Lobbying

Westerwelle und Spindelegger kämpfen für die deutsche Sprache

22. März 2010, 23:06

Außenminister: Deutschkenntnisse sollen Einstellungskriterium für den Auswärtigen Dienst werden

Brüssel - Wie ÖVP-Außenminister Michael Spindelegger  will auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) den Siegeszug des Englischen in der Europäischen Union stoppen. "Wir möchten nicht, dass Deutsch als Sprache in Europa verloren geht", sagte Westerwelle am Montag in Brüssel. Hintergrund ist eine Initiative des Außenministers, Deutsch im neuen diplomatischen Dienst der EU zur gleichberechtigten Arbeitssprache neben Englisch und Französisch zu machen. Spindelegger hatte zuvor mitgeteilt, Österreich habe in der Sprachen-Frage gemeinsam mit Deutschland eine Initiative ergriffen.

"Deutsch ist die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa, und es gibt gar keinen Grund, die deutsche Sprache zu vernachlässigen", sagte Westerwelle mit Blick auf die rund 100 Millionen Muttersprachler vor allem in Deutschland und Österreich. In einem Brief an EU-Außenministerin Catherine Ashton forderte Westerwelle, die Einstellungskriterien für den Auswärtigen Dienst sollten "klare Anforderungen für die Beherrschung mehrerer Fremdsprachen, insbesondere auch der deutschen Sprache, enthalten". Dem neuen Auswärtigen Dienst sollen bis zu 8000 Diplomaten angehören.

Westerwelle hatte sich nach seinem Amtsantritt gegen den Vorwurf mangelnder Englischkenntnisse erwehren müssen. Der Britin Ashton wird ihrerseits vorgeworfen, nur die englische Sprache fließend zu beherrschen. (APA)

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Jens xxx
 
00
29.7.2010, 15:35
Die beiden sind zu langsam...

Ob Österreich,Deutschland und die deutschsprachigen Regionen in Belgien oder Luxemburg noch etwas am deutschsprachigen Status in Brüssel ändern können bleibt abzuwarten.Viel zulange haben die deutschsprachigen Ländern nichts für ihre Sprache getan während sich Englisch und französischsprachige den Kuchen alleine aufgeteilt haben.Jetzt ist der Kuchen so gut wie futsch.Aber immerhin haben Österreich und Deutschland doch gemerkt dass die deutsche Sprache von der Sprecherzahl her die meist gesprochene und in Osteuropa nach Englisch die meist gelernte ist und sie beginnen nun endlich mal etwas dafür zu tun.Trotzdem,was die Franzosen von Anfang an gemacht haben,hätten die deutschsprachigen ebenfalls von Anfang an mitmachen sollen.

Vanderbild
 
10
10.6.2010, 01:53

das sind einfach 2 despoten, wie soll den bitte
das im internationalen flugverkehr gehandhabt
werden, wenn ein pilot die grenze zu D. oder
einen anderen EU-staat überfliegt soll er auf einmal
deutsch sprechen,
da haben sich aber 2 narren gefunden,als ob wir
nicht andere sorgen hätten.
oder weil hr. westerwelle schwierigkeiten hat
rin paar( eh nur wenige englische sätze) zu erlernen.

Tycho Brahe
20
24.4.2010, 13:59
Westerwelle und Spindelegger

sind 100 Jahre zu spät. Sowohl Deutsch als auch Französisch sind auch im Internet nur mehr als Randgruppe vorhanden. Der Zug ist einfach abgefahren. Englisch, Chinesisch und Spanisch ist die Sprache von 55% der sites. Wer das nicht lesen oder schreiben kann, der hat bereits verloren im internationalen Konzert. Selbst wenn man sich noch so sehr wünscht, dass der Dialekt von St.Eichkatz hinterm Walde offizielle EU-Sprache wird, das werdens nicht spielen.


Cuniculi
10
11.4.2010, 22:39
Eine weltweit verbindliche Zweitsprache kreieren

In der EU und in einer kommunikativ zusammenwachsenden Welt wäre eine einheitliche Sprache schon vorteilhaft. Aber dann bitte ohne englisch-amerikanischen Kulturimperialismus!

