Rat der Kärntner Slowenen fordert von Heimatdienst Selbstauflösung

24. März 2010, 14:42

Kärntner Heimatdienst bot nach "Genozidvorwurf" Vergleich an - Slowenen-Vertreter legen nach

Klagenfurt - Der Rat der Kärntner Slowenen fordert vom Kärntner Heimatdienst (KHD) die Selbstauflösung. Noch in der vergangenen Woche hatte der Rat dem KHD vorgeworfen, die Volksgruppe "vernichten" zu wollen. KHD-Obmann Josef Feldner reagierte gegen den "Genozidvorwurf" erst mit einer Klagdrohung, bot am Dienstag allerdings im Falle einer öffentlichen Entschuldigung einen Vergleich an. Der Rat will das Angebot allerdings nur annehmen, wenn sich KHD gleichzeitig auflöst, die Slowenenorganisation hat im Übrigen kürzlich eine Selbstauflösung angekündigt.

Selbstauflösung als Bedingung

Der Rat könne sich die Annahme des Vergleiches vorstellen, wenn zwei Bedingungen erfüllt würden, erklärte Generalsekretärin Angelika Mlinar am Mittwoch in einer Aussendung. Erstens müsse der Heimatdienst "sein gesamtes Vermögen, dass er durch jahrzehntelange minderheitenfeindliche Propaganda erworben hat, sofort und unmittelbar an slowenische Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie slowenische Kindergärten" übertragen.

Zweitens forderte Mlinar: "Nach erfolgter Vermögensübertragung löst sich der KHD als überflüssige Organisation auf". Nach der Auflösung stehe einem intensiven Meinungsaustausch beider Ex-Obmänner, Feldner und Karel Smolle, nichts mehr im Wege, reagierte Mlinar auf die Aufforderung Feldners zu einer Aussprache über die jeweilige Position.

Rat beharrt auf Verfassungsgerichtshof

Feldner ist mit seiner Organisation gemeinsam mit den Slowenenvertretern Marjan Sturm und Bernard Sadovnik in der sogenannten Kärntner Konsensgruppe um Versöhnung zwischen den Volksgruppen und eine konsensuale Lösung der Problematik der zweisprachigen Ortstafeln bemüht. Der Rat beharrt auf in der Ortstafelfrage auf der Umsetzung der Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes und der damit verbundenen Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln in Südkärnten.

Das Präsidium des Rates hat kürzlich einen Beschluss zur Selbstauflösung gefasst. Als Grund für den drastischen Schritt wurde "das Nicht-gehört-Werden" der Anliegen der Volksgruppe in Österreich und Slowenien genannt. Diese Entscheidung muss allerdings noch am 29. März beim sogenannten Volksgruppentag - dem entscheidungsbefugten Gremium - abgesegnet werden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 46
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Jauntaler
00
26.3.2010, 11:51
Schön langsam weitet sich dieses Geplänkel zu einem Krieg aus

Wenn man den heutigen Artikel von Alfred Elste in der "Kleinen Zeitung" liest, kann man durchaus zu dieser Meinung gelangen.
Welche "Enthüllung" wird morgen nachgelegt?

derfalke
00
26.3.2010, 15:28
Hier ist der Link zum besagten Artikel in der Kleinen Zeitung:

Es handelt sich um eine historisch richtige Darstellung der diversen slowenischen Terroraktionen in Kärnten in den 70er_Jahren:

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/... zian.story

Es wird höchste Zeit, dass darüber in ganz Österreich - insbesonders auch in der linken Szene - ganz offen geredet wird.

Jauntaler
00
26.3.2010, 16:53
Subjektivität des KAB

Darauf habe ich gewartet: Links neben dem Artikel ist die Gegendarstellung von Dr. Grilc abgedruckt. Die verschweigen Sie. Natürlich, sie arbeiten ja nur für Ihren KAB ...

Und? Werden Sie morgen auch den Link der "Kleinen" zeigen, damit ganz Österreich endlich alles über den "Ortstafelsturm 1972" erfährt?

Eines ist bemerkenswert: Kaum kommt der Heimatdienst in Bedrängnis, schon outet sich ein Geheimdienst. Ein Schelm, wer sich dabei böses denkt ...

derfalke
00
26.3.2010, 18:45
Sie als Jauntaler sollten eigentlich wissen, dass

der Jugoslawisch-slowenische Geheimdienst am 18. September 1979 das Museum in Völkermarkt sprengte. Es handelte sich um eine terroristische Aktion mit der Absicht, viele Menschenopfer zu verursachen, da der Zünder der Bombe für den Zeitpunkt der Tagung des Stadtrates eingestellt war.

Janša weiter vor dem Parlament: "Die slowenische UDBA organisierte die Schmieraktionen auf slowenische Denkmäler in Kärnten, wir aber haben dann als Kinder aus den Schulen in Laibach gegen diese Schmieraktionen protestiert, die deutschen Chauvinisten in Kärnten zugeschrieben wurden."

Jauntaler
00
26.3.2010, 19:05
Ich habe den Artikel gelesen. Haben Sie auch auf die linke Seite gesehen?

Ich meine die Entgegnung von Dr. Grilc?
Das habe ich Sie gefragt.

Mit diesen alten Geschichten locken Sie niemanden mehr vom Ofen hervor. Jeder Jauntaler weiß auch, wer am Friedhof St. Ruprecht/Völkermarkt das antifaschistische Denkmal vom Massengrab der Freiheitskämpfer gesprengt hat. Das ist längst gegessen.

Aufgewärmtes bekommt selten.

Wann löst sich der Abwehrkämpferbund auf?
Vergessen Sie es, Sie antworten sowieso nur mit Ihrer Propaganda.

Sie leben ja noch im Jahre 1918/19.

Sehen wir morgen also weiter.

derfalke
00
26.3.2010, 19:16
Keine Sorge, lieber Jauntaler,

wir Kärntner wissen schon, wie man mit den heutigen Sympathisanten der ehemaligen Tito-Terroristen umzugehen hat.

Wir Kärntner passen gut auf unser Land auf, das dürfen Sie mir glauben!

Anonymous Coward
00
30.4.2010, 19:27

Richtig, und weil wir Kärntner gut auf unser Land aufpassen, müssten wir eigentlich solche wie Sie mit dem nassen Fetzen aus dem Land jagen!

Knochenmann
00
28.3.2010, 03:11

Sie dummes Schwein.

peter marx
01
25.3.2010, 11:11
Nationalisten

Wenn dieser seltsame Slowenen-Rat, eine Ansammlung extremer Nationalisten, von der politischen Szene verschwunden ist, wird das Klima besser werden und eine vernünftige Lösung zu finden sein.

pater hirni
00
28.3.2010, 11:53
wie reden sie über den popo-petzner?

Preglej
00
25.3.2010, 14:37

Nur gibt es da noch die slowenischen Jugendorganisationen, die haben eine noch deutlichere Meinung als der Rat. Mal sehen wie die das sehen. Außerdem ist es ja nicht so, dass der Zentralverband (ZSO) und die Gemeinschaft (SKS) die Meinung der Mehrheit innerhalb der Volksgruppe widerspieglen. Das wünschen sich viele, aber es ist Gott sei Dank nicht so.

mag2412
00
25.3.2010, 08:20
na endlich

raus mit der wahrheit, is ja wirklich zeit. dieser herumeierei seit jahrzehnten war ja nicht mehr auszuhalten.

wie uns ja allen seit jahre bekannt ist führen slowenen und kärntner seit jahrzehnten einen erbarmungslosen krieg. dabei sind genozid und massenvergewaltigungen an der tagesordnung. auf grund der ungünstigen topografischen lage, kam es bis heute zu keiner entscheidung. aber sicher ist, dass die extremisten in dieser region den kampf nie aufgeben werden. es es geht um die verteidigung oder eroberung von viel geld.

oder ??

Andy452
04
24.3.2010, 20:54
Mit solchen extremen Leuten und...

...solchen merkwürdigen Positionen scheint es wirklich sehr schwierig bis unmöglich zu sein, einen Konsens herbeizuführen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der slowenischsprachigen Kärntner solche Aussagen gutheißt.

Preglej
45
24.3.2010, 22:49

Ich schon. Der KHD ist alles andere als tolerant und selbstverständlich trägt der KHD eine riesige Mitschuld an der Assimilation Zehntausender Kärntner Slowenen. Das ist ein Faktum. Ich bin zwar kein Fan des NSKS, aber die Auflösung des KHD fordere auch ich und am besten aufgehoben wäre das Vermögen einer Organisation, die schon seit Jahrzehnten gegen die Interessen der slowenischen Volksgruppe arbeitet, bei den Leidtragenden selbst.

msm
00
26.3.2010, 00:31
Wieviele wurden assimiliert?

Schauen Sie sich das Ergebnis der Volksabstimmung von 1920 an,
was besagt diese im Rückblick?
Es leben annähernd genau soviele Menschen mit slow. Muttersprache in Kärnten, wie vor 90 Jahren.
Berücksichtigt man den Bevölkerungszuwachs, könnte ja wirklich eine gewisse Assimilation vermutet werden. Aber recht stümperhaft, wenn man das fast restlose Auslöschen der Deutschen Bevölkerung in Südslawien gegenüber stellt

maboco
29
25.3.2010, 08:22

Meine Familie wurde anscheinend "assimiliert". Und das war sicher nicht zu unserem Nachteil. Wir fühlen uns als Kärntner und Österreicher und das obwohl fasst alle von uns noch immer Slowenisch koennen. Ich kann mich auch nicht erinnern jemals ein Problem gehabt zu haben, nur weil in der Familie slowenisch gesprochen wurde.

Ich bin der Meinung, dass diese ganze "Kärntner Slowenen Sache" einfach nur einigen Wichtigtuern beider Seiten für ihre Selbstdarstellung dient. Im normalen Leben ist das kein Thema und interessiert auch keinen.

Also löst Euch bitte alle zusammen auf!

yotix
 
00
25.3.2010, 12:26

Warum solltest du dich nicht als Kärntner fühlen, wenn du Slowenisch sprichst? Die Sprache gehört seit Jahrhunderten zu Kärnten; slowenischsprachige Kärntner sind um nichts besser oder schlechter als deutschsprachige Kärntner.
... dass man in Kärnten seine österreichischen Mitbürger als "Slowenen" bezeichnet, ist ein ungutes Relikt aus dem nationalistischen 19. Jahrhundert, als die meisten einem ziemlich irren Albtraum von "Völkern", die miteinander stets im "Ringkampf" liegen müssten, glaubten.

Preglej
21
25.3.2010, 10:55

Kärntner Slowenen sind wie es schon das Wort sagt auch Kärntner und Österreicher sind wir auch, oftmals sogar bessere als die deutschsprachigen.

Zur Assimilation: die meisten haben sich ja deshalb assimiliert, weil sie Angst vor den Nachteilen als Slowenen hatten. Natürlich haben sie, außer der verlorenen slowenischen Sprache, keine Nachteile, wenn sie nur Deutsch sprechen. In Kärnten ist das ja die Sprache der Mehrheit, wieso sollten sie dann benachteiligt werden? Manche Leute haben sich aber allem widersetzt und haben sich nicht assimilieren lassen, so wie die kürzlich verstorbene Ana Zablatnik.Hierzu empfehle ich ihnen dieses Gespräch: http://oe1.orf.at/highlight... 52312.html

Zu lange haben wir gekämpft um jetzt einfach zu verschwinden

security market line
10
25.3.2010, 12:17
Tschuldigung, wos?

Mei, worum wollen's denn kämpfen? Daß vielleicht im Reisepaß neben der Staatenangehörigkeit auch noch die Nationalität eingetragen wird? Was ist an Frau Zablatnik nun so bewundernswert? Daß sie im Widerstand tätig war? JA, Respekt dafür. Was wollen Sie uns mitteilen? Daß die Republik Österreich mit dem Großdeutschen Reich auf einer Stufe stünde?
Hören's doch auf mit dem Unsinn - es gibt hier keine Benachteiligung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit.
Sprechen Sie doch einfach Deutsch UND Slowenisch, frei nach Belieben, fertig. Und gehen Sie an die frische Luft. Mal außerhalb der Region, die von Karawanken, Turrach und sonstigem Genocke umgeben wird.
Kämpfen's besser am Buffet um ein weichgekochtes Ei - da ist der Ertrag höher.

Preglej
00
25.3.2010, 14:49

Nur allzu blöd, dass sie mich nicht persönlich kennen, dann wüssten sie nämlich, dass ich zwar slowenischsprachiger Kärntner bin, aber mehr als die Hälfte meines Lebens außerhalb Kärntens verbracht habe und ein paar Jahre davon auch außerhalb Österreichs. Kämpfen klingt vielleicht ein wenig veraltet, aber genau das muss jede Minderheit tun um den Fortbestand ihrer Sprache zu sichern.

Und woher nehmen sie sich das Recht mir zu sagen, dass man als Slowene in Kärnten nicht benachteiligt wird? Natürlich schreiben wir nicht das Jahr 1943 oder 1972, aber Akzeptanz sieht vollkommen anders aus. Erzählen sie mir bitte nicht, dass alles in Ordnung wäre. Slowenisch ist nicht nur Hof- und Familiensprache, sonder ein fester Bestandteil Kärntens!

Andy452
11
25.3.2010, 00:39
Ihre Haltung zu KHD in allen Ehren.

Besonders der Rat der Kärntner Slowenen verhält sich schon immer - so auch hier - äußerst provokativ und kontraproduktiv. Nach seiner Auflösung wird er niemandem abgehen.

Beim KHD haben sich, so ist mein Eindruck, mittlerweile vernünftige Menschen durchgesetzt. Es ist sehr zu hoffen, dass sich bei den slowenischsprachigen Kärntner ebenfalls die Vernünftigen durchsetzen.

Wenn der Rat der Kärntner Slowenen nicht reden will, soll ihn der KHD halt klagen. Da wünsche ich viel Spass.

Preglej
10
25.3.2010, 10:39

Ja, der Mölzer zum Beispiel ist ein äußerst vernünftiger und toleranter Mensch.

Noch etwas. Der NSKS ist seit Smolle Vorsitzender ist ein Sauhaufen, aber Minderheitenhrechte sind bestimmt nicht kontraproduktiv. Es gibt mehr als nur die Ortstafeln.

Andy452
00
25.3.2010, 11:42
KHD

Von Mölzer spreche ich nicht (bei dem haben Sie sicherlich recht). Feldner macht eigentlich, aus meiner Sicht, einen vernünftigen Eindruck.

Minderheitenrechte sind alles andere als kontraproduktiv, aber wenn der Rat der Kärntner Slowenen derartig extreme Ansichten äußert, ist das kontraproduktiv, gerade für die Minderheitenrechte und für ein gutes Zusammenleben der Sprachgruppen.

Ich halte es übrigens für besser, die Minderheit als "slowenischsprachige Kärntner" zu bezeichnen, da "Kärntner Slowenen" danach klingt, als ob sie "Ausländer" wären.

Sheriff Jack Mauer
39
24.3.2010, 19:20

In Slowenien wurde die deutsche Minderheit vollständig ausradiert.Darüber sollten die Vertreter auch mal nachdenken.

Aleksej B
00
Deutsche in Slowenien

Es gab eine etnisch homogene Gruppe von Deutschen in Suedslowenien vor dem Jahr 1941. Im Jahre 1941 entschied sich der Dritte Reich Deutsche von Suedslowenien nach norden zu verschieben. Reden Sie bitte von "Deutschen von Gotschee".
Suedslowenien war naemlich nach der Eroberung Koenigreichs Jugoslawiens durch Deutschland-Italien 1941 Italien zugeteilt. Deswegen entschied sich der Nazi-Staat Deutsche umzusiedeln. Setidem ist die Region von Gotschee (slow. Kocevje) fast Menschenleer. Noch immer und das seit 1941. Vor diesem Jahr lebte in der Region ungefaehr 40.000 Menschen, 90% davon Deutsche.
Jetzt lebt dort ungefaehr 5.000 Menschen, vor allem durch Jugoslawien umsiedelte Bosniaker (seit 1945). Hitler hat jene Deutsche nach Steiermark ges

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