Die fünf "Geheimzutaten" für YouTubes Erfolg

23. März 2010, 12:36
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YouTube feiert 2010 seinen fünften Geburtstag - Wired hat die fünf Zutaten gefunden, die das Videoportal so erfolgreich gemacht haben

Der im Jahr 2006 von Google übernommene Video-Service YouTube feierte im Februar 2010 seinen fünften Geburtstag. Pro Minute werden laut Google 20 Stunden Videomaterial hochgeladen. YouTube ist damit der populärste Video-Service des Webs. Wired hat nun analysiert, was die "Geheimzutaten" von YouTubes Erfolg sind.

Die Inhalte

Die wichtigste Säule des Erfolgs ist der Content. YouTube verleiht jedem User, Unternehmen, Politiker, Schauspieler, Sänger etc. ein Sprachrohr, doch die skurrilen Spaß-Videos sind jene mit den meisten Zugriffen. Clips wie "Evolution of Dance" oder "Numa Numa" wurden nicht nur mehrere Millionen mal angesehen, sondern haben mittlerweile in die Popkultur Einzug gehalten, ganz zu schweigen von Tausenden Katzenvideos, Star Wars nachspielenden Kindern oder weinerlichen Britney-Spears-Verehrern und unzähligen Remixes. YouTube hat "Britain's Got Talent"-Teilnehmerin Susan Boyle zum Star gemacht und Rick Astleys "Never gonna give you up" mit dem Rickrolling-Meme zu einem Revival verholfen.

Das Geschäftsmodell

Als Google YouTube für 1,65 Milliarden US-Dollar gekauft hat, hatte die Plattform noch kein Geschäftsmodell und brachte dem Internetriesen nur hohe Betriebskosten ein. Mit seinem breiten Angebot an Werbemöglichkeiten - beispielsweise bezahlten Clips oder In-Video-Werbung - soll YouTube dieses Jahr bereits 700 Millionen Dollar einbringen.

Vereinbarung mit Filmstudios

Rechteinhaber haben zwar nach wie vor ihre Probleme mit YouTube, doch das Portal hat sich in den vergangenen Jahren sehr entgegenkommend gezeigt. Clips, die Urheberrechte verletzen, werden einerseits auf Anfrage entfernt. Andererseits überwacht ein eigenes System, dass bereits entfernte Clips nicht nochmals hochgeladen werden. Nationale Lizenzen werden beachtet - wohl aber zum Ärgernis vieler User in Ländern ohne entsprechenden Abkommen, die zwar ein Musikvideo ansehen, nicht aber den Ton hören können. Auf Wunsch können Rechteinhaber die Videos auf YouTube lassen und erhalten dafür einen gewissen Teil der Werbeeinnahmen. Ein Drittel der Anzeigen diene bereits zur Unterstützung von urheberrechtlich geschütztem Material.

Die Content-Produzenten

Das vierte Standbein sind die User, die YouTube mit selbstgemachten Videos versorgen. Dabei sind es nicht die professionellen Filmemacher, die die größten Erfolge (in Form von Zugriffen) feiern, sondern nicht selten Teenager mit einer Webcam, viel Zeit und einer skurrilen Idee. Zu den Stars gehören unter anderem der 16-jährige Lucas Cruikshank, der als schnell-sprechendes Kleinkind "Fred" die Massen begeistert, oder Sänger David Colditz mit seinen Pop-Parodien.

Offen für Neues

Und schließlich, schreibt Wired, ist YouTube immer offen für Neues. So hat YouTube unter anderem HD-Content und automatische Untertitel sowie eine erste HTML5-Version eingeführt und Social Networks integriert. User mit YouTube-Account können beispielsweise Kontakte aus Gmail und Facebook importieren und erhalten Auskunft, welche Videos ihre Freunde hochgeladen, kommentiert oder als Favoriten markiert haben. Damit dürfte YouTubes Erfolg wohl auch noch in den nächsten fünf Jahren gesichert sein. (red)

 

  • Die skurrilen Inhalte sind eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse von YouTube.
    screenshot: youtube

    Die skurrilen Inhalte sind eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse von YouTube.

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