10
26.3.2010, 16:04

... and don't let the door hit you on your way out!
next!

der Blade
00
26.3.2010, 15:06
die hacker

die einen bezahlen sie und die anderen sperren sie ein...

TRON++
29
26.3.2010, 09:35
Und wenn man jemanden Tot prügelt geht man für 5 Jahre in Knast

Ein Hoch auf die Relation.

Cotton Eye John
01
27.3.2010, 23:39
Und für sexuellen Missbrauch von Kindern 1-2 Jahre...

¤
10
27.3.2010, 19:51
In Österreich

Wenn sie in den USA jemanden vorsätzlich totprügeln ist die Chance relativ hoch, dass sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden.

Charlie Brown
00
26.3.2010, 11:28

In den USA? Unwahrscheinlich, wenn es mit Vorsatz geschehen ist.

Warentester
01
26.3.2010, 13:36

Es sei denn man ist reich (und weiß). Dann sind's in den USA noch weniger, ev. sogar gar nichts. Der arme Schwarze hat natürlich ein Problem.

Warentester
00
27.3.2010, 22:04

Einzelfälle sind kein Beweise gegen statistische Trends.
Und dieser Fall tut ihrer Argumentation schon überhaupt keinen gefallen, zeigt er doch, dass das US-Justizsystem offensichtlich verbrecherische Taten in anderen Ländern nicht nur gut heißt (und Freiheitsberaubung ist in Mexiko ein Verbrechen; die Häscher des Gerichts wurden ja, wie sie den Artikel entnehmen können, sogar von der Polizei festgenommen), sondern sogar aktiv unterstützt und in Auftrag gibt. Und ein System das sich Verbrechen verdient, kann wohl zurecht selbst als verbrecherisch bezeichnet werden. Allerdings bei dem was die USA sonst so an Verbrechen weltweit abziehen (Entführungen auf offener Strasse, Folterlager, etc.) ist dieser Fall ja fast als harmlos zu bezeichnen.

¤
00
27.3.2010, 19:49
Wenn man keine Ahnung hat...

... besser eh scho wissen!

Warentester
00
27.3.2010, 21:56

Die Statistiken sind da schon recht eindeutig. Natürlich ist es in jeden Rechtssystem ein gewisses Problem, das jemand der über große Ressourcen verdient besser zur Wehr setzen kann als eine Mittelloser, in USA ist dies aber besonders frappant, da sind die Zahlen recht eindeutig.

¤
00
27.3.2010, 22:00

Wenn ich mich besser vor Gericht verteidigen kann und besser meine Unschuld beweisen kann ist klar, dass ich auch eine geringere Strafe bekomme.

Aber im Gegensatz zu Ländern wie Österreich wo man mit genug Vermögen praktisch vor gerichtlicher Verfolgung geschützt ist (unser Banker ist da eine Ausnahme), ist der Besitz oder das Einkommen in den USA vor Gericht relativ egal.

Warentester
01
28.3.2010, 03:03

"Aber im Gegensatz zu Ländern wie Österreich wo man mit genug Vermögen praktisch vor gerichtlicher Verfolgung geschützt ist (unser Banker ist da eine Ausnahme), ist der Besitz oder das Einkommen in den USA vor Gericht relativ egal."

Hat man ja bei OJ Simpson gesehen. Oder dem texanischen Millionär der in, laut Gericht, Notwehr seinen Nachbarn umgebracht, zerteilt und in den Häcksler gesteckt hat. Nochmal, die empirischen Daten weisen in eine andere Richtung.
Und in Österreich ist man nicht primär durch Vermögen geschützt, sondern wenn man mit den richtigen Leuten der entsprechenden politischen Gesinnung vernetzt ist. Deswegen sitzt der Elsner während gegen Treichl, Stepic, Konrad und Co nicht einmal ermittelt wird.

BlauerPenner
00
26.3.2010, 09:53
wie lange müssen Kinderschänder ins Gefängnis?

Redwraithvienna
00
27.3.2010, 00:01
In den USA ?

Kommt auf den Staat an aber zwischen 5 Jahren und lebenslänglich ist alles drin.

Allerdings greift dann auch noch megan´s law und du bist auf ewig ein geächteter.

Kann man jetzt positiv oder negativ sehen ... ich persönlich seh das mit gemischen gefühlen (also megan´s law nicht den rest)

human ic
12
26.3.2010, 10:13

die gehn nicht ins gefängnis sondern in die klosterschule ;)

in cider
11
26.3.2010, 10:03

in österreich gar nicht ^^

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