Zahnbürsten

Tummelplatz für Bakterien

25. März 2010, 11:19
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    foto: apa/ joerg sarbach

    Familienzahnbürsten haben in keinem Haushalt etwas verloren.

Österreicher sind Muffel in Sachen Mundhygiene und brauchen durchschnittlich zwei Zahnbürsten pro Jahr

Wien - Die Österreicher wechseln durchschnittlich nur zwei Mal pro Jahr die Zahnbürste. Damit liegen sie hinter Deutschland und der Schweiz. Die Schweizer, europaweit Vorreiter in Sachen Mundhygiene, wechseln im Vergleich rund drei Mal pro Jahr ihre Zahnbürste. Experten hingegen empfehlen einen Bürstenwechsel mindestens alle drei Monate: aus Hygienegründen und weil sich die Borsten abnützen. Daher: Jahreszeitenwechsel ist Zahnbürstenwechsel.

Herr und Frau Österreicher sind Muffel, wenn es um ihre Mundhygiene geht. Reinhard Möseneder, General Manager von Colgate Österreich und Schweiz: "Die Schweizer sind europaweit wieder einmal der Musterknabe in Sachen Mundhygiene. Rund drei Mal pro Jahr wird in der Schweiz zu einer neuen Zahnbürste gegriffen. Da gibt es in Österreich mit nicht einmal zwei Zahnbürsten noch einigen Nachholbedarf. Das Ziel muss sein: Vier mal im Jahr die Zahnbürste zu erneuern". Zur richtigen Mundhygiene gehört laut Experten mindestens alle drei Monate der Bürstenwechsel einfach dazu. Im Mund existieren an die 300 bis 400 Bakterienarten. Bakterien sind zwar wichtig für die Mundflora, denn sie zersetzen Speisereste. Jedoch gibt es auch Bakterien, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind. Bei ungenügender Mundhygiene ist die Zahnbürste in jedem Fall ein Tummelplatz für Bakterien. Ganz besonders nach Infektionskrankheiten sollte der sofortige Zahnbürstenwechsel eine Selbstverständlichkeit sein.

Wechsel im Jahreszeitenrhythmus

Zahnbürsten sind ein täglich benutzter Gebrauchsgegenstand. Entsprechend nützt sich das Material ab. Besonders die Borsten können mit der Zeit an Qualität verlieren. Freilich hängt es auch davon ab, wie intensiv geputzt wird. Schrubben ist in jedem Fall nicht gut, weil hier der schützende Zahnschmelz geradezu wegpoliert wird. Spätestens nach einem dreimonatigen Einsatz, sollte es soweit sein - weg mit der alten Bürste. Immerhin ist die Zahnbürste bei regelmäßigem Gebrauch ganz schönen Belastungen ausgesetzt. Wer zweimal taäglich seine Zähne putzt und die empfohlene Putzdauer von drei Minuten einhält, strapaziert seine Zahnbürsten insgesamt 2190 Minuten pro Jahr, also 548 Minuten pro Quartal. Wer also Wert auf Mundhygiene legt, trennt sich rechtzeitig von seinem alten Bürstl. Als Merkhilfe könnte jeweils der Jahreszeitenwechsel dienen.

Übertragung von Bakterien auf Kleinkinder

Die Zeit des größten Risikos, Karies verursachende Bakterien von einem Erwachsenen auf ein Kind zu übertragen, sind die ersten vier Lebensjahre. Wurden in dieser Zeit nur wenig Karies verursachende Keime übertragen, besteht lebenslang eine geringere Kariesneigung. Daher unbedingt auf die eigene Mundhygiene achten, um die Kleinen nicht unnötigerweise mit Karies anzustecken. Das eigene Bürstl von Anfang an sollte ein selbstverständlicher Hygienestandard sein. Und auch die "Familienzahnbürste" hat hoffentlich längst ausgedient. Die ideale Kinderzahnbürste hat extra weiche, abgerundete Borsten und einen kleinen Bürstenkopf, mit dem alle Ecken gut erreichbar sind. Wichtig für Kinderhände ist außerdem ein kräftiger, rutschfester Griff. Darüber hinaus sollten Eltern ihre Kinder dabei nicht alleine lassen. "Erst wenn ein Kind flüssig schreiben kann, ist die Feinmotorik der Hand ausgereift genug, um selbständig Zähne putzen zu können. (red)

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25 Postings
Ravenspower
00
Ich benütze Oral B

alle ein, bis zwei monate ersetze ich den bürstenkopf - je nach zustand. die dinger sind zwar spitze aber auch schweineteuer.

Dagmar Rehak
 
10
28.3.2010, 14:33
Schmoarrn!

Nur, wenn sie feucht bleiben, können sich Bakterien bilden. Von einem Putzen zum anderen bleiben sie also umso eher feucht je öfter man sich die Zähne putzt.
Oder man nimmt mehrere im Radldienst, damit sie zweischendurch gut trocknen können. Und wenn man sie nach dem Putzen gscheit heiß abspült, sind schon von vornherein weniger Bakterien da.

contains sugar
02
27.3.2010, 21:00

auch zahnseide kennt der österreicher frühestens, nachdem er einmal eine schwere parodontose hatte.....
dafür kassieren die zahnärzte bei uns heftig ab mit zahnreinigung etc.

Frau Techne
02
26.3.2010, 08:44
Wichtig ist v.a., die Zahnbürsten mit den Borsten nach oben aufzubewahren.

So können die Borsten zwischendurch ordentlich trocknen, und die Keimbelastung hält sich in Grenzen.

nodiesop
01
25.3.2010, 21:55
hin und wieder in Alkohol tauchen

...und danach wieder abspühlen... bringt jedes Bakterium um...

natoll
01
25.3.2010, 18:40

und wenn ma dann alle keimfrei leben, fangma an uns zu fragen woher die allergien kommen.

Irma la Douce
13
25.3.2010, 20:14
Na den Zahnbürsten- und Seifenallergikern begegne


ich täglich in Wiener Öffis ...

Duck of Death
10
27.3.2010, 11:22

Keine Sorge, ihre Mitreisenden denken das auch von ihnen.

Hustler
00
25.3.2010, 15:56
Hmmm

das macht mich jetzt allerdings nachdenklich....

Functio Laesa
00
25.3.2010, 15:02
Also ich mach das so

ich reib alle paar Putzvorgänge die Borsten mit Kernseife ein und wasch sie aus. Und gelegentlich hau ich das Bürschtl kurz in siedendes Wasser. Ist zwar kein Autoklavieren aber so sieht für mich Hygiene aus. Und die Dinger (vor allem für die Elektrobürste) halten das aus. Lieg ich da richtig?

halvar van flake
01
25.3.2010, 21:37
mr monk?

MiNeum71
 
00
25.3.2010, 19:39


Einmal im Monat heißes Wasser d'rübergießen, das reicht vollkommen.

gärtner
01
25.3.2010, 17:04

is ja ganz schön ein aufwand den sie da betreiben
und vermutlich ziemlich nutzlos, weil die bakterien auf der zahnbürste, vor denen sie sich so sehr fürchten, in noch größerer zahl in ihrem mund leben.

Irma la Douce
00
25.3.2010, 16:12
Adrian Monk und ich sind ganz bei Ihnen (im Ernst).


Man kann übrigend die Bürsten auch mal in den Geschirrspüler tun ...

Frau Techne
10
26.3.2010, 08:42
Pfui graus!!!

Ava Tar
03
25.3.2010, 19:39
Ihr Geschirrspüler sterilisiert antibakteriell ?

Ich fürchte, durch sowas verschaffen Sie den Bakterien nur ein hübsches Platzerl - warm, immer wieder kommt Wasser und sogar Essensreste vorbei

I glaub ned, daß das Somat und die Betriebstemperatur alles abtötet, oder ?

contains sugar
02
27.3.2010, 20:59

dann dürftest du aber das geschirr auch nicht da drinnen spülen, oder? ;)

Litschi Monster
01
26.3.2010, 08:42

Tenside töten Bakterien richtig gut und effektiv.

invodaseibua
02
25.3.2010, 13:46
Familienzahnbürsten?


Sowas gab/gibt es tatsächlich?

accuser
00
25.3.2010, 13:33

Ich finde das ausgesprochen überraschend. Sogar bei einer Zahlbürste, die erst ein Monat in Gebrauch ist, merkt man, dass die Borsten abnutzen, nach längerer Zeit erst recht.

Wenn man einfach einmal 4 Euro pro Bürste rechnet, sind das nur 1,30 pro Person und Monat oder 16 Euro im Jahr - und das ist alles andere als eine dramatische Ausgabe, im Vergleich zu Zigaretten, Alkohol, Süßigkeiten, Softdrinks...

Wie oft wechseln die Leute denn Rasierklingen? Wohl auch häufiger als 2 Mal im Jahr.

Chocoholic
00
14.4.2010, 10:28
Versteh ich nicht. Bei mir merkt man das eigentlich nicht.

Ich tausch sie zwar aus, aber meine Zahnbuersten sehen einige Wochen gleich aus: gebraucht, aber von 'abgenutzt' weit entfernt. Liegt wahrscheinlich daran, dass Sie so fest aufdruecken....

t-bonesteak
00
25.3.2010, 18:09
4 euro pro bürste = 1,30 euro pro person

sorry, das verstehe ich auch nach 10 minuten grübeln nicht...

Ulrich Nagel
00
25.3.2010, 19:52

1.3Euro Jan + 1.3Euro Feb + 1.3Euro Mar = 4 (3.9) Euro fuer 3 Monate

lechn mineges
00
25.3.2010, 19:49
lass es, wenn du's nach10 minuten nicht kapierst,

hats keinen sinn noch länger darüber zu grübeln. hast in der volksschule nicht aufgepaßt? fahren sich zwei züge entgegen, der eine mit 10km/h, der andere mit ......

Functio Laesa
00
25.3.2010, 15:03
Die Rasieklinge

wird aber stumpf und dann reist sie eher die Haut auf als dass sie den Bart schneidet. Ein Bürschtl kann man sehr sehr lange benutzen. Dann wirds wenigstens weicher!

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