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Elisabeth Noelle-Neumann auf einem Archivbild vom Oktober 2006
Allensbach - Die Pionierin der Demoskopie in Deutschland und Gründerin des renommierten Meinungsforschungsinstituts Allensbach, Elisabeth Noelle-Neumann, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Das Institut bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Pressebericht.
Die am 19. Dezember 1916 in Berlin geborene Wissenschafterin war Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität Mainz. 1947 gründete sie mit ihrem Mann Erich Peter Neumann das Institut für Demoskopie (IfD) in Allensbach, das sie bis 1989 leitete. Sie entwickelte neue Methoden der Repräsentativumfragen in sämtlichen Bereichen von Politik über Wirtschaft bis zu Konsum und Kultur. Einen besonderen Namen machte sich Allensbach in der politischen Meinungsforschung und bei Wahlprognosen.
Noelle-Neumann war unter anderem auch Präsidentin der "World Association for Public Opinion Research" und Mitherausgeberin des "International Journal of Public Opinion Research". Angekreidet wurden ihr antisemitisch gefärbte Artikel, die sie in der Nazizeit als junge Journalistin für die von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels kontrollierte Wochenzeitung "Das Reich" verfasst hatte. (APA)
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Elisabeth Noelle-Neumann hat von sich gesagt, dass sie "nie mit den Nazis verknüpft" gewesen sei. Allerdings war sie von Hitler fasziniert, wie sie berichtete: Als sie - als"Zellenführerin" im Nationalsozialistischen Studentenbund - mit Gefährtinnen auf den Obersalzberg wanderte, sei sie Hitler quasi in die Arme gelaufen. Den Tag, sagte sie, hätten sie und die übrigen Mädchen sehr genossen
Die Ansprachen des Internatsgründers Kurt Hahn hätten sie gerettet, erinnerte sie sich später – „denn sie führten dazu, dass ich mich von den Nazis fernhielt, mich aus ihren Angelegenheiten heraushielt und so wenig wie möglich mitmachte“.
für die zeitung "das reich" antisemitische artikel verfasst - Adenauer verehrt – Adorno verabscheut
will ich mich zu ihrer Person nicht äußern. Aber ihre Arbeit in Allensbach ist ein Musterbeispiel für die manipulative Wirkung der sogenannten "Meinungsforschung", die eigentlich eine Meinungsmache ist. So ziemlich alles was Noelle-Neumann jemals in ihrem Leben getan und verarbeitet hat, diente dem Ziel, den jeweils Herrschenden bzw. dem Teil des Staates in dessen Auftrag sie arbeitete zu Diensten zu sein, indem sie die "Meinungenforschung" an den Befragten so manipulierte wie es dem jeweiligen Dienstgeber recht sein konnte.
Zwischen ihrer Arbeit für die Nazis und der in der Bundesrepublik lässt sich daher kein signifikanter Unterschied feststellen. Sie war immer gleich behilflich bei der Manipulation.
Ihre Kritik ist gerechtfertigt, über ihre Meinungsforschung kann man sicher diskutieren. Warum auch nicht?
Aber es ist ein bisschen abstrus das Posting mit: "Da man über Verstorbene nichts Schlechtes sagen sollte will ich mich zu ihrer Person nicht äußern." zu beginnen und dann ihr gesamtes Tun und Schaffen als manipulativ und implizit als moralisch fragwürdig zu bezeichnen.
hab ich vor jahren mal gelesen. ein interessantes buch und ein interessanter denkansatz - allerdings eher für den theoretischen teil der meinungsforschung(bzw. eigentlich v.a. für die psychologie), denn praktisch ist die treffergenauigkeit von umfragen dadurch wohl kaum gestiegen. aber immerhin eine meinungsforscherin, die nicht nur die leute befragt hat, sondern auch eine eigene theorie entwickelt hat (solche leute gibt's heute anscheinend kaum noch).
Erst schreibt sie für Goebbels Sätze wie: „Seit 1933 konzentrieren die Juden, die einen großen Teil von Amerikas geistigem Leben monopolisiert haben, ihre demagogischen Fähigkeiten auf die Deutschlandhetze“ und in der BRD wird sie dann zur "Haus-Demoskopin" der CDU.
Der Dr. Goebbels scheint von diesem Satz fast beeindruckt gewesen zu sein wie die junge Frau Noelle vom Führer.
Doch noch anno 2006 hielt es die bekanntlich dezidiert antifaschistische "Junge Freiheit" für angemessen, ihr den "Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik" zu verliehen und sie selbst, ihn anzunehmen. Der Unvergessene - waren das Zeiten: 'Die Milch wird sauer, das Bier wird schal, im Fernsehn spricht der Löwenthal!' - war so bizarr reaktionär, dass er den Rechten nebenbei ein schönes Alibi liefern kann - Vorbehalte gegen die Ostküste braucht ja trotzdem niemand aufzugeben. Der EHRENpreis "sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut", doch im Volksmund HEISST er auch "MännerTREU" - und das erinnert UNS doch glatt an etwas.
"Ab 1940 schrieb sie für die von Joseph Goebbels herausgegebene Wochenzeitung Das Reich.(...) In ... [ihrer] ... Dissertation mit dem Titel 'Meinungs- und Massenforschung in USA' beschrieb sie u. a. Deutschlands schlechtes Ansehen in der Welt vor allem aus der verzerrten Darstellung der Medien in den USA: 'Seit 1933 konzentrieren die Juden, die einen großen Teil von Amerikas geistigem Leben monopolisiert haben, ihre demagogischen Fähigkeiten auf die Deutschlandhetze' "
(aus wiki).
Antisemitische Äußerungen von ihr aus der Zeit nach 1945 sind mir zwar nicht bekannt, aber sie blieb bis an ihr seliges Ende eine der großen reaktionären Alten der BRD und spielte ein wenig in der Jünger-Riefenstahl-Liga.
2. Platz beim Senior Miss World Contest, gleich hinter der Mutter von Tutenchamun.
P.S. Auch ich werde jeden Tag schöner und fürchte, ich komme langsam in das Alter, wo ich mir solche Bemerkungen durchaus leisten darf (--> Altersschrulligkeit).
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