VW in Westeuropa nur noch Nummer vier

11. April 2003, 20:31
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Marktanteil im März von 9,7 auf 8,8 Prozent gesunken - Peugeot und Ford legen zu

Frankfurt - Der westeuropäische Pkw-Markt hat sich im März weiter erholt. Nachdem sich der Rückgang der Neuzulassungen im Februar abgeschwächt hatte, stiegen die Zahlen nach Angaben des Verbandes der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) im März um 2 Prozent. Angetrieben wurden sie durch die großen Märkte Italien und Großbritannien. Zu den Gewinnern zählten die PSA- und die Ford-Gruppe, auch japanische Pkw legten durch die Bank zu. Eindeutiger Verlierer ist die Marke VW. Der Marktanteil sank auf 8,8 (9,7) Prozent und damit auf das Niveau der Marke Peugeot. 11.000 Volkswagen weniger als noch im März 2002 wurden zugelassen, das bedeutet Rang vier.

Demgegenüber stiegen die Zulassungen der PSA-Marke Citroen um mehr als 15.000 Pkw zum Vorjahresmonat. Mit einem Marktanteil von 6,5 (5,7) Prozent bei Citroen rückte die PSA-Gruppe auf knapp einen Prozentpunkt an die VW-Gruppe heran. Der deutsche Konzern mit seinen vier Marken verlor bis auf 16,2 (17,0) Prozent, während die französische Gruppe auf 15,3 (14,5) Prozent aufrückte. Renault dagegen konnte wie in den beiden Vormonaten die Absatzzahlen des Vorjahres nicht halten und beherrschte 9,9 (10,4) Prozent des Marktes. Japans Autombilhersteller setzten den Trend der vorigen Monate fort und verbesserten ihre Marktstellung auf 13,1 (12,4) Prozent.

Ford als Gewinner

Zu den Gewinnern am Markt gehörte anders als in den Vormonaten die Ford-Gruppe. Das Plus bei den Zulassungszahlen zeigte sich bei allen Konzernmarken Ford, Volvo, Land Rover und Jaguar, während bisher nur Land Rover dem Abwärtstrend getrotzt hatte. Die Marke Ford kam durch ein Zulassungsplus von gut 5.000 Fahrzeugen auf einen Marktanteil von allein 9,6 (9,4) Prozent. Von den Pkw der Marke Opel/Vauxhall wurden dagegen nur geringfügig mehr zugelassen als im Februar, so dass der Anteil der Marke am Gesamtmarkt auf 10,2 (10,4) Prozent schmolz.

Fiat-Gruppe mit Einbußen

Obwohl das Zulassungsplus im März ganz überwiegend vom italienischen Automarkt kam, musste die Fiat-Gruppe erneut Einbußen hinnehmen. Die Marken Fiat, Alfa-Romeo und Lancia beherrschten in Westeuropa zusammen lediglich 7,6 (7,9) Prozent des Marktes. Unter den Premiummarken zeigte sich BMW als Verlierer. Ein Minus von mehr als 3.300 Zulassungen ließen den Anteil der Münchener Marke auf 3,5 (3,8) Prozent schmelzen. Auch mit der wachsenden Marke Mini verzeichnete die Gruppe eine leicht rückläufige Marktmacht. Mercedes verbuchte geringfügig wachsende Zulassungen und hielt damit ihren Anteil, während Audi sich erstmals seit Jahresbeginn wieder zulegte.

Besser als erwartet bewertete die Deutsche Bank die Zulassungsstatistik des Verbands der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) für März, wodurch sich im ersten Quartal ein Minus von 2,4 Prozent ergibt. "Das ist nicht so schlecht wie von uns befürchtet, aber wir halten trotzdem an unserer Prognose von minus vier Prozent für das Gesamtjahr fest", sagten die Analysten in einer Stellungnahme. Sie rechnen damit, dass die aktuell robuste Entwicklung in Italien ihren Tribut fordern wird. In Italien sei mit einer "Müdigkeit der Verbraucher" zu rechnen.(APA/vwd)

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