100.000 Österreicher sind nicht krankenversichert

24. März 2010, 06:40
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    foto: heribert corn

    In Österreich gibt es rund 100.000 Menschen, die nicht krankenversichert sind.

Junge Menschen besonders gefährdet

Auch in Österreich gibt es rund 100.000 Menschen, die nicht krankenversichert sind. Das österreichische System sei zwar besser, als jenes, das in den USA nun reformiert wurde, trotzdem müsse man Lücken schließen, sagte Martin Schenk von der Armutskonferenz am Dienstag zum Ö1-Abendjournal.

Besonders gefährdet seien jung Menschen, die nicht ordentlich angestellt seien oder im Beruf noch nicht Fuß fassen konnten und sich deshalb von einem Job zum anderen hanteln. Auch Menschen mit psychischen Krisen oder Frauen nach der Scheidung, wenn sie bei ihrem Mann mitversichert waren, hätten oft keine Versicherung, so Schenk.

Jeder zweite Anspruchberechtigte, so der Experte, beantragt keine Sozialhilfe. Die Gründe seien "Scham, Schikanen am Sozialamt und Angst vor Armutsverfestigung". Wer aber mittellos ist und ohne Sozialhilfe lebt, lebt auch ohne Krankenversicherung.

Die Armutskonferenz fordert deshalb, die Lücken im System auszuforschen um sie schließen zu können. Es liege "ein Mix aus strukturellen Lücken, sozialen Benachteiligungen, fehlenden persönlichen Ressourcen und mangelnder Information" vor. (red, derStandard, 24.3.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 140
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Name d. Redaktion bekannt
12
27.5.2010, 21:46
möglichkeit der krankenversicherung über ams



ich wünsche mir schon lange, dass man sich via ams krankenversichern kann und KEINE ams-kohle nimmt.

ich nehme mir des öfteren längere auszeiten von der harten arbeitswelt und würde gerne weiterversichert sein, ohne die absurden 200 Euro/Monat zu bezahlen. (ich weiss, für den gegenwert einer krankenversicherung sind auch 200 euro nicht viel, aber...)


Erwin Wolfram
20
25.3.2010, 00:18

ich glaube nicht, dass man diese verbrecherischen und korrupten beamten stuetzen muss in dem man eine armutsexpertin befragt. es ist viel besser nach jedem telefonat mit der partie eine anzeige zu schreiben.

Renzo Pasolini
11
24.3.2010, 22:12
Krankenversicherung bringt eh nichts!

Kaum ist man krank, soll man der GKK diese Krankheit mit ärztlicher Bestätigung nachweisen, die man aber, weil man krank ist, weder beschaffen noch abgeben kann. Die Folge ist, dass man kein Krankengeld erhält und sich weder Essen noch Medikamente leisten kann, also meistens nicht gesund wird und sehr schnell im Elend landet.

Tschuri Cazzino
 
01
Im Widerspruch zu Ihrer wahrheitswidrigen Behauptung

ist es in Österreich jedem Versichterten möglich auch dann eine Krankenbestätigung zu erhalten, wenn er so krank ist, dass er keinen Arzt aufsuchen kann. In diesem Fall bestätigt ein Hausarzt beim Hausbesuch oder ein Spitalsarzt im Spital die Krankheit.

gustl
 
11
28.5.2010, 12:12
Stimmt nicht

Ich hatte 38° Fieber (und meine "Normaltemperatur" liegt bei 36,1 - 36,3°C), und mein Hausarzt war im Urlaub.

Ich konnte mich noch aufraffen, die 5 nächstliegenden Ärzte anzurufen, um eine Bestätigung zu bekommen, dass ich krank sei. Antwort ALLER 5 ÄrztInnen: "wegen 38° mache ich keinen Hausbesuch, kommen's doch zu mir"

Dass ich mit 38°C gerade noch aufs Klo komme, aber sicher nicht aus dem Haus und mit dem Fahrrad 3 km zum Arzt fahren kann, das haben die ÄrztInnen nicht einsehen wollen.

Ich bin dann am nächsten Morgen zu meinem aus dem Urlaub heimgekehrten Hausarzt gegangen (300m). Nach dem Rückweg hatte ich statt 37,9° 38,9° Fieber.

