Krone Hitradio wird Kronehit

13. April 2003, 19:53
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"Höherer Anteil an aktuellen Titeln" - Jüngeres Publikum angestrebt - Geschäftsführer Zimper verfolgt "Dreijahresplan"

Alles neu heißt es bei Krone Hitradio ab 14. April. Der Radioverbund der Mediaprint wurde einem Relaunch unterzogen, und nicht einmal der Name bleibt gleich: Kronehit nennt sich der Privatsender ab sofort, kündigte Geschäftsführer Martin Zimper an. "Der Name war sicher ein Fehler des Konzepts", sagt er. "Hitradio, das ist in Österreich Ö3." Das neue Musikformat soll "einen höheren Anteil an aktuellen Titeln" aufweisen, "coole Songs und Discohits aus den 80ern" werden aber weiterhin zu hören sein.

Verjüngung der Hörerschaft angestrebt

Tendenziell strebt Zimper eine Verjüngung der Hörerschaft an, will allerdings nicht im Teenie-Revier Fuß fassen. "Anfang 20 bis Anfang 40" ist Zimpers Wunschhörer - und kann gerne eine Hörerin sein. Das Durchschnittsalter der Kronehit-Gemeinde möchte er von derzeit 38,5 Jahre auf 32 senken. Darüber hinaus will sich Kronehit um eine verstärkte Positionierung in den Städten bemühen. Das Schlagwort "Urbanisierung" will Zimper aber dabei nur mit Vorbehalten gelten lassen: "Wir sind nicht New York, in Österreich kümmern wir uns um regionale Metropolen."

Über ein halbes Jahr haben Zimper und sein Team am Relaunch gearbeitet. Die Ausgansposition: "Das Hitradio war bisher zu breit und wollte Radio für alle sein, mit Musik aus vier Jahrzehnten. Man hat nicht wirklich gewusst, für wen man Radio machen will. Dieses Konzept funktioniert heute nicht mehr."

"Neuer Sound", neuer optischer Auftritt

Nun soll ein "neuer Sound" zu hören sein - so auch der Claim der begleitenden Kampagne. Der optische Auftritt wird ebenfalls überarbeitet, verantwortlich dafür zeichnet die Wiener Agentur DMC. Zimper will mit "einem der durchdachtesten Radiokonzepte Österreichs" an den (Neu-)Start gehen. Und zeigen, "dass wir das Zeug dazu haben, die zweite große Radiomarke in Österreich zu werden". Die technische Reichweite betrage derzeit sechs Millionen Hörer. Vor allem im Westen ist Kronehit noch spärlich vertreten, und getreu der "urbanen" Strategie hätte Zimper nichts gegen Senderstandorte in Klagenfurt, Innsbruck und Bregenz einzuwenden.

"Dreijahresplan"

Einen unmittelbaren Aufschwung bei den Hörerzahlen erhofft sich Zimper übrigens nicht. Laut Radiotest für das 2. Halbjahr 2002 hatte der Krone Hitradio-Verbund 4,9 Prozent Reichweite und vier Prozent Marktanteil (siehe dazu: Radiotest für das zweite Halbjahr 2002).

"Im ersten Halbjahr 2003 werden sich sicher ein paar Hörer verabschieden, im zweiten Halbjahr könnte es höchstens einen ganz leichten Zuwachs geben. Aber der Mix der Hörer sollte ein anderer sein." Die Positionierung von Kronehit sei aber mittelfristig angelegt: "Wir verfolgen einen Dreijahresplan", betont Zimper.

Wer den "neuen Sound" von Kronehit von Anfang an mitverfolgen will, sollte früh aufstehen: Punkt 5.00 Uhr startet am Montag das runderneuerte Programm - mit einem programmatischen Titel: "Get the Party Started", so die Forderung von Rock-Mädel Pink. (APA)

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