März 2010

Trotz Kritik: Stadt kauft Grundstück

25. März 2010, 18:09

Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat

Wien - Die Oppositionsparteien machten bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag zwar deutlich, wie unzufrieden sie mit den Vorgängen rund um das Krankenhaus Nord sind. Bei einem wesentlichen Schritt in Richtung Krankenhausbau stimmten sie dann aber doch mit: Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte den Ankauf des Areals in Floridsdorf, auf dem bis 2015 das neue Spital entstehen soll. Knapp 42 Millionen Euro gibt die Stadt für das Grundstück aus.

Die mehr als 100.000 Quadratmeter an der Brünner Straße gehören den ÖBB. Eigentlich sah das angepeilte Public-Private-Partnership-Modell einen Fixpreis für Gebäude und Grundstück vor. Mitbieten durfte nur, wer eine entsprechende Fläche einbringen konnte. Das Areal an der Brünner Straße hat das Bieterkonsortium Porr/Siemens/Vamed organisiert; obwohl die Stadt nun selbst als Käufer auftritt, laufen die Verhandlungen laut Krankenanstaltenverbund weiter.

Während SP-Gemeinderat Kurt Wagner angesichts des Grundstückskaufs von einem "großen Schritt in die richtige Richtung" sprach, können die Oppositionsparteien nicht nachvollziehen, warum die regierende SP erst ein Grundstück zur Bedingung bei der Ausschreibung machte. FP-Gemeinderat David Lasar meinte, eine Neuausschreibung könnte notwendig werden. Die Grüne Sigrid Pilz fürchtet, dass sich die Stadt durch die Verhandlungen mit nur einem Bieter dem Konsortium ausliefere. Und VP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec hält zwar das Projekt Krankenhaus Nord für richtig, es werde aber durch "Unprofessionalität in der Abwicklung" diskreditiert.

"Zurück an den Start" muss die Stadt beim Krankenhausbau, wenn es nach VP-Chefin Christine Marek geht. Sie kritisierte die Vorgangsweise der roten Stadtregierung bei diversen Bauprojekten, etwa dem Hauptbahnhof oder dem Praterstern. Letzteren würde sie freilich nicht wieder umgestalten lassen, sollte die VP nach den Wahlen im Oktober mitregieren; aber bei anderen Projekten könne man noch "Schadensbegrenzung" versuchen. Neben einem internationalen Expertengremium für die Stadtentwicklung forderte Marek auch einen weisungsfreien Landesrechnungshof, der schon bei laufenden Projekten die Kostenentwicklung kontrollieren soll. (APA, hei, DER STANDARD - Printausgabe, 26. März 2010)

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13 Postings
Eustreptospondylus
00
Kommt jetzt

eigentlich da eine Gerichtsmedizin rein??

Oder eh wieder nicht?

vallis rosarum
 
00
30.3.2010, 23:33
Verwirrender Bericht.

Ein "Bieterkonsortium organisiert"
"ein Grundstück zur Bedingung gemacht" (??)

Kann nur vermuten, dass von den 42 Millionen Steuergeld wieder einiges versickert und nur ein Teil beim Verkäufer (zumal die ÖBB!) eintreffen wird.

gegenstaberl
02
26.3.2010, 10:42

Wie bei allen Finanzgrosstransaktionen der roten Gemeinde Wien wird sicher etwas zur Parteisanierung beigetragen werden. Das rennt neben dem Kaufvertrag so mit. Dem allen liegen Mafiastrukturen auf höchstem Niveau zugrunde.

thomas 2
02
26.3.2010, 07:27
gings nach der ÖVP gäbe es in Wien nicht mal die U-Bahn, Donauinsel etc..

Diggggga
01
26.3.2010, 12:04

Tja, dafür weiß sie, wie sie um die Gunst ihrer Wähler buhlen kann.

http://www.flickr.com/photos/to... 582099915/

gegenstaberl
00
26.3.2010, 10:39

dafür vielleicht keine korrupten und Parteispendenen (ausgelagerte) "Wien-Unternehmungen" wie Wiener Wohnen oder Wien Energie. Eine penetrante Rathausverwaltung hat Wien im Würgegriff.

Quim Barreiros
00
28.3.2010, 11:50

Die wären dann noch viel schlimmer.

rorschach
01
26.3.2010, 17:50
na ganz sicher sieht man ja in niederösterreich

wie "sauber" die övp regiert .....

Geraldines_Tante
01
25.3.2010, 23:38
zumindest patschert

was die Stadt bei ihren Grundstückssachen so alles anstellt. Beim neuen Zentralbahnhof wirft sie gerade der Firma Herold das Grundstückel nur so nach und reißt dafür sogar ihre eigenen Bauten ab

MondXicht
05
25.3.2010, 22:39

Ob diese Christine Marek irgendwas auch nur einen Zentimeter besser machen würde, das frag ich mich. Bisher eher durch leere Worthülsen und ein Riesenmundwerk aufgefallen.

. g.bac
00
26.3.2010, 10:18
wähl sie, dann wirst es wissen ;-)

MondXicht
00
26.3.2010, 14:16

Das ham sich die Leute 1933 wohl auch gedacht (Ob der alles besser macht, wie er sagt? No, probier mas halt....) :)

schlitzohr2
02
26.3.2010, 10:01
Der Frau haftet verdächtig wichtigtuerisch-selbstherrliches Politikergehabe an

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