Aber es geht nicht nur um die deutsche Sprache, sondern auch um all die anderen Sprachen kleinerer Mitgliedsländer bzw. um fast alle anderen Sprachen dieser Erde.

Will man also eine gleichberechtigte Lösung, bleibt eigentlich nichts anderes über, als eine künstliche Weltsprache zu kreieren, auch wenn alle bisherigen Versuche gescheitert sind.

Eine künstliche Sprache als weltweit verbindliche Zweitsprache für jede/n – das wäre ja ein wirklich sinnvolles Projekt der Völkerverständigung. Das hätte aber der UNO längst einfallen können.

Nihilist aus Überzeugung
00
Herr und Frau Österreicher
 
20
21.4.2010, 09:13
"Aber dann bitte ohne englisch-amerikanischen Kulturimperialismus! "

Dann lieber deutschen Kulturimperialismus?

Des is so - und nicht anders..
 
11
29.3.2010, 17:46
O.T.:

..wenn ich das Wort "LOBBYING" schon lese - wird mir schlecht und ich muss in meinen blauen, mit goldenen Sternen beklebten Kübel reinkotzen.. mein selbstgebasteltes "EU-Speibküberl" ;-)


Es reicht doch, das externe Lobbyisten ungebremst rumlaufen... http://www.ksta.de/html/arti... 7993.shtml

DIE sind ein Problem - alles andere ist marginal ..

.. besonders der Westerwelle ... ;-)

Jetzt red i!!!
00
Lassen sie sich ihre Idee schützen!

Ein EU Mistkübel lässt sich, trotz Krise oder gerade deswegen, bestimmt gut verkaufen.

Aber der Renner dürft trotzdem ein US Mistkübel werden.

Aux Armes Citoyens!
11
29.3.2010, 12:44
dolles thema...

aber ich glaube, dass man erst mal ganz andere themen in der eu aufgreifen sollte.

die bevökerungen ALLER eu-nationen werden immer schamloser zur kasse gebeten, aber dass ein neuer erlass den EU-beamten die pensionierung mit 50 jahren ermöglicht, wenn diese dafür mit "nur" €9.000.- netto einverstanden sind, das wird unter den tisch gekehrt...

man kann nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte...

tu pauper europa...

B JK
31
28.3.2010, 10:40
Muttersprache

Richtig ist Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der EU. Warum soll Deutsch aber im Auswärtigen Dienst aufgewertet werden? Wo außerhalb der EU wird abgesehen von der Schweiz auf Deutsch gesprochen? Ich dachte immer ein Auswärtiger Dienst sollte sich mit anderen und nicht mit sich selbst verständigen.

also dann ...
00
27.3.2010, 15:30
ich habe den eindruck, dass sich beide auf demselben "f l a c h w u r z l e r - niveau" ... bewegen.

so sagte HELMUT SCHMIDT bei beckmann über westerwelle :

"das (seine hartz IV phrasen...)
ist nichts als WICHTIGTUEREI ( ! )
und ER ist der grösste von ihnen.

wie wahr.

ra mses
04
27.3.2010, 02:07
find ich gut!

Deutsch auf europäischer Ebene stärker zu verankern macht absolut Sinn! Die Europäische Union beheimatet eine Vielzahl von Sprachen und diese gehören gefördert! Darunter natürlich auch Deutsch; kulturell, historisch und wirtschaftlich (Sprecherzahl) natürlich eine der wichtigsten. Mir ist es ehrlich gesagt lieber mit Übersetzer unterwegs zu sein als andauernd dieses unerträgliche "very simple english" in Diplomatenkreisen zu hören. Der permanente Regress ins Englische ist nervtötend und extrem eintönig (im wahrsten Sinne des Wortes). "Bad simple english" als lingua franca? Will das wirklich wer?
Zuweilen gilt mM nach das Einstreuen englischer Wörter in anderen Sprachen zunehmend als Offenlegung vollkommener Inkompetenz (wie bei KHG:)

Hamit_Hatemi
02
26.3.2010, 15:17

Es ist ja recht interessant, was ich hier alles zu lesen bekomme. Von Wortdurchfall à la "Ich hasse meine Wurzeln und die deutsche Sprache" über "Menschen, die nur ihre Muttersprache sprechen, sind das pure Böse" bis hin zu "Englisch kann eh jeder und ist voll toll" gibt es hier anscheinend alles.

