Neue Testversion für das Interface von GNOME 3.0

24. März 2010, 11:33
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Lineare Workspace-Ansicht der GNOME Shell bekommt neue Funktionen - Umstieg auf Clutter 1.2 - Viel optischer Feinschliff

Mit der GNOME Shell will man sich beim GNOME-Projekt für die kommende Version 3.0 eine in zentralen Punkten neue User Experience verpassen, vor allem der Anwendungsstart als auch das Workspace-Management sollen so vereinfacht werden. Mit GNOME Shell 2.29.1 wurde nun eine aktuelle Testversion veröffentlicht, die wieder so manche Neuerung mit sich bringt.

Linear

So hat man etwa die lineare Workspace-Übersicht deutlich verbessert, Anwendungen lassen sich nun auch hier bequem von einem Desktop auf den nächsten "ziehen", ist man man am letzten Workspace angekommen, symbolisiert ein Plus-Zeichen die Möglichkeit eine zusätzliche Oberfläche zu öffnen. Der Wechsel zwischen den einzelnen Workspaces wurde dadurch vereinfacht, dass diese nun einfach mit einem Linksklick auf den Hintergrund "gezogen" werden können.

Feinschliff

Dazu kommen zahlreiche kleinere Usability-Verbesserungen und grafischer Feinschliff. Den Wechsel zwischen der Gitter-Ansicht und dem linearen Modus im Activities-Überblick hat man auf ein Icon beschränkt, da das zweit hier ja immer redundant war. Bei der Suche werden Anwendungen nun größer dargestellt, auch wurde die Darstellung der Suchbox optisch überarbeitet, und hebt sich so jetzt besser vom Hintergrund ab. Der mit Alt+F2 aufrufbare Schnellstarter merkt sich nun - wie auch in älteren GNOME-Generationen - wieder die zuletzt eingegeben Befehle. Die Alt+Tab-Ansicht zum flotten Wechsel zwischen den geöffneten Anwendungen achtet ab sofort darauf, dass keine Fenstervoransichten mehr über den Bildschirmrand hinaus gehen.

Clutter

Auf der technischen Seite stellt die größte Neuerung wohl der Wechsel auf die Version 1.2 der 3D-Bibliothek Clutter dar, woraus etwa eine gesteigerte Performance resultieren soll. Zusätzlich hat man wieder einige Code-Anderungen vorgenommen, um weitere Teile der GNOME-Shell einfach per CSS stylebar zu machen.

Download

GNOME Shell 2.29.1 kann in Form des Source Codes von der Seite des Projekts heruntergeladen werden, parallel dazu wurde auch eine neue Version des Clutter-basierten Fenster-Managers Mutter veröffentlicht, die Voraussetzung für den Betrieb der Shell ist. Abzuwarten bleibt, wie die einzelnen Distributionen die neue Version zur Verfügung stellen, so benötigen etwa bei Ubuntu 10.04 einige Default-Anwendungen noch Clutter 1.0, das sich mit der neueren Version in die Quere kommt. Für Fedora 13 soll sich dieses Problem hingegen nicht stellen, hier setzt man ganz auf Clutter 1.2. (apo, derStandard.at, 24.03.10)

  • Die "lineare" Repräsentation der offenen Workspaces wurde um einige Funktionen erweitert - und so wesentlich nützlicher.
    screenshot: andreas proschofsky

    Die "lineare" Repräsentation der offenen Workspaces wurde um einige Funktionen erweitert - und so wesentlich nützlicher.

  • Die Suchfunktion streicht gefundene Anwendungen nun deutlicher heraus.
    screenshot: andreas proschofsky

    Die Suchfunktion streicht gefundene Anwendungen nun deutlicher heraus.

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