"Diese Machtpolitik ist mir zuwider"

11. April 2003, 14:14
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Klagenfurter Grün-Stadträtin Wulz sieht sich von FP-VP-Koalition ausgegrenzt

Klagenfurt - Heftige Kritik am Vorgehen der FPÖ-ÖVP-Koalition im Klagenfurter Rathaus übte am Freitag die designierte Grün-Stadträtin Andrea Wulz. Sie warf den beiden Parteien und insbesondere VP-Bürgermeister Harald Scheucher "Machtpolitik" vor. Seit der Gemeinderatswahl vor einem Monat sei sie zu keinerlei Gesprächen eingeladen worden und habe erst aus den Medien erfahren müssen, dass man ihr das Referat Frauen und Familie zugesprochen hat. Der Bürgermeister wies die Vorwürfe zurück.

Auch ihr Wunsch, so Wulz, nach Zuteilung des Umweltreferates sei "nicht einmal erwähnt" worden. Wulz: "Wir haben um dieses Ressort gebeten, bekamen keine Antwort und wurden einfach übergangen." Das Resumee der künftigen Stadträtin: "Die Grünen werden in die Gespräche nicht eingebunden, wir sind ein unerwünschter Faktor in der Stadtpolitik. Diese Machtpolitik ist mir zuwider."

Bürgermeister Scheucher konterte in einer Aussendung, dass das Referat Frauen und Familie "auf der langen Referatswunschliste der Grünen" gestanden sei. Dem Wunsch nach Zuteilung des Referates sei somit nachgekommen worden. (APA)

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