Ich halte so etwas für extrem schwachsinnig, aber ohne Bestätigung vom Arzt ist man nicht "krank".

liebes oesterreich
00

sowas hab ich noch nie gehört! Ich hab in wien längere Zeit Krankengeld bekommen..Einen Befund bekomme sie vom Facharzt den zeigen sie dem WGKK Kontrollarzt... was ist da so schwer ?

g'stieß
02
25.3.2010, 07:58

nur zur klarstellung für mich: sie beklagen sich darüber, dass die krankenkasse ihnen nicht glaubt, wenn sie selber mit einer krankheit diagnostizieren? und darüber, dass ihnen das krankengeld nicht einfach deshalb ausgezahlt wird, weil sie sagen, sie seien krank?

bacchus1at
00
24.3.2010, 18:02

...obama for president.........

Samson4444
172
24.3.2010, 14:15
passt 100 000 weniger für die ich in die tasche greifen muss!

melpet
07
24.3.2010, 16:47

geld ist nicht das problem, sondern die (gesellschafts)politischen prioritäten. wenn z.b. die gruppenbesteuerung fallen würde, wäre mehr geld als genug da, um die 100.000 zu versichern. ohne dass für sie dabei zusätzliche kosten entstehen würden selbstverständlich... es ist immer wieder dasselbe alte spiel: die bürger werden zugunsten der wirtschaft gegeneinander ausgespielt, die jungen gegen die alten, die relativ gut situierten gegen die armen, frauen gegen männer, beamte vs. privatangestellte, etc etc.
solange wir uns untereinander streiten, die gesellschaft also ent-solidarisiert bzw. individualisiert wird, kommen die eigentlich wichtigen themen nicht in den fokus der öffentlichkeit...

byron sully
05
24.3.2010, 13:53

auch studierende, die aus der mitversicherung rausfliegen, sind davon betroffen (weil auch viele nicht wissen bzw. erst nach längerer zeit erfahren, daß es die möglichkeit der studentischen selbstversicherung gibt).

L. v. Mises
30
24.3.2010, 13:37
www.mises.org

JEDER mensch muss versichert sein, ob er will oder nicht, koste es was es wolle!

Andreas Sch.
10
24.3.2010, 14:45
Was genau hat ihre Aussage mit Mises zu tun?

Mises steht für die freie Marktwirtschaft. Jeder kann selbst entscheiden ob er verichert sein möchte oder nicht. Die Austrian School of Economics steht für die totale Privatisierung des Gesundheitssystems ohne jegliche Interventionen von Seiten des Staates. Wenn ECHTE Konkurrenz besteht werden auch die Kosten für den Einzelnen geringer. Das war die Kernaussage von Mises und Kollegen.

Micha Do
 
13
24.3.2010, 18:04
Und dass gebau dieses nicht stimmt, beweisen die US seit Jahrzehnten

Das einzige das geschieht: Eine sehr grosse Anzahl Menschen wird aus der Gesundheitversorgung schlicht ausgeschlossen, bei sehr teurer Medizin.
Fazit ein teureres System als wir es haben mit hohem Niveau für wenige, die es leisten können, miserable Medizin für "Bedürftige" und ein großer Teil der Bevölkerung davon ausgeschlossen, übrigens nicht ausschliesslich Arme und Ärmste sondern auf Grund ruinöser Prämien auch ein Teil der Leute mit mittleren Einkommen
Es gibt übrigens wenige Länder wie unseres, die eine derartige Breitenwirkung der Medizin erreichen mit vergleichbarem Aufwand. Unser System ist nicht das billigste aber erreicht sehr große Teile der Bevölkerung mit hohem Standard
Obamas Anliegen waren andere. Nicht vergleichbar.

g'stieß
02
25.3.2010, 08:02

die versicherungsindustrie in usa sind übrigens resultat einer deregulierungspolitik, die die bildung von preiskartellen begünstigt hat.

und kartelle sind ja bekanntlich eher das gegenteil von freiem markt.

übrigens konnte mir noch kein echter neolib das marktversagen im falle von zu monopolen neigenden anbieterkartellen erklären.

Andreas Sch.
00
25.3.2010, 16:34
Marktversagen gibt es...

- durch die künstliche Geld- und Zinspolitik (gesteuert durch die Zentralbanken) - die nichts mit liberalen Wirtschaftssystemen zu tun haben
- und durch den Staatsinterventionismus durch Privilegienritterschaft

Falls Interesse besteht, kann man sich bei der Austrian School of Economics www.mises.org über die echte freie Marktwirtschaft informieren. Welche sehr wenig mit der derzeitigen Situation in Amerika und Europa zu tun hat.

hot doc
01
25.3.2010, 12:22

anbietermonopole sind das ziel der neoliberalen, und werden in ihren wissenschaftlich verbrämten lehren ganz bewusst ignoriert.

Andreas Sch.
10
24.3.2010, 19:45
Nun wer glaubt, dass in den US ECHTE Konkurrenz entsteht, hat keine Ahnung.

