US-Schauspieler, bekannt durch "Hickey & Boggs" wie vor allem durch zahlreiche TV-Auftritte, erlag Sturzverletzungen
Los Angeles - Der US-amerikanische Schauspieler Robert Culp starb am Mittwoch 79-jährig an den Folgen eines Sturzes vor seinem Haus in Los Angeles, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Polizeisprecher. Culp sei mit dem Kopf aufgeschlagen, ein Jogger habe den Schauspieler gefunden, dieser sei wenig später im Krankenhaus für tot erklärt worden.
Robert Culp war ein vielseitiger Schauspieler, der seit Mitte der 1950er Jahre in zahlreichen TV-Serien auftrat, bisweilen in Hauptrollen, zumeist mit Gastauftritten, für die ihm seine stets leicht knorrige Miene vorzüglich verwendbar machte. Mitte der 1960er Jahre lockten Culp und Bill Cosby mit der Krimi-Serie "I Spy" ("Tennisschläger und Kanonen") ein Millionenpublikum vor den Fernseher. Sie spielen Geheimagenten, die als Tennisprofi und Trainer getarnt durch die Welt ziehen. Cosby gelang damals als erstem schwarzen Hauptdarsteller neben einem weißen Star in einer TV-Serie der Durchbruch. Culp führte bei einigen Episoden der Hit-Serie auch Regie.
Eine weitere Zusammenarbeit mit Cosby sollte Kinogenre-Geschichte schreiben: Von Culp auf Basis eines Drehbuchs von Walter Hill inszeniert, bewirkte "Hickey & Boggs" (1972) eine wegweisende Neuformulierung eines Cop-Thrillers hin zu einem rauen wie düsteren Tonfall, der Desillusioniertheit der frühen 70er Jahre angemessen und vielfach kopiert.
Culp, der bis zuletzt auch immer wieder in Kinorollen ("Inside Out - Ein genialer Bluff", "Die Akte") auftrat, erreichte in den abgelaufenen Jahren vor allem dank der TV-Sitcom "Alle lieben Raymond" erneut ein Millionenpublikum. (APA/red)