"Kleine" startet neue Gratis-Sonntagszeitung

25. März 2010, 18:53
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"Stadtzeitung" für Graz und Umgebung startet am 11. April, geht offenbar an alle Haushalte

Die Styria-Tochter "Kleine Zeitung" bringt eine neue Gratis-Sonntagszeitung auf den Markt. Diese "Stadtzeitung" soll erstmals am 11. April an "alle Haushalte in Graz und Umgebung" gehen. Der Ableger der "Kleinen Zeitung" verspricht "junge, urbane" Themen. Fragt sich, ob die "Stadtzeitung" in weiterer Folge auch für andere Ballungsräume gedacht ist.

Styria-Chef Horst Pirker schließt nicht aus, dass die "Stadtzeitung" künftig auch für Klagenfurt erscheint. An die Donau will er mit dem Heft nicht jedenfalls: "Nicht Wien." Die "Stadtzeitung" beschreibt er als "einen ,verjüngten' Lokalteil der ,Kleinen Zeitung' Graz als eigenes Buch", so heißen Zeitungsteile im Fachjargon.

G7

"Kleine"-Chefredakteur Hubert Patterer beschreibt das Projekt auf STANDARD-Anfrage: "Die Kleine Zeitung wird ab 11. April jeden Sonntag der Zeitung ein 48-seitiges Stadt-Supplement mit dem Titel G7 beilegen (G für Graz, 7 für Sonntag)." Der Titel erinnert vielleicht nicht ganz zufällig an G2, die tägliche Beilage des Guardian. Patterer weiter: "Wir wollen damit die urbane junge Zielgruppe der 25- bis 39-jährigen verstärkt adressieren. Das Supplement, das eine jüngere und urbanere Anmutung als das Stammblatt haben wird, wurde von Lukas Kircher (Berlin) entworfen. Er ist auch mit der parallelen Entwicklung eines gleichnamigen digitalen Stadtportals betraut. Beide Plattformen sollen in enger Verschränkung arbeiten. Für die neue Beilage haben wir die kreativsten und besten Jungjournalisten der Zeitung zusammengezogen. Geleitet wird G7 von Bernd Hecke, dem bisherigen Leiter der Stadtredaktion."

Als vorbeugende Abwehrmaßnahme - etwa gegen das Projekt einer Sonntagsausgabe von "Heute" sieht Pirker das Projekt nicht: "An Heute haben wir noch gar nicht gedacht. Müssen wir das?" Offenkundig nein: Eva Dichand hat ihr Vorhaben gerade - zugunsten neuerlichen Bundesländer-Ausbaus unter der Woche - verschoben, mehr hier.

Patterer stimmt ein: "Die Kleine Zeitung setzt diesen innovativen Schritt ohne äußeren Druck und aus einer Position der Stärke heraus." Der Chefredakteur verweist auf neue Daten: "Die jüngste Media-Analyse weist für die Kleine Zeitung im Großraum Graz eine Reichweite von 56,8 Prozent aus. Die Kronenzeitung folgt mit großem Abstand auf Platz 2 mit 34,4 Prozent."

Die "Kleine Zeitung" arbeitet nach STANDARD-Infos zudem an einer neuen, magazinigen Sonntagsbeilage. Als Art Director geht der international renommierte Lukas Kircher zu Werke. (fid)

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