Ein großer Teil des Gesundheitswesen ist entweder in staatlicher Hand oder über die großen Konzerne durch den Staat bevorzugt. Das gleiche gilt für die großen Versicherungen auch. Das hat NULL mit freier Marktwirtschaft, wie sie Mises vertreten hat, zu tun.

rasenmähermann
03
24.3.2010, 23:41

Ihr Argument kann man genauso für den Kommunismus hernehmen. Der Kommunismus ist nicht gescheitert, weil es ja nie einen richtigen Kommunismus gegeben hat.

Andreas Sch.
20
25.3.2010, 09:09
Der Kommunismus ist nicht früher gescheitert, weil es keinen richtigen Kommunismus gehabt hat.

Der Kommunismus hat den Westen unter vielen anderen für die Preise benötigt. Natürlich waren und sind auch die Preise des Westens durch diverse Staatsinterventionen verzerrt. Aber im Kommunismus gibt es keine Preise da es ja auch keinen freien Markt gibt. Und wenn es keine Preise gibt, funktioniert auch die Verteilung nicht. Wie weiß dann der Staat, was die Leute wollen wenn es keine Preise gibt? -> Gar nicht - er bestimmt es eben. Aber da unsere Gesellschaft immer mehr zum Einheitsbrei wird (Gutes Beispiel iPhone), ist es für die Leute wahrscheinlich gar kein Problem mehr. Früher oder später wird es auch so kommen -> ob es dann Kommunismus oder Faschismus heißt - ob es offiziell vom Staat oder den Konzernen dirigiert wird, ist sekundär.

Marie, da liegt a toter Fisch im Wasser!
02
25.3.2010, 14:55

also das wort iphone und kommunismus in einem atemzug ist schon ein starkes stück. frage mich ob sie überhaupt wissen wovon sie sprechen?

die sog. "freiheit" ist übrigens eine vielgeliebte propagandaillusion der neoliberalen. klar, in den USA kann man sich seine krankenversicherung frei wählen.. zumindest halt wenn man..
- jung ist
- gesund ist
- geld hat
- nicht an bestimmten leiden erkrankt
- einen fixen und gut bezahlten job hat

wenn nicht, kann man aus dem rest irgendwas wählen (wenn man sichs leisten kann) und riskiert aus der krankenversicherung zu fliegen wenn man krank wird.

was ist freiheit? die freiheit der reichen, oder die freiheit auch als armer krank werden zu dürfen?scheinheilige bagage!

Andreas Sch.
10
25.3.2010, 15:51
Sie müssen ja verbittert sein!

Wenn sie von Neoliberalen sprechen, was meinen sie damit. Liberalismus gibt es schon lange nicht mehr auf wenn das Wort mit Neo vergewaltigt wird.

Wenn ich ihre Beschimpfung ernst nehmen würde, würde auch mein persönliches Freiheitsempfinden leiden. Somit werde ich auch weiter meine Meinung abgeben, auch wenn es manchen Leuten nicht in das Weltbild passt.

Noch was zur Scheinheiligkeit: Wieviele Gegenstände besitzen Sie, die in Asien produziert worden sind? Von Leuten, die noch nie einen Doktor gesehen haben? Man sollte trotz aller Frustration vielleicht einmal reflektieren, welche Eigenschaften man auf andere Leute projektiert, die man selbst besitzt.

rasenmähermann
01
25.3.2010, 14:02

Danke, sie brauchen mir wirklich nicht erklären wieso der Kommunismus gescheitert ist.

Ich hatte einfach den Eindruck, dass Sie wie eine Monstranz die Lehre von der "reinen Marktwirtschaft" vor sich hertragen und das zwar eine nette Theorie ist, mit der Realität aber nichts zu tun hat.

Bei einem Wettbewerb der Krankenversicherungen werfen sie aber auch das derzeitige Konzept der (zumindest theoretischen) Umverteilung von Oben nach Unten über Bord. Sollten Sie das wollen, dann sollten Sie das meiner Meinung nach auch offen zugeben.

Andreas Sch.
00
25.3.2010, 16:23
Nein mache ich nicht!

Es gäbe andere Varianten der Unterstützung. Z.B Schul oder Krankenschecks, die bei jeder privaten Einrichtung eingelöst werden können. Das bedient natürlich nicht die Freunde der Regierungsmitglieder. Denn dann müssten die Einrichtungen auch tatsächlich Leistungen anbieten und können nicht auf Privilegien durch den Staat hoffen und es sich gemütlich machen.

g'stieß
00
25.3.2010, 08:03

und was hat ihr statement mit dem marktversagen des gesundheitssystems in usa zu tun?

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