Dann frage ich mich, wo schnappt man diese Eindrücke auf? Als ich in Nizza war, erfuhr ich, dass die Franzosen (in Südfrankreich, wohlgemerkt) etwa zu gleichen Teilen Deutsch, Englisch und Italienisch als Fremdsprachen lernen. In Italien komme ich mit Englisch auch nicht wirklich weiter als mit Deutsch- auf dem Balkan und in Osteuropa wären Deutsch und Russisch sowieso sinnvoller als Englisch.

Wo sind also die ganzen Anglophonen?

Mr_Murphy
02
25.3.2010, 16:08

Find ich eine gute Idee.

Hamit_Hatemi
01
25.3.2010, 10:24

DEUTSCH MUSS OFFIZIELLE SPRACHE DES EAD WERDEN!

Christoph ************
11
25.3.2010, 20:29

Und warum?

Annemarie Veit
10
24.3.2010, 18:30
...damit unser wernerle

wenigstens a bisserl a internationale ansprach hat...

wackere burschen, der guido und der michel!

Pannonia Jack
12
28.3.2010, 19:45

Ihnen ist aber schon klar, dass die Sprach-Akrobaten im rechten Lager (FIK/FPÖ/BZÖ/FPK,...) zu finden sind.

Die haben nicht nur Probleme mit der englischen Sprache, sondern auch mit der deutschen!

Kid "Kongo" Powers
11
25.3.2010, 12:52

ja, genau und unser Porky Pröll, Hadschi Strache sowieso, die grünen hab ich noch nie English reden gehört.....

salman
 
02
24.3.2010, 15:07
Englisch ist nicht unbedingt einfacher ...

<<Englisch ist die Sprache, in der man relativ schnell und leicht halbwegs verständlich untereinander kommunizieren kann. Deshalb setzt sich diese Sprache auch international durch>>

Englisch setzte sich international durch, weil es die Sprache der wahren Weltmacht ist (USA; Zentren der Bankenkartelle NY und London).

Während des kalten Kriegs war das - bezogen auf die Grammatik - komplizierte Russisch DIE Verkehrssprache in der gesamten SU + ganz Osteuropa.

Gutes Englisch ist alles andere als einfach (viele lexikalisierte Redewendungen, die richtige Anwendung der Zeiten erfordert ein ausgeprägtes Gefühl für die Sprache),

Internat. Standardenglisch ist gegenüber dem klassischen Englisch stark vereinfacht.

Mathias
 
03
24.3.2010, 13:49
"Wir möchten nicht, dass Deutsch als Sprache in Europa verloren geht", sagte Westerwelle am Montag in Brüssel.

Dann muß der Wesi sich an MTV, Wirtschaft (Management) & HipHopper wenden. Dort wird die deutsche Sprache sehr gern dem Englischen untergeordnet bzw. "zwangsbeglückt"

Pannonia Jack
00
28.3.2010, 19:49

Das was you schreibst, believe ich nicht! Die problems sind ganz whereanders zu searchen!

Ludmilla von Country de la Musica
40
24.3.2010, 11:24
"Westerwelle hatte sich nach seinem Amtsantritt gegen den Vorwurf mangelnder Englischkenntnisse erwehren müssen. "

" Hintergrund ist eine Initiative des Außenministers, Deutsch im neuen diplomatischen Dienst der EU zur gleichberechtigten Arbeitssprache neben Englisch und Französisch zu machen. "

nur weil die herren nicht gescheit englisch können, brauchen wir noch mehr dolmetscher in brüssel. so schaut's aus. weil die EU noch nicht genug bedienstete hat ...

nunja ...

Ludmilla von Country de la Musica
20
24.3.2010, 11:13
peinlich.

nur weil sie nicht gscheit englisch können. wie viele dolmetscher braucht es denn noch in brüssel?!

Z. Ristic
41
23.3.2010, 22:08

"Deutsch ist die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa" Und was ist mit russisch?

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