Der Tanz in Zeiten des Krieges

11. April 2003, 15:44
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"Galili Dance" beim Bregenzer Frühling

Bregenz - Das internationale Tanzfestival "Bregenzer Frühling" (14. März bis 22. Mai 2003) erhält einen ungewöhnlich aktuellen Touch: Die in den Niederlanden beheimatete Tanzkompanie "Galili Dance" gastiert mit zwei Produktionen im Festspielhaus: "For Heavens Sake" und "Chronocratie".

In "For Heavens Sake" (Musik Jaap van Keulen) setzt sich das Ensemble in tänzerischer Form mit dem permanenten Konflikt im Nahen Osten auseinander, ohne den laufenden Irak-Krieg direkt zu meinen. Der künstlerische Leiter Itzik Galili, selbst Betroffener der Auseinandersetzungen in Palästina, nähert sich in seiner sensiblen Choreografie dem heiklen Thema Nahost-Konflikt, ohne theatralisch zu übertreiben. Galili über seine Produktion: "Was ich mit dieser Choreografie zeigen wollte, war aufzuzeigen, was in jener Welt passiert, wo ich herkomme, wo Menschen mit Verletzungen und Wunden leben, die niemals heilen werden, ich wollte meine und ihre Emotionen wachrütteln und lauthals herausschreien: Es ist genug!"

Am Samstag bringt Galili die neue Produktion "Chronocratie" (Musik Gene Carl) - ein Ballett für sieben Klaviere, vierzehn Tänzer und eine riesige Sprungmatratze. Die Tänzer fliegen in einem atemberaubenden Schauspiel, begleitet von Minimal Music, die Bühnenboden-große Matratze erleichtert Sprünge und Überschläge. (APA)

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