Internet-Betrüger richteten über 50.000 Euro Schaden an

24. März 2010, 11:16

Mindestens 200 Opfer in Österreich und Deutschland - Gaunereien mit Konzertkarten und technischen Geräten

Die Salzburger Polizei hat nun gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien und deutschen Behörden eine Gruppe von Betrügern ausgeforscht, die unter anderem mit ergaunerten Konzertkarten und über fingierte Internet-Geschäfte viele Menschen geschädigt haben. Anfang dieser Woche wurden zwei Mitglieder in Wien festgenommen. "Die genaue Schadenshöhe kennen wir nicht, sie liegt aber auf jeden Fall weit über 50.000 Euro", sagte Michael Manger vom Salzburger Kriminalreferat zur APA.

Die Ermittlungen reichen ins Jahr 2007 zurück. Damals erstattete gegen Jahresende ein Salzburger Kartenbüro Anzeige, weil Unbekannte Konzertkarten bestellt, diese aber mit illegal erworbenen Kreditkarten-Daten bezahlt hatten. Die Fahnder kamen einer Gruppe auf die Schliche, die von Wien und Sofia aus mit demselben Schmäh wiederholt bei Kartenbüros in Österreich und Deutschland Tickets "gekauft" hatte. Diese ließen sie sich an gerade nicht bewohnte Adressen in Wien schicken, verkauften sie über Ebay und machten sie so zu Geld.

Nur mehr kassiert

Ab Herbst 2008 wurden die Karten dann aber gar nicht mehr verschickt, sondern nur mehr dafür kassiert. Außerdem wurden ab da auch technische Geräte wie Laptops oder Fotokameras angeboten, die sie ebenfalls nie lieferten. "Das Ausmaß ist noch nicht abschätzbar, in Österreich und in Deutschland sind uns derzeit jeweils über 100 Opfer bekannt", so Manger.

Acht Staatsanwaltschaften in Deutschland hatten neben der Behörde in Wien bereits gegen diese Gruppe ermittelt, diese Verfahren wurden nun alle in die Wiener Ermittlungen einbezogen. Montag und Dienstag dieser Woche führten Salzburger Kriminalisten in der Bundeshauptstadt Hausdurchsuchungen durch und nahmen zwei Verdächtige fest, und zwar einen 29-jährigen Bulgaren und einen 37-jährigen Serben. Die beiden wurden in die Justizanstalt Wien eingeliefert. In Deutschland sitzt derzeit ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei geht aber von einer größeren Tätergruppe aus, vor allem auch in Bulgarien.

Bei den Hausdurchsuchungen wurden Geräte, mit denen Kreditkartendaten ausspioniert werden können, gefälschte Dokumente, Kreditkartendaten und 150 kontoungebundene Geldkarten (White Cards) gefunden. Die sichergestellten Laptops und Handys müssen erst ausgewertet werden, auch weitere Einvernahmen stehen noch aus, so die Polizei. (APA)

 

Sushi-Frass Fresser
00
27.3.2010, 10:22
"Ethnic Profiling"

Wieder ein Fall, der nach "Ethnic Profiling" dünstet. Haben die Grünen die Polizei schon angezeigt? Wenn nicht, dann ist es aber höchste Zeit!

wer hat bambi geschwängert ???
00
25.3.2010, 21:55
ja, stell dir vor

jede woche ähnlicher artikel - anscheinend platzfüller oder so...
und stell dir vor, diese gauner laufen alle noch herum, egal wie blöd die mails sind, egal sie haben spaß und laufen frei rum....
ermittelt wird da nicht - aber gottseidank bei musik... da ist die lobby dick dahinter mit horrorstrafen....obwohl die gauner die musikproduzenten sind.
vollidiotische welt

Interloper
00
unterschied

der unterschied zwischen einem musikproduzenten und einem konzertveranstalter (um die geht es hier nämlich) ist dir bekannt?

Lawrence von Arabien
10
24.3.2010, 14:18
alles gut und nett

aber nur 50.000 euro schaden?

ich mein, ja mir tuts leid für die leute die darauf reingefallen sind... aber wie die vorposter schon angemerkt haben - hallo - wieviel versenken ALLE unsere Regierungsmitglieder unnötig TÄGLICH, egal von welcher partei....


da sind 50k doch peanuts!

motd
00
24.3.2010, 13:48
Wo bleibt die SOKO Kreditkarte

50000 € durch Kreditkartenbetrug
, da muß jetzt was passieren, SOFORT. ;-)

BTW Kennt wer die ungefähre tägliche Schadenssumme durch Kreditkartenbetrug in Österreich?

melhor
02
24.3.2010, 11:20
"...über 50.000 Euro Schaden"

So manche/r Bundesminister/in hat da schon wesentlich mehr Schaden verursacht!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.