China reagiert mit Blockaden auf Google-Rückzug

24. März 2010, 11:57
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     Google-HQ in China

Suchmaschine nicht gelöscht, aber einige Ergebnisse zensiert - Auswirkungen auf das Android-Geschäft

China hat auf Googles Rückzug reagiert und blockt nun diverse Suchergebnisse, die über die umgeleitete Suchseite http://www.google.com.hk ausgeworfen werden. Zwar wurde nach dem Umzug der Suchmaschine nach Hongkong Google in China nicht komplett gelöscht, aber viele Webseiten, die in den Ergebnissen erscheinen, können nicht von den chinesischen Usern aufgerufen werden.

Von der Zensur betroffen sind vorwiegend die aus Chinas Sicht typischen "sensiblen" Themen. Laut Gene Munster, Finanzanalyst bei Piper Jaffray, werden die Ergebnisse zu bestimmten Themen dann geblockt, wenn es dazu mehrere aufeinanderfolgende Suchanfragen gab, berichtet Cnet. Offenbar lassen sich die Blockaden aber in vielen Fällen auch wieder umgehen, wenn der Computer neu gestartet wird.

Typische Zensurmaßnahmen

Derlei Vorgehen ist typisch für die chinesische Zensur. Google hatte sich diesen Maßnahmen seit dem Markteintritt im Jahr 2006 freiwillig unterworfen. Durch das Aufstellen seiner Server in China musste sich Google auch den geltenden Gesetzen unterwerfen. Nachdem es neben der Zensur auch zu Hackerangriffen auf Google gekommen war, hatte der Internetriese jedoch beschlossen, sich dem nicht länger ausliefern zu wollen.

Nachdem Google seinen Rückzug nun endgültig umgesetzt und die Seite über Hongkong umgeleitet hat, gab es auch erste Reaktionen von chinesischen Internetfirmen. TOM Online etwa löste seine Zusammenarbeit mit dem US-Konzern auf.

Keine Android-Handys

Zuvor hatten darüber hinaus diverse Staatsmedien scharf gegen Google geschossen und dem Unternehmen vorgeworfen, sich politisch instrumentalisieren zu lassen. In Zukunft könnte sich der Rückzug auch negativ auf Googles Android-Geschäft in China auswirken. Wie die New York Times berichtet, plant China Unicom die für dieses Jahr vorgesehene Markteinführung eines Android-basierten Handys platzen zu lassen. (pte)

 

Link

Cnet

Dirk Gently76
 
00
27.3.2010, 19:53
War die

Zustimmung bei der UNO gegen das Verbot von Minarette auch ein Racheakt von China?

scala2
27
24.3.2010, 12:04
Keine Android Handies

Na da wird sich Steve aber freuen, dass er wenigstens von lock-in Gleichgesinnten unterstützt wird.

Ich kaufe mir kein iPhone mehr, diese Geschäftspraktiken jegliche Moral für Geld zu verkaufen unterstütze ich nicht.

NoComment
00
25.3.2010, 10:28

sehr lustig. google würde seine android-handies genau so gerne dort verkaufen, nur china weigert sich. in welcher form sowas ein "pro android" und "contra iphone" sein kann bleibt mir unentschlossen, es bleibt die vermutung, dass hier getrollt wird dass sich die balken biegen.

Mac1984
01
24.3.2010, 13:26

und kein Urlaub mehr in USA oder